Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Jeder hat sein Päckchen zu tragenPeter Green ist Chef einer Firma, deren Geschäfte nicht gut laufen. Der Kauf eines Grundstückes sorgt zusätzlich für finanziellen Druck. Da kommt Green der anonyme Anrufer gerade recht, der viel Geld für ein Päckchen bietet, von dessen Existenz er angeblich noch nichts weiß. Wenig später findet Green in seinem Büro tatsächlich ein Päckchen mit weißem Pulver. Wer hat ihm das zwischen seine Bücher gelegt? Die Zeit läuft. Der Käufer will seine Ware. Doch dann ist das Päckchen aus dem Büro verschwunden und ein Mitarbeiter der Firma verunglückt. Green gerät noch mehr unter Druck. Inzwischen glaubt ihm keiner, dass er von dem Päckchen nichts wusste.Tintenherz"Die Dunkelheit war blass vom Regen und der Fremde war kaum mehr als ein Schatten. Nur sein Gesicht leuchtete zu Meggie herüber."In einer stürmischen Nacht taucht ein unheimlicher Gast bei Meggie und ihrem Vater Mo auf. Am nächsten Morgen reist Mo überstürzt mit Meggie zu ihrer Tante Elinor, die eine wertvolle Bibliothek besitzt. Dort macht Meggie eine überraschende Entdeckung.Und schon bald begreift sie, dass ihr Vater in großer Gefahr schwebt ...Der KickDas Hörspiel geht auf einen authentischen Fall zurück, der sich im Sommer 2002 in Potzlow, einem kleinen Dorf in der Uckermark, ereignet hat. Im Laufe eines Alkoholexzesses wird ein 16-jähriger von drei jugendlichen Rechtsradikalen geschlagen, gequält und schließlich grausam ermordet. Anschließend versenken die drei ihr Opfer in einer Jauchegrube. Das Stück ist nach ausgiebigen Recherchen entstanden, die der Dokumentarfilmer Andres Veiel vor Ort betrieben hat: Gespräche mit Angehörigen, den einsitzenden Tätern und mit Personen aus dem sozialen Umfeld. Dazu die Protokolle der Verhöre und der Gerichtsverhandlung. Im Zuge der Montage und Verdichtung wird das verstörende Bild einer sozialen Verrohung sichtbar, die weit über den Fall an sich hinausgeht.Palisander und MelasseRaoul Hausmann schrieb ein Jahrzehnt vor der ersten Mondlandung ein ´Mondhörspiel´, das er in ironischer Anlehnung an den Titel des musikalischen Werkes "Pelléas et Mélisande" von Maurice Maeterlinck Palisander und Melasse nannte. Die beiden Protagonisten dieses Science-Fiction-Hörstücks sind Palisander, "ein schönes Stück Holz" in Form einer Holzschale, und Melasse, eine süße Melone, die auf ihm ruht.Die Explosion der Zentralheizung vereint beide und lässt sie auf dem Mond landen: "gemondet auf dem Mond". Dort führen sie ihren Dialog weiter, bis ein Trupp russischer Kosmonauten diesem ein Ende bereitet. "Wir sind die ersten Menschen auf dem Mond. Unsere Fahne weht dort seit 1959."DurchgangsverkehrEin englischer Pub in der Vorweihnachtszeit, in dem ein profanes Wunder geschieht. Ein japanisches Liebespaar, das in einem deutschen Bahnhof eine Entrückung nach Kyoto erfährt. Fünfunddreißig Menschen in Berlin, die alle zur selben Zeit im Verkehrsstau stecken und vom Billigbenzin träumen. Die drei Miniaturen schildern kleine Welten in drei Kulturen - England, Japan, Berlin -, zeigen Menschen auf Nebenschauplätzen, die im rhythmischen Ablauf des Alltags gefangen sind und dort Wunder im Taschenformat erleben. Die Personen sind in ihren Privathöllen gefangen und merken nicht, wie sie unter dem Einfluss höherer Kräfte stehen: dem Geist Samuel Becketts, der japanischen Legende vom Hagoromo oder der Choreographie des Verkehrs. In ihrem Beschäftigtsein mit Banalitäten nehmen sie gar nicht wahr, dass sie sich in einer ihnen übergeordneten Gesetzmäßigkeit aus festen Abläufen befinden, Teilchen in einem Kosmos aus Wiederholungen sind.Jerry Cotton - Dealer des TodesDer TurmFast zehn Jahre lang, von 1918 bis 1927 - also bis kurz vor seinem Tod - arbeitete Hugo von Hofmannsthal an diesem Trauerspiel, das von Calderons "Das Leben ein Traum" angeregt wurde. "Der Turm" wird im Gesamtschaffen des Dichters als sein geistig-künstlerisches Testament bezeichnet.Polen im 17. Jahrhundert: Seit ein Orakel ihm verkündet hat, dass sich sein eigener Sohn Sigismund gegen ihn erheben und ihn töten werde, lebt König Basilius in Angst. Er lässt seinen Sohn in einen Turm sperren. Dort wächst er unter der Aufsicht des Gouverneurs Julian in völliger Abgeschiedenheit als idealistisch-reiner Tor heran. Als er König wird, muss er scheitern. Sterbend übergibt er die Macht an einen Kinderkönig, der künftig ohne Gewalt regieren soll.Wie man Wünsche beim Schwanz packtDieser "Seitensprung" Picassos in die Literatur wurde 1944 erstmals in der Zeitschrift "Message" veröffentlicht und in der Wohnung von Michel Leiris in Paris uraufgeführt. Der Regisseur war Albert Camus, zum Ensemble gehörten Simone de Beauvoir, Jean-Paul Sartre und Raymond Queneau. Das vom Geist der Psychoanalyse inspirierte Stück ist eine (aber)witzige Collage absurder Szenen und surrealer Begegnungen eines Dichters, in der Traumbilder und Elemente der realen Welt zu einer befremdlichen Synthese verschmelzen, eine "ohrenbetäubende Harmonie des überrumpelten Schweigens"."Picasso selbst sagte, dass er nicht experimentiert. Er sagte: "Ich suche nicht, ich finde.´ (...) Es gibt kein Bild, das sich ganz mit Worten ´erklären´ lässt. Aber Worte sind doch oft ganz nützliche Wegweiser, sie können uns manchmal vor dem Verwirren schützen, sie verhüten Missverständnisse und geben uns wenigstens ungefähr eine Vorstellung von der Situation, in der sich der Künstler befand." (E.H. Gombrich)Stadt der kleinen Lichter"Meine Augen sahen wie zwei Brandlöcher im Teppich aus, die Gesichtsfarbe gewohnt schmutzig, und ein Filmstar mit meinem Bartschatten wäre schreiend zu seinem Agenten gerannt, um sich über die Ungerechtigkeit des Alterns zu beschweren. Ich war so hübsch wie immer. O ja." Tommy Akhtar, Londoner Privatdetektiv pakistanisch-ugandischer Abstammung, hat gerade mit einem Riesenkater den Morgenpelz auf seiner Zunge gescheitelt, als schon ein neuer Auftrag vor der Tür steht. Die Prostituierte Melody bittet ihn, ihre verschwundene Kollegin namens sexyrussin.co.uk ausfindig zu machen. Zuletzt wurde sie mit einem Freier in einer Bar gesehen. Am nächsten Morgen erscheint das Foto des Freiers in der Presse: Es ist ein amtierender Minister. Und er ist tot. Und Sexyrussin ist verschwunden. Die Spuren führen Tommy Akhtar in den Untergrund der Multikulti-Metropole London: zu nigerianischen Dealern, russischen Mafiosi, islamistischen Fundamentalisten und dem amerikanischen Geheimdienst. So muß der muslimische Schnüffler bald eingestehen, dass er einen Fall vor sich hat, der eigentlich eine Nummer zu groß für ihn ist.Armadillio"Nimm dich in Acht vor den Frauen." Das war die eindringliche Warnung von Ed an Joe. Jetzt ist Ed tot, und ausgerechnet Joe soll ihn umgebracht haben. Im Gefängnis hat Joe nun genügend Zeit, über diesen Satz nachzudenken. Er weiß, alle Indizien sprechen gegen ihn. Niemand wird ihm die Geschichte abnehmen, die er seiner Verteidigerin auf dem Diktiergerät anvertraut. Seine eigenen Mordphantasien drohen ihn einzuholen. Wie kann er jetzt noch beweisen, dass es seine Frau war, die eine raffinierte Intrige eingefädelt hat?Letzte Begegnung1941. Helga ist gerade vier Jahre alt, als ihre Mutter die Familie verlässt. Um Aufseherin in einem KZ zu werden. Doch das erfährt die Tochter erst 30 Jahre später, als sie die Mutter zum ersten Mal wiedersieht. Eine Frau, die nichts bereut. Eine Mutter, die Helga nicht gehabt hat. Und nicht haben möchte. Sie bricht jeden weiteren Kontakt zu ihr ab. Bis sie 1998 ein Brief erreicht. Ihre Mutter ist jetzt in einem Altenheim in Wien, und die Tochter entschließt sich, sie ein letztes Mal zu besuchen. Aus dem erwünschten Abschied wird eine Abrechnung, ein zähes Ringen um die Wahrheit und die Macht über die Erinnerung. "Letzte Begegnung" dokumentiert dieses Treffen. Das Hörspiel geht zurück auf Helga Schneiders autobiografischen Roman "Lass mich gehen".Die geliehene Zeit1968 entdeckt Claire mit ihrer 20-jährigen Tochter Brianna auf einem Friedhof in den schottischen Highlands Jamies Grab. Was war geschehen, bevor sie 1948 wieder im Steinkreis zu sich kam? Sie und Jamie hatten versucht, den Aufstand des schottischen Prinzen Karl Eduard Stuart gegen die Engländer zu hintertreiben, weil Claire aus der Zukunft wusste, dass die Schlacht im April 1746 bei Culloden mit einer furchtbaren Niederlage enden würde.