Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Mir geht es gutHerrmann ist elf Jahre alt und muss in ein Internat, weil seine Mutter schwer erkrankt ist. Im Internat fühlt sich Herrmann nicht wohl. Er ist mit zwei Jungen auf einem Zimmer, die ihn total unterdrücken. Er muss das Zimmer verlassen, wenn er die beiden stört. Sie kommandieren ihn den ganzen Tag herum. Herrmann hat Angst vor ihnen und lässt sich deshalb alles gefallen. In den Briefen an seine Mutter schwärmt er vom Internat und den Freunden. "Mir geht es gut!", schreibt er seiner Mutter. Sie soll sich keine Sorgen machen und schnell gesund werden. Doch die beiden verwickeln Herrmann in einen Waffendiebstahl, der eine Mitschülerin beinahe das Leben kostet. Da endlich ist Schluss, Herrmann wehrt sich und seine Mitschülerin hilft ihm dabei.Pension IsabelDer Schriftsteller Leonard Schneider ist der vierte Gast, der in der Pension Isabel auf rätselhafte Weise ums Leben kommt. In allen vier Fällen lautet die Diagnose des Arztes Herzversagen. Leonards Bruder Robert will mehr wissen. Er reist in das romantische Woodley und stößt dabei auf mysteriöse Vorgänge, die möglicherweise Hintergrund eines außergewöhnlichen Mordplans sind.Die MondgöttinWer "Chang´e" singen darf, die Titelrolle der berühmten Oper "Chang´es Flug zum Mond", steht vor der Pforte des Himmels der Peking Oper. Diese Pforte öffnet sich vor derjenigen, die als "Chang´e" gefeiert wird. An diesem Punkt stand die Sängerin Xiao Yanqui vor zwanzig Jahren. Sie war jung und begabt. Alles war möglich - bis zu dem Tag, an dem sie einer älteren Rivalin das Gesicht mit heißem Wasser verbrühte. An diesem Tag hat sich der Himmel verschlossen. Xiao Yanqui musste entwürdigende Selbstkritik üben und ihren Lebensunterhalt fortan als Gesangslehrerin bestreiten. Jetzt, plötzlich, sie ist 40 Jahre alt, erhält sie durch das Mäzenat eines Zigarettenfabrikanten noch einmal die Chance, auf die Bühne zurückzukehren und die Rolle ihres Lebens zu singen - sie steht noch einmal vor der Pforte des Himmels. Aber nicht nur die Zeit, auch sie selbst hat sich verändert."Die Peking Oper ist nur der Schauplatz. Ich wollte den Geist der Zeit einfangen. Die Geschichte spielt im Jahre 1999: Das Millennium steht bevor. In den 80er Jahren hatte uns Deng Xiaoping dazu aufgefordert, darauf hinzuarbeiten, eine Wohlstandsgesellschaft zu werden. Kurz vor dem beginnenden 21. Jahrhundert haben die Menschen in China eine Art Zwischenbilanz dessen gezogen, was sie erreicht haben in diesen 20 Jahren." (Bi Feiyu)KieselascheDas Boot"Das Boot" ist ein Mythos und eine wahre Geschichte. Als Marinekriegsberichter ging Lothar-Günther Buchehim 1941 mit U96 auf Fahrt. Seine Erlebnisse auf See verdichtete er zum wichtigsten Antikriegsroman über den Zweiten Weltkrieg. Mit Melvillescher Besessenheit und Mailerscher Härte entwirft Buchheim das Schattenreich des U-Boot-Krieges. "Das Boot" ist die Saga einer Odyssee auf Befehl: ein Dokument, ein wuchtiges Abenteuer und eine bedeutende literarische Leistung.Ich bin hier bloß der HundWie Hunde die Welt (und die Menschen) sehen? Das erklärt Anton, der Hütehund. Die Menschen verstehen nämlich gar nichts. Nicht mal, dass andere Tiere, wie die Katze, nicht aufs Sofa gehören. Hunde ja! Katzen nein! Warum sie die Katze überhaupt in die Familie aufgenommen haben, weiß Anton auch nicht. Und dann stecken sie ihn auch noch in eine Hundeschule, damit er auf Kommando jeden Unfug macht, den sie von ihm verlangen. Wieso er dann nicht wegläuft? Weil die Menschen ihn regelmäßig füttern - und weil sie zum Glück auch nicht kapieren, an welchem Ende der Leine sie eigentlich gehen.Das falsche UrteilAcht Monate nachdem Leopold Verhaven aus der Haft entlassen wurde, entdecken Kinder in einem Graben eine übel zugerichtete Leiche. Alles deutet darauf hin, dass es sich um Verhaven handelt. Verurteilt wurde er wegen zweifachen Mordes. Obwohl er vor Gericht seine Unschuld beteuert hat, saß er vierundzwanzig Jahre im Gefängnis. Kommissar van Veeteren wird den Verdacht nicht los, dass Verhaven wirklich unschuldig war.Der zerbrochene KrugEin Dichterwettstreit, mit seinen poetischen Freunden scherzhaft eingegangen, war der Anlass für Kleists Lustspiel, in dem ein Dorfrichter namens Adam, ganz übel zugerichtet, Gerichtstag halten muss. Anwesend ist ein Gerichtsrat, zur Inspektion gesandt. Dem Richter schwant nichts Gutes bei der Sache, die es zu verhandeln gilt: Ein Krug wurde des Nachts zerbrochen in der Kammer einer Jungfer. »Ihr guter Name lag in diesem Topfe, und vor aller Welt mit ihm ward er zerstoßen«. - So die Mutter. Den Krugzertrümmerer gilt es nun zu ermitteln. Der durchtriebene Übeltäter aber ist der Richter selber, der nun - gleich Ödipus bei Sophokles - die eigene Sache zu verhandeln hat, im Unterschied zu diesem jedoch genau im Bilde über seine Untat ist: gemeine Erpressung nämlich sollte ihm die Jungfer gefügig machen! Der sündige Adam, mehr und mehr verstrickt ins eigene Gespinst von Lügen, strauchelt schließlich, - und dann fällt er. Für sein Vergehen gänzlich straflos ausgehen wird der Richter nicht, doch letztlich - vorausgesetzt die Kassen stimmen - wird er Gnade finden vor der Obrigkeit. Schließlich war es die Begehrlichkeit des »alten Adam« nach der jungen »Eve«, die ihn so zu Fall gebracht.Beim Weimarer Uraufführungsversuch zwar durchgefallen, ist Kleists Komödie auf deutschen Bühnen nach zweihundert Jahren immer noch lebendig, »und die ganze Darstellung dringt sich mit gewaltsamer Gegenwart auf.« (Goethe)VaterspracheWolf, ein junger Mann, kommt aus dem Ausland in die leere Wohnung seines verstorbenen Vaters, den er nie kennengelernt hat. Ebenso fremd ist ihm Deutschland, ein Land, in dem er nie gelebt hat. In der Wohnung zurückgelassen findet Wolf einen riesigen, verschlossenen Eichenschrank. Davor beginnt er, sich den Vater in einem inneren Monolog zu imaginieren. Kindheitserinnerungen, momentane Eindrücke, Wunschvorstellungen, Projektionen, aber auch Hassgefühle fließen in assoziativer Weise ineinander. Albert Ostermaier, schrieb "Vatersprache" als Theaterstück für die Ruhr-Triennale 2002.Twig - Fluch über SanktaphraxWeit, weit weg, in einer fernen Welt, ragt wie die Galionsfigur eines gewaltigen steinernen Schiffes das so genannte Klippenland ins Leere. Nebel hüllen es ein, endloser Himmel umschließt es und Wälder, Sümpfe und steinige Wüsten bedecken es.Das Land hat viele Bewohner, von Trollen, Kobolden und Höhlenfurien des gefährlichen Dunkelwalds bis zu den Geistern und Phantomen des tückischen Dämmerwalds, von den bleichgesichtigen, gefräßigen Bewohnern der Modersümpfe bis zu den weißen Raben der Steinernen Gärten. In Unterstadt, einem Häusergewimmel zu beiden Seiten des Klippenflusses, sammeln sich Geschöpfe aus allen Gegenden des Klippenlands. Sie hoffen hier ein besseres Leben vorzufinden als das, welches sie zurückgelassen haben. Doch nicht alle Bewohner des Klippenlads haben festen Boden unter den Füßen. Einige - die Bürger der stolzen fliegenden Stadt Sanktaphrax - stecken mit den Köpfen buchstäblich in den Wolken. In Sanktaphrax wohnen und arbeiten Akademiker und Alchemisten samt ihren Gesellen und Gehilfen in prächtigen Palästen und hohen Türmen. Außerdem wohnen dort natürlich alle die, ohne die ein Leben im Dienst der Wissenschaft und Forschung unmöglich ist, also Wächter, Diener, Köche und Putzfrauen.Der Felsen, auf dem Sanktaphrax erbaut wurde, wird von der großen Ankerkette gehalten, die in der Mitte von Unterstadt in den Boden eingelassen ist. Dieser Felsen wächst immer noch. Er ist wie die anderen fliegenden Felsen des Klippenlands in den Steinernen Gärten entstanden - er drückte von unten durch den Boden, wuchs, wurde von darunter nachwachsenden Felsen noch weiter hinausgedrückt und vergrößerte sich noch mehr. Als er so groß und leicht war, dass er vom Boden abhob, wurde er an der Kette befestigt.Generationen von Akademikern haben darauf im Lauf der Jahre immer noch prächtigere Gebäude errichtet. Immer größer, immer höher haben sie gebaut. Die einst so glanzvolle Große Bibliothek und der frühere Palast des Lichts stehen inzwischen im Schatten des Wolkenkollgs, der palastähnlichen Schule des Lichts und der Dunkelheit, der Zwillingstürme der Luftsieber und natürlich des großartigen Loftus-Observatoriums. Die neuesten Hinzugügungen zum Zentralen viadukt - der gewaltigen, marmorenen Fußgängerbrücke, die in luftiger Höhe Observatorium und große Halle verbindet - übertreffen an Pracht alles bisher da Gewesene.An der Spitze von Sanktaphrax steht der Allerhöchste Akademiker. Er wird von den Akademikern von Sanktaphrax gewählt; entscheidend für die Wahl sind sein Verstand und seine Unabhängigkeit. In der Vergangenheit hatte dieses Amt stets einer der mit Erdwissenschaften befassten Bibliothekare inne. Heute dagegen haben auf Sanktaphrax die Himmelswissenschaftler das Sagen. Der gegenwärtige Allerhöchste Akademiker kommt aus ihren Reihen.Er heißt Linius Pallitax und ist Vater und Witwer. In seiner Antrittsrede sprach er davon, dass die Himmelswissenschaftler im Interesse des Allgemeinwohls wieder mit den verbannten Erdwissenschaftlern zusammenarbeiten müssten. Linius Pallitax wird tief im Innern des fliegenden Felsens eine folgenreiche Entdeckung machen: Wenn Erde und Himmel aus den falschen Gründen zusammentreffen, kommt für die Allgemeinheit nichts Gutes heraus.Das Klippenland, der Dunkelwald, der Dämmerwald, die Modersümpfe, die Steinernen Gärten, Unterstadt und Sanktaphrax, der Klippenfluss - das sind bislang nur Namen auf einer Karte.Doch zu jedem Namen gehören tausend Geschichten, auf uralten Pergamentrollen aufgezeichnet und von Generation zu Generation mündlich überliefert, Geschichten, die heute noch erzählt werden.Was folgt, ist nur eine davon...Nabokovs NachtfalterEs ist historisch gesichert, dass Vladimir Nabokovs Vater, ein politisch engagierter Jurist, 1922 in Berlin versehentlich einem Attentat zum Opfer fiel. Ungeheuerlich erscheint der Witwe des Autors allerdings die Behauptung, ihr Mann sei nicht ganz unschuldig am Tod seines Vaters. Noch ungeheuerlicher ist für Vera Nabokov die Behauptung, die Begegnung des Schriftstellers mit seiner Nymphe Lolita sei ganz und gar nicht literarischer Natur gewesen, sondern sehr real und nicht folgenlos. Höchst unverschämt kommt der Witwe schließlich die Forderung nach einer millionenschweren Entschädigung vor, zumal die angeblich belastenden Dokumente aus einer alten Bahnfahrkarte und einem vergilbten Notizzettel mit den Namen der damaligen Attentäter bestehen. Die Handschrift ist allerdings zweifelsfrei die des Dichters. Fünfzig Jahre nach dem Erscheinen des skandalträchtigen "Lolita"-Romans wackelt das Denkmal des weltberühmten Autors.Erwin, Enten, PräsidentenDer Wahlkampf beginnt!Mit schöner Regelmäßigkeit wird in Versloh Fritzwalter Kleinebregenträger zum Bürgermeister gewählt. Nie gab es einen Gegenkandidaten.Eines Morgens allerdings liegt Kleinebregenträger tot neben der Bundesstraße. War es Mord? Oder ein Unfall? Erwin Dusedieker, den man im Ort für trottelig hält, weil er mit seinen Enten spricht und in Gummistiefeln Spaziergänge unternimmt, macht sich so seine Gedanken. Und verstrickt sich unversehens in einen schmutzigen Wahlkampf...