Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features.
Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus.
Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.
Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt.
Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel
Spaß.
Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.
Das weiße HausDie nostalische Beschwörung einer Kindheit. In vollkommener Entsprechung der malerischen Technik von Monet, Manet, Degas und Renoir hält Bang von der Erinnerung verklärte Bilder, leuchtende Augenblicke aus ferner Vergangenheit fest. Im Mittelpunkt steht seine bildschöne und phantasievolle Mutter Stella, die neben dem liebesunfähigen Vater, einem Landpfarrer und Gutsbesitzer, voll geheimer Melancholie und uneingestandener Verzweiflung dahinlebt. Stella verspielt ihre Tage in nervöser Heiterkeit mit den Kindern. Lange gelingt es ihr, die Depression zu verdrängen oder zu camouflieren. Doch immer mehr gewärtigt sie die Leere und Trostlosigkeit nicht nur ihres Lebens, sondern des Lebens schlechthin.Bangs, in kräftigen Leuchtfarben gemalte Reise in die Kindheit, bewegt sich zwischen wehmutsvoller Verklärung und dem traurigen Wissen um die conditio homana.BlutsteinRot wie Blut schimmert die Gesteinsschicht im Steinbruch von Stenvik. Jeder auf Öland kennt die Legenden von den Bluttaten, die diesen Stein gefärbt haben sollen. Dennoch beschließt Per, mit seinen Kindern im Frühjahr nach Stenvik zu ziehen. Nachdem sein Vater Jerry einem Mordanschlag nur knapp entkommt, stellt Per Nachforschungen an. Und was er herausfindet, erschüttert ihn zutiefst...Die karge Ostseelandschaft bildet wieder die grandiose Kulisse, vor der sich die Schicksale ihrer Bewohner in diesem mysteriösen Kriminalfall abspielen. Von Anfang an schlägt das Unheimliche dieser Geschichte, gespeist aus altem Aberglauben und familiärer Verstrickung, aus bedrohlichen Wetterphänomenen und mörderischen Gedanken, den Hörer in Bann.Harry Potter und der HalbblutprinzSeit Voldemort, der gefährlichste schwarze Magie aller Zeiten, zurückgekehrt ist, herrschen Aufruhr und Gewalt in der magischen Welt. Als Harry Potter und seine Freunde Ron und Hermine zu ihrem sechsten Schuljahr nach Hogwarts kommen, gelten strengste Sicherheitsmaßnahmen in der Zaubererschule. Um Harry zu wappnen, erforscht Dumbledore mit ihm die Geschichte des Dunklen Lords. Nur ein Detail fehlt, das Harry finden muss, dann liegt das Geheimnis um Voldemort offen. Dumbledore führt ihn, doch im alles entscheidenden Moment ist der "Halbblutprinz" zur Stelle und zeigt sein wahres Gesicht.Schlösser, die im Mondschein frierenHorror ist "in" und hat Zukunft, sagt sich der Gastronom O´Poole und ersteht zu einem Schleuderpreis das Schloss des Grafen Floatingham. Zum unveräußerlichen Inventar gehören unter anderem ein altes Gärtnerehepaar, ein Chauffeur und ein Butler. O´Poole und sein Manager Mr. Louis wollen aus dem morschen Kasten im Moor von Strawberry Hill die Schauerherberge "Hotel Otranto" machen, mit "Gruselservice". Totenschädel aus Plastik und blutende Statuen sollen für die angemessene Atmosphäre sorgen. Dabei ist so viel Aufwand gar nicht vonnöten: Das alte Gemäuer, seine lebenden und vor allem seine toten Bewohner halten für die neuen Besitzer eine wirklich gruselige Überraschung bereit.Vor dem Verschwinden. Zu keiner StundeDas Aufbäumen gegen das scheinbar Feststehende bildet von Anfang an den Kern von Ilse Aichingers Dichtung. So sind die Miniaturszenen aus den Jahren 1952-56 Konzentrate ihres Weltbildes: Die Erfahrung des Todes ist der Ausgangspunkt, das Leben für sich und andere neu zu entdecken. Die Szenen des Hörspiels begeben sich "an die Schwelle" von einer Botschaft, zwischen zwei Prüfungen, kurz vor dem Tod - finden statt im "Dazwischen", wo es gilt, sich zu entscheiden: für das Ewige oder für die Veränderung, für ein Leben im Heute oder in der Vergangenheit.Candide und BelphegorDie Titelfiguren zweier Romane des 18. Jahrhunderts werden auf eine gemeinsame Reise geschickt. "Candide" ist der Titelheld von Voltaires berühmtem Roman, erschienen 1759 in Reaktion auf das große Erdbeben von Lissabon. Philosophisch stellt er eine satirische Abrechnung mit der Leibniz´schen Theodizee dar, die von der Welt als der besten aller möglichen Welten spricht."Belphegor" stammt von Johann Karl Wezel, jenem Autor, der ähnlich wie Marquis de Sade erst in unserem Jahrhundert von Arno Schmidt wiederentdeckt wurde. Mit seinem Belphegor hat er den wohl radikalsten und ungewöhnlichsten "deutschen Candide" ersonnen.Die beiden ziehen durch die Reste der Geschichte und ihrer eigenen Erinnerung, sie philosophieren, streiten und versuchen, sich und ihre Welt etwas besser zu verstehen.87. Polizeirevier - Dead Man´s SongIn einer kleinen, schäbigen Wohnung wird ein alter Mann tot aufgefunden. Die Polizisten bezweifeln, dass es sich um einen natürlichen Tod handelt. Das behauptet aber Cynthia Keating, die Tochter des Toten. Laut Autopsiebericht ist Andrew Hale ganz einfach erstickt; die toxikologische Analyse seiner Haare ergibt allerdings, dass er randvoll war mit Rohypnol, einem starken Beruhigungsmittel. Als Detective Steve Carella den kleinen Ganoven und Polizeispitzel Danny Gimb in einer Pizzeria befragt, wer seine Opfer mit Rohypnol betäubt, wird Danny erschossen. Offenbar ist ein professioneller Killer auf Andrew Hale angesetzt worden. Aber es gibt kein Motiv. Was kann dieser arme Alte besessen haben, dass es sich lohnte, ihn zu ermorden? Doch offenbar hatte der alte Mann mehr, als seine Umwelt von ihm gedacht hätte. Was hat es mit dem "Dead Man´s Song" auf sich, der sich irgendwo in Hales Erbe versteckt? Ein Radiointerview mit einem Musicalproduzenten bringt die Cops auf die richtige Spur.Das Tor zur SonneIm heruntergekommenen Galiläa-Krankenhaus im Flüchtlingslager Schatila bei Beirut sitzt der ehemalige Fedajinkämpfer und Mediziner Khalil am Krankenbett seines väterlichen Freundes Yunus, dem Kämpfer und Helden, der sich seit seiner Jugend der palästinensischen Sache verschrieben hatte und im Lauf der Jahrzehnte zu einer zentralen Figur der Freiheitsbewegung und einer lebenden Legende geworden ist. Nun liegt er nach einem Schlaganfall im Koma. Der leitende Arzt des Krankenhauses Dr. Amdjad hat ihn aufgegeben, aber Khalil, der sein medizinisches Wissen in einem Intensivkurs in China erworben und seither den inoffiziellen Status eines Arztes hat, will sich nicht abfinden: In Anlehnung an die chinesische Medizin versucht er, den Freund ins Leben zurückzuholen, indem er unermüdlich mit ihm spricht. Als Dr. Amdjad den Komapatienten nach drei Monaten in ein Pflegeheim verlegen will, lässt Khalil sich darauf ein, sich in dem Krankenhaus, das er einst geleitet hat, als leitender Pfleger anstellen zu lassen. So sitzt Khalil mehr als sechs Monate am Bett seines Freundes und erzählt gegen dessen Sterben an. Er erzählt ihm auch vom "Tor zur Sonne", jener Höhle im besetzten Gebiet Palästinas, in der sich Yunus und seine Frau Nahila über die langen Jahre des israelisch-palästinensischen Krieges hinweg heimlich trafen, um so ihre Liebe und die Hoffnung auf ein freies Palästina lebendig zu halten.Khalils einsamer Dialog mit dem Komapatienten fächert sich zu einem Kaleidoskop von Episoden und Geschichten auf, Geschichten aus den palästinensischen Flüchtlingslagern, Geschichten der Verfolgung, des Widerstands und des Krieges. Und so erzählt Khalil gegen das Vergessen auch die Geschichte des palästinensischen Volkes und ihrer "Al-Nakba", der historischen "Katastrophe", durch die 800 000 Palästinenser im Zuge des ersten Palästinenserkrieges und der israelischen Staatsgründung 1948 ihre Heimat verloren.Der Autor verstärkt jedoch keineswegs ein Täter-Opfer-Schema aus rein palästinensischer Sicht, er legt vielmehr die Risse in den verhärteten Fronten frei und zeigt, "dass der palästinensische wie der israelische Schmerz ein Spiegel für die jeweils andere Seite sein muss."Gräser fliegen nur noch seltenDer Hörspielmacher Hermann Bohlen verbindet Mittel der zeitgenössischen Radiokunst häufig mit Elementen traditioneller Funkdramatik. Dabei verwendet er echte oder fiktionalisierte Original-Töne: in diesem Fall die Mitschnitte von Musikproben des Rundfunkkomponisten Karl Sczuka (1900-1954). Die dramatischen Stimmungsmusiken von Hörspielen der Nachkriegszeit treten in Dialog mit einem notorisch Verstimmten von heute, der sich auf der Pirsch durch die eigene Stadt befindet.FeuerengelPhilip Dempster ist Autor und Journalist. Seit einiger Zeit plagen ihn Alpträume Sie lassen ihn nicht mehr zur Ruhe kommen. Dempster trinkt, kommt mit seinem Buch nicht mehr weiter. Also nimmt er für eine Zeitung einen Auftrag über sein Spezialgebiet an - das Sektenunwesen in der Stadt. Bei seinen Recherchen gerät Dempster in ein Netz von Intrigen. Kurz nach seinem Besuch gehen Kirchen in Flammen auf, sterben Sektenführer im Feuer. Ist Dempster selbst der Brandstifter? Die Polizei verdächtigt ihn. Doch das ist nicht das Schlimmste. Viel schlimmer ist: Er kann sich diese Frage auch nicht beantworten, fühlt sich verfolgt von einem mysteriösen kleinen Mann mit Harlekingesicht. Und seine Träume werden immer quälender ...OnagerDie Wiederentdeckung der lange als ausgestorben geglaubten Spezies der Onager war 1954 ungefähr so sensationell wie die Möglichkeit öffentlicher und privater Tonbandaufzeichnungen. Äußerst komische und skurrile akustische Zeugen dieser Zeit hat Hermann Bohlen in den Archiven der Rundfunkhäuser und bei Mitgliedern des in den 50er Jahren gegründeten "Clubs der Tonbandfreunde" aufgespürt.Seine Radioarchäologie wird zum Spiel mit den Tönen: Er montiert Äußerungen des legendären Tierforschers Bernhard Grzimek mit den apokalyptischen Visionen von Gymnasiallehrer Behn. Und die ersten mehr oder weniger geglückten Erfolge heimischer Tonbandaufzeichnungen zeugen bereits davon, dass in jedem Menschen ein Hör-Spieler steckt.Der Monolog der Molly BloomBloomsday feiert 100. Jubiläum. Der 16. Juni 1904 ist der Tag des Romans "Ulysses" von James Joyce. Ein Tag, der Kultstatus genießt: bei Joyce-Fans weltweit, vor allem aber in Dublin, der Stadt, die Joyce in seinem Roman so exakt abgebildet hat. Kein anderes Werk der Weltliteratur ist so genau datierbar, wie der "Ulysses", und so wird dieser 16. Juni alljährlich ausgiebig gefeiert. Im Mittelpunkt des Romans steht Leopold Bloom, ein Annoncenmakler aus Dublin. Gleichsam wie eine moderne Odyssee schildern die 18 Kapitel des Romans den Ablauf eines Tages im Leben dieses zeitgenössischen Jedermann. Ständig präsent dabei ist Molly Bloom, einstige Verführerin und Geliebte, nun seine Frau und Mutter seiner Kinder - und diejenige, die ihn betrügt, an besagtem 16. Juni gegen vier Uhr. Molly Bloom hat zwei große Auftritte in "Ulysses": einmal in der Frühstücksszene zu Beginn, dann in ihrem langen Monolog im Schlusskapitel des Romans. Ohne Punkt und Komma lässt James Joyce die Molly in diesem assoziativen Monolog durch die Höhen und Tiefen ihrer Empfindungen rauschen, durch Gefühle von Gewalt und Zärtlichkeit, Melancholie und Leidenschaft - und durch Bilder der Vergangenheit und des Hier und Jetzt.