Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

39´30´´. Ein Stück, das man Leben nenntAuch in der marginalen Welt des Hörspiels wurde längst alles gesagt. Und Wiederholung ärgert den Intendanten Meier, der seine Schauspieler samt Drehbuch-Skriptling in die Katakomben sperrt, damit sich ihre Künstlerhirne endlich von "Neuem" befruchten lassen. Freilich wissen auch die nichts Neues, denn sie sind selbst bereits gebrauchtes Material: Hörspiele - zerstampft und in der Wiederholung ihrer selbst recycelt zu bröckligem Baumaterial, aber der Stoff für das Hörspiel, das all die leidigen Seins- und Sinnfragen ohne Zögern zu beantworten weiß: "Willkommen beim Hörspiel. So klingt das Leben". Oder eben das, was man daraus macht: Glorifikation des Hörspiels.Die NachtstreifeWachtmeister Schäfer hat Nachtdienst. Kurz bevor er seine Schicht antritt, erreicht ihn auf dem Revier ein anonymer Anruf, demzufolge seine Frau just Herrenbesuch empfangen habe. Schäfer wälzt die ganze Nacht hindurch Gedanken über seine Ehe und sein Leben. Geht seine Frau fremd? Soll er seinen Nachtposten verlassen und sie kontrollieren? Hat er ihr Anlass gegeben, ihn zu betrügen? Unterbrochen werden seine Gedanken nur von den Sorgen nächtlicher Gestalten: der nervösen Frau, die ihren Gatten beschattet, dem armen Radfahrer, der seiner Frau Hustensaft aus der Notapotheke besorgen soll, und den beiden Bengels aus der Laubensiedlung, die in den Ruinen klauen gehen...Das Stück wurde 1953 mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet.Das Dividuum oder Von der Teilbarkeit des Menschen"Ich bin ich, weil mein kleiner Hund mich erkennt", erkannte Gertrude Stein. Wer keinen kleinen Hund hat, schaut in den Spiegel und findet sich da - als anderen. Er sieht die Gestalt für andere, die er normalerweise nicht sieht. Um mich zu verstehen, muss ich mir ein Bild von mir machen. Doch dieses Bild ist notwendigerweise nicht ich. Insofern kommt keine Identität ohne ihr Double aus. Andererseits kann das Double meiner Kontrolle entgleiten. Dann verfolgt es mich als Gespenst. Die Erfindung des Individuums ist bis heute eher eine problematische Behauptung geblieben, denn wir wissen nicht, was das ist. Davon zeugt die Masse der Doppelgänger-Geschichten und Double-Phänomene, die sämtlich von den Spielen und Krisen der Ich-Identität handeln.Das Couvert der Vögel"Friederike Mayröckers Hörspiel ist ganz aus dem Reichtum der Sprache entwickelt. Es entzündet seine poetische Imagination an den Bildern und Arbeiten von Henri Matisse. Die Vielfalt und Schönheit der poetischen Sprache und die Intensität der sie artikulierenden Stimmen machen das Medium Radio zu einem Ort der Verknüpfung von Hörbarem und Sichtbarem, von Bilderreiz und Klangfarbenfülle." (Klaus Ramm)Artemis FowlArtemis Fowl ist erst zwölf, aber ein genialer Meisterdieb. Der durchtrainierte Computerfreak, der stets Anzug und Krawatte trägt, hat sich in den Kopf gesetzt, das Vermögen seiner kriminell veranlagten Familie aufzubessern und die Ehre der Fowls zu retten. Mit einem Trick gelangt er in den Besitz des Buchs der Elfen und entdeckt ein Geheimnis, von dem kein Mensch etwas ahnte: Tief unter der Erde haben sie überlebt, die Elfen und Gnome, Kobolde und Feen aus dem Märchen...Rasender SchmerzDer fast vergessene Jagdmaler Jakob Anton Bader soll zu seinem 300. Geburtstag mit einer repräsentativen kunsthistorischen Arbeit geehrt werden, schließlich sehen Kenner in Baders Werken einen wichtigen Beitrag in der Übergangsphase vom 17. zum 18. Jahrhundert. Doch den Autor, der diese Studie schreiben soll, plagen chronische Gesichtsschmerzen. Er leidet an einer Trigeminus-Neuralgie, seit eine HNO-Koryphäe wegen eines viel harmloseren Leidens eine kleine Operation vorgeschlagen und ausgeführt hatte, bei der der Chirurg den Nervus trigeminus verletzte. Der Kunsthistoriker ist Opfer eines Kunstfehlers geworden - "Liebt das Geschick dumme Pointen?" Nun vermischt sich die Beschreibung der Bildmotive mit der Darstellung eigener Schmerzempfindungen, in seinen Phantasien brennt der Gepeinigte die Arztpraxis nieder, sucht Heilung in fernen Ländern, in althochdeutschen Beschwörungsformeln und schließlich bei Bader selbst, der nicht nur Maler und Kupferstecher, sondern zuvor auch Wundarzt, Kurpfuscher und Hofzwerg war.Peter und die SchattendiebeEigentlich könnte alles bestens sein. Peter und seine Freunde genießen das Leben auf der Insel Mollusk. Doch wer ist dieser unheimliche Lord Ombra, der scheinbar aus dem Nichts aufgetaucht ist? Über welche geheimen Fähigkeiten verfügt er? Peter weiß nur, dass die Absichten des Lords alles andere als gut sind. Und dass Molly, Peters Freundin, in großer Gefahr schwebt!Aber da steckt Peter auch schon mitten in einem neuen packenden Abenteuer. Das führt ihn dieses mal bis in die düstersten Straßen Londons, wo eine finstere Schattengestalt ihr Unwesen treibt...Die PäpstinWurde die bis ins 17. Jahrhundert populäre Frauengestalt tatsächlich aus den Annalen des Vatikans getilgt? Die Geschichte der Johanna von Ingelheim, die im Jahre 853 als Mönch verkleidet den Papstthron besteigt, hat Millionen Leserinnen und Leser in Bann gezogen: Donna W. Cross´ Roman ´Die Päpstin´ ist einer der größten Bucherfolge der letzten Jahre. Bearbeiter Friedrich Bestenreiner hat aus der Romanvorlage einen zweieinhalbstündiges Hörspiel gemacht. Es erzählt vom Schicksal einer klugen, mutigen und wissbegierigen Frau, die gegen ihr Zeitalter aufgebehrte. Mit einem Aufgebot an 65 Sprechern, einem Chor und zahlreichen Instrumentalisten nimmt Regisseur Walter Niklaus seine Hörer mit auf eine faszinierende Reise ins frühe Mittelalter. Wie die kleine Johanna vom fränkischen Ingelheim ins Kloster Fulda und später nach Rom gelangt, wirft ein Schlaglicht auf die Menschen und ihren Alltag, auf die Machenschaften der katholischen Kirche und nicht zuletzt darauf, was es bedeutete, eine Frau zu sein.Many MoonsEin Sommerabend an der Elbe: Man trifft sich zum launigen Beisammensein und plaudert, beschnuppert und beflirtet sich, hängt seinen Gedanken nach, streitet und verabschiedet sich. Gesprächsfetzen wehen einen von überall her an, klingen auf und ab im Rhythmus der Nacht, verändern ihre Stimmung wie der sich wandelnde Mond. Ein polyphones Stimmenspiel und eine ironische und gleichsam poetische Momentaufnahme urbanen Lebens.MondscheintarifSie findet sich nicht schwierig, sondern interessant. Ihre beste Freundin hat die größeren Brüste - und ist trotzdem ihre beste Freundin. Cora Hübsch ist 33. Alt genug, um zu wissen, dass man einen Mann NIEMALS nach dem ersten Sex anrufen darf. Also tut sie das, was eine Frau tun muss: Sie wartet. Auf seinen Anfruf. Stundenlang. Bis sich ihr Leben verändert. Zum Mondscheintarif.Sag doch auch mal was! oder Das Luxurieren der BastardeDer Bohrmaschine dicht auf den Fersen, strebt die Verbreitung des Tonbands in den 60er Jahren ihrem Höhepunkt zu. Mama und Papa zeichnen damit jeden Pieps der lieben Kleinen auf; Tante Ilse aus Milwaukee wird befragt, Onkel Erwin aus Tosterglope muß endlich mal was sagen - verzweifelte Versuche, Momente des Privaten festzuhalten und zum tönenden Familienalbum zu schneiden. Hermann Bohlen hat Flohmärkte seiner Umgebung nach alten Tonbändern abgesucht und sie zu einer quasi musikalischen Collage verarbeitet.ChourmoFabio Montale war Polizist in Marseille. Jetzt lebt er in einem kleinen Häuschen am Meer. An diesem Morgen erhält er Besuch von seiner Cousine. Ihr Sohn Guitou ist seit drei Tagen verschwunden. Er ist erst sechzehn und hat sich trotz Verbot mit seiner arabischen Freundin Naima getroffen. Fabio geht den Spuren Guitous nach. Dafür muss er jedoch wieder in seinen alten Bezirk, in die "Bronx" von Marseille. Was er nicht ahnt: Guitou ist bereits tot."Chourmo" ist nach "Total Khéops" (DLR Berlin 1997) das zweite Hörspiel der Marseille-Trilogie.