Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Schweinskopf Al DenteWas für eine Sauerei! Als Richter Moratschek zu Bett gehen will, findet er dort statt seiner Schlafmütze einen blutigen Schweinskopf. Schnell steht fest: Der "Don Corleone" von Niederkaltenkirchen kann nur Dr. Küstner sein, der von Moratschek wegen Mordes zu 15 Jahren Haft verurteilt wurde und sich nun rächen will. Kommissar Franz Eberhofer würde lieber Omas Schweinebraten genießen, muss sich aber auf die Spur des gefährlichen "Paten" begeben, die ihn bis nach Italien führt. Der dritte Fall für den Eberhofer Franzl.RauschDas erste Transatlantikkabel soll gelegt werden, doch es reißt wieder und wieder. Das größte Schiff aller Zeiten soll zu Wasser gebracht werden, doch es weigert sich, vom Stapel zu laufen. Wir schreiben das Jahr 1857, der amerikanische Ingenieur Chester Ludlow hat sich der Idee verschrieben, Amerika und Europa mit einem Telegrafenkabel zu verbinden. Dies entfremdet ihn seiner Frau Franny, die auf den tragischen Tod ihrer Tochter zurückblickt. Während sie in spiritistischen Sitzungen Kon-takt zur Toten aufzunehmen versucht, wird Ludlow zum Pionier der Drahtkommunikation. Zwischen beiden Polen irrt ruhelos der Halbbruder und Schwager Otis, der technische Begeisterung und spirituelle Sehnsucht in eins fließen lässt. »Rausch« handelt von Technik und Sehnsucht, von Schiffen im Sturm, Männern in der Schlacht, von Pianistinnen, Schauspielerinnen und Huren, von Lebemännern und Schamanen, vom amerikanischen Bürgerkrieg und vom Aufbruch in das Informationszeitalter.Um Geld für das Pionier-Projekt zu sammeln, die Verlegung des Transatlantikkabels, das »den großen Globus kleiner machen wird«, begibt sich der amerikanische Ingenieur Chester Ludlow mit einer illustren Theatertruppe auf Reisen. Dabei verliebt er sich in Katerina, die Ehefrau des genialen Theater-technikers Lindt, während seine Frau Franny, zurückgelassen im heimischen Maine, sich mit seinem Bruder Otis, dem »Genie ohne Kompass« auf spiritistische Experimente einlässt. Sie will Kontakt zu ihrer verstorbenen Tochter aufnehmen. Und dann ist da noch Jack Trace, ein Zeichner und Journalist. Auch für ihn werden die »Great Eastern« und das Trans-atlantikkabel zu entscheidenden Wendepunkten in seinem Leben. »Signal & Noise« heißt Griesemers Roman im Original. Was ist Botschaft und was ist bloßes Rauschen? Dieser Frage haben sich fast alle seine Figuren zu stellen.Nach zahlreichen Fehlschlägen gelingt es Cyrus Field, Präsident der Atlantic Telegraph Company und von der Presse zum Lord Cable erhoben, das Telegrafenkabel über mehr als 3000 Kilometer Meeresgrund abzurollen und zwei Kontinente miteinander zu verbinden - mit Hilfe der »Great Eastern«, die vom unren-tablen Luxusdampfer zum Kabelschiff umge-rüstet wurde. Noch 1857 war ein gewöhnlicher Brief zwischen Europa und Amerika mehrere Wochen unterwegs, Zeitungsnachrichten aus Übersee waren im besten Fall zehn Tage alt. Das Kabel reduzierte die Nachrichtübermitt-lung dann auf Minuten - ein großer Schritt für die Menschheit, größer als der von Edwin Armstrong 100 Jahre später auf dem Mond. Denn mit der überseeischen Telegrafie brach das Zeitalter globaler Kommunikation an.Die fliegenden Sterne"Die fliegenden Sterne" sind drei wertvolle Diamanten - und das Weihnachtsgeschenk für Ruby Adams von ihrem Patenonkel Sir Leopold. Wo Diamanten sind, sind auch die Verbrecher nicht weit. Aber zum Glück ist an diesem Weihnachtsfest zufällig Pater Brown bei der Familie Adams zu Besuch, um dafür zu sorgen, dass die Steine nicht so bösen Gesellen wie dem Meisterdieb Flambeau in die Hände fallen.Der einäugige Karpfen´Nichtsahnend von hinten überwältigt zu werden - das darf mir nicht passieren. Besser, ich bin rechtzeitig auf ihn eingestellt, dann kämpfe ich mit einem Verfolger, den ich vor mir habe. Ein Mensch auf der Flucht. Ein Japaner in Mexiko, der sich illegal mit medizinischen Gelegenheitsjobs durchs Leben schlägt, erzählt einem Patienten seine Geschichte. Da dieser, ein Landsmann, eine Zahnoperation erdulden muss, wird es ein Monolog. Von Geburt an ausgegrenzt, spürt er schon als Kind die instabile Besonderheit seiner Existenz. Erst recht nach der Naturkatastrophe, die seine gesamte Familie auslöscht, weist ihm die Dorfgemeinschaft Rollen zu, die seinen Bedürfnissen nach Geborgenheit und Entfaltung widersprechen. Ob als allgemeiner Liebling gehätschelt oder als Sündenbock gemieden, stets bekräftigen diese Zuschreibungen sein Außenseitertum. Um endlich Hass und Forderungen zu entgehen, wählt er das Leben des Verfolgten - mit der Vision, einmal selbst ein Dorf für Ausgegrenzte zu gründen.Tiefe WundenEin 92-jähriger Holocaust-Überlebender wird brutal ermordet. Bei der Obduktion wird eine Tätowierung entdeckt, die den Toten als SS-Mitglied entlarvt: Welches düstere Geheimnis nahm er mit in den Tod? Ein harter Fall für Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff.Der Marquis von MarnePater Brown, ein scheinbar unbeholfener Provinzpfarrer, erweist sich immer wieder als genialer Detektiv. Eine seiner "religiösen Übungen" ist, in den Mörder "hineinzuschlüpfen, bis ich selbst der Mörder bin". Auch im "Marquis von Marne" wird seine Kombinationsgabe gefordert. Einige Spitzen der englischen Gesellschaft sind entsetzt darüber, dass der jetzige Marquis von Marne sich unter dem Einfluss der Kirche wie ein Einsiedler in sein Haus zurückgezogen hat. Dabei, so heißt es, soll die Kirche einen Anflug von Lebenslust ausgenutzt haben, die James seinerzeit nach dem mysteriösen Tod seines Vaters Maurice Mair befallen hat. Diesen Vorwurf will Pater Brown nicht auf sich und der Kirche sitzen lassen.Kalte AscheAsche war alles, was von ihr übrig geblieben war. Und ihre Hände und Füße. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau auf der schottischen Insel Runa zum ersten Mal untersuchte, läuft ihm ein Schauer über den Rücken. Ihr Tod war kein Unfall, da ist er sich sicher. Er will seine Erkenntnisse dem Superintendenten in Lewis mitteilen, doch ein Sturm schneidet die Insel von der Außenwelt ab. Am nächsten Morgen ist der Constable tot, der den Tatort bewachen sollte. Damit ist klar: Der Mörder ist noch auf der Insel. Und David muss ihn finden, bevor er wieder tötet...Das sexuelle Leben der Catherine M.Bereits als Kind beschäftigte Catherine Millet sich intensiv mit der Frage, wie viele Ehemänner eine Frau haben könne - und ob es nicht besser sei, mit mehreren Partnern gleichzeitig zu leben. Als junge Frau hat sie diese Überlegung in die Tat umgesetzt und, zumindest in sexueller Hinsicht, mit äußerster Konsequenz gelebt. Schon kurz nach ihrem ersten sexuellen Erlebnis im Alter von 18 Jahren erprobt sie eher zufällig mit Freunden in Lyon Gruppensex, ein Ereignis, dem sie mit einer eigentümlichen Mischung von intellektueller Neugier und unbefangener Experimentierfreude begegnet.Catherine Millet wächst hinein in die 70er Jahre, und im Klima der sexuellen Befreiung bietet sich ihr die Möglichkeit, erotische Erfahrungen aller Art zu sammeln. Schon bald gehört sie einem Zirkel an, der regelmäßig die einschlägigen Pariser Sexclubs frequentiert. Doch Millets Lust an der Lust ist an keine bestimmten Lokalitäten gebunden: Ob im Bois de Boulogne oder auf dem Parkplätzen, in Peep-Shows oder Museen, auf der Ladefläche eines LKW´s oder in den chicken Appartements der arrivierten Pariser Kunstszene - jeder Ort mit seinen ganz eigenen Gegebenheiten ist Catherine Millet recht, um ihren unstillbaren Drang nach Neuem zu befriedigen und ihr Spektrum von Erfahrungen zu erweitern.In einer losen Folge von Bildern, Szenen und Sequenzen legt die Autorin mit einer noch nie da gewesenen Offenheit die intimsten Details ihres sexuellen Lebens dar. Die verblüffende Radikalität besteht dabei jedoch weniger in dem Tabubruch als in der gelassenen Selbstverständlichkeit, der unaufgeregten Lakonie, mit der Millet ihre Erlebnisse schildert. Ob sie den eigenen Körper oder die ihrer Liebhaber beobachtet, über bevorzugte Praktiken reflektiert oder ihre sexuellen Phantasien bloßlegt, stets ist es, als richte sie den Blick von außen durch eine Kamera auch sich selbst. Der SPIEGEL charakterisierte das Phänomen sehr zutreffend: "Die Radikalität dieses Berichts, der kein eigentliches Bekenntnis und schon gar keine Beichte ist, keine Provokation und keine Verherrlichung des Sexus, besteht in seiner totalen unerhörten Gelassenheit. Weil Catherine M. überhaupt keine Scham kennt, kann sie auch nicht schamlos sein."Totentanz für Dr. SiriDr. Siri, der ebenso dickköpfige wie brillante Leichenbeschauer von Laos, muss in die Provinz: Ein bizarrer Fund sorgt für Unruhe in Houaphan, einer abgelegenen Bergregion. Nach einem Erdrutsch ragt ein mumifizierter Arm aus dem frisch verlegten Betonpfad. Da der fragliche Weg zum neuen Domizil des Präsidenten führt, ist er geradezu ein Nationaldenkmal. Folglich soll Dr. Siri schnell und diskret herausfinden, warum hier offenbar ein Mann lebendig begraben wurde...OhryeureMit Beginn der 70er Jahren hat sich das Radio-Machen sehr verändert. Und damit auch das Hören. Der Radiohörer leidet seitdem an "Magazinitis", häppchenweise werden ihm Wirklichkeitssegmente angeboten. Die immer schneller werdenden Beats des Pop forderten ein immer höheres Tempo für das Radio-Machen.Die meisten Weiterbildungseinrichtungen machen Angebote, die dieser Handhabung entsprechen. Da wird Moderation geübt, bis die Teilnehmer solcher Seminare im günstigsten Fall einen semiprofessionellen Standard erreicht haben.In der literaturpädagogischen Praxis bin ich zu der Ansicht gelangt, das hinter diesem journalistischen Maskenspiel selten der Mensch hervorscheint, bestenfalls Sprechmaschinen, die auf Betroffenheiten hinweisen. Mit dieser "Medienkompetenz" wird der Ausgebildete zu einem Teil der Magazinitis.Deshalb ermuntere ich dazu, Geschichten zu erzählen. Zu erzählen mit dem natürlichen Charme, der den Seminarteilnehmern angeboren ist. Hier soll nicht geschönt, vertuscht, verheimlicht werden, hier soll man Fehler machen dürfen.Wie wird Radio gemacht - wie mache ich Radio? Zuerst geht es darum, den Menschen die Angst vor dem Mikrophon zu nehmen, denn ein Mikrophon ist auch nichts anderes, als Messer und Gabel beim Essen, ein Werkzeug. In der weitern Arbeit soll mit den Defiziten offensiv gearbeitet und dadurch dem Medium die Unschuld zurückgegeben werden! Das Freizeitverhalten der Heranwachsenden ist von den verfügbaren Technologien abhängig und das Angebot auf diesem Gebiet vervielfältigt sich am schnellsten.Das Spielen scheint mir ein Königsweg zum Verständis des Radio-Machens und damit auch zu den neuen Medien zu sein. Computer, Studios und Software sind keine Werkzeuge, sondern Spielzeuge, wobei die alten Medien als Navigationshilfen dienen. Das Spielen mit der Sprache, mit dem Hören und nicht zuletzt mit der zur Verfügung stehenden Technik. Das Spielen mit den Vokalen, Silben und Sätzen. Das Spielen mit dem Hören, dem Hörspiel als Spiel.A.J. Weigoni, Herbst 1998Ein perfekter FreundAls Fabio Rossi zu sich kommt, liegt er im Krankenhaus. Die Hälfte seines Gesichts kann er nicht spüren, schlimmer noch: er kann sich nicht erinnern, wie er hierher gekommen ist. Auch die Frau, die sich über ihn beugt und ihn küsst, erkennt er nicht, obwohl sie behauptet, seine Freundin Marlen zu sein. Sein bester Freund Lucas erklärt ihm, er hätte sich von Norina, der Frau, die er liebt, getrennt und würde jetzt bei Marlen leben. Außerdem erfährt er, dass er bei der Zeitung gekündigt hat, bei der er schon seit einigen Jahren als Reporter arbeitete. Mühsam versucht Fabio, die letzten 50 Tage seines Lebens zu rekonstruieren. Zuletzt recherchierte er für eine Story über Prionen in der Schokolade eines Schweizer Herstellers. Prionen sind Eiweißmoleküle von BSE-verseuchten Rindern. Der Schweizer Konzern setzt alles daran, diese Nachricht nicht an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Zunehmend wächst auch sein Misstrauen gegen den Freund Lucas, der inzwischen mit Norina zusammenlebt ...FleshcrafterEin junger Mann, der wegen Mordes einsass, wird aus der Justizvollzugsanstalt entlassen. Eine ehrgeizige Juristin, die den Mörder betreut, gerät auf ihr unbegreifliche Weise in seine Fänge. Sie lässt ihn teilhaben an verbotenen Gedanken, die sie überfallen, wenn sie sich um Demente kümmern muss. Nicht selten würde sie die Kranken dann gerne in den Tod befördern. Ihr Mann sitzt seit einem Schlaganfall im Rollstuhl und ergeht sich in Zynismen. Er denkt über die Todesstrafe nach - dann hätte er wenigstens Spuren hinterlassen - und die Möglichkeit der Sterbehilfe. Als ehemaliger Richter hat er das Urteil über den jungen Mann seinerzeit gefällt.Eine junge Frau, die im Haushalt des Paares putzt, freundet sich mit dem jungen Mann an und bringt ihn mit in die Wohnung des Richters. Dort treffen alle vier aufeinander. In einem paradoxen Show down wird der Junge zur Projektionsfigur für einen neuen, unausgesprochenen Mord. - Christine Wunnickes Hörspiel erzählt von der Macht der Projektionen, von der Gewalt unterdrückter Wünsche und Aggressionen, vom Nicht-Zivilisierbaren in uns Menschen.