Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Alles Sense!Tod wird vom Dienst suspendiert und kann seine Arbeit nicht mehr tun. Fortan leidet die Scheibenwelt unter zuviel "Lebensenergie". Während sich Tod als Farmhelfer im oktarinen Gransland verdingt und den Namen Bill Tür annimmt, versucht der 130 jährige Zauberer Windle Poons die letzte Ruhe zu finden. Doch es will ihm nicht gelingen. Er schließt sich dem "Klub des neuen Anfangs" an, einer Untoten-Selbsthilfegruppe und kämpft Seite an Seite mit Vampiren, Werwölfen, einem verschüchterten Schwarzen Mann und Frau Kuchen gegen den Irrsinn des Lebens in Ankh-Morphok, während Tod, draußen auf dem Land, einen Konkurrenten in die Schranken weisen muss.Kurbad Kernau - und zurückNach siebzehn Ehejahren hat Martha Böhler ihren korpulenten Mann und seine geliebten Zierfische satt. Klaus, ihr arbeitsloser Geliebter, soll Gerd diskret beiseite schaffen. Eine hohe Lebensversicherung winkt und endlich ein sorgenfreies Leben. Schließlich fügt sich Klaus in seine Mission, versagt aber schon beim Beschaffen der Waffe. Martha schickt Gerd zum Abspecken zur Kur und probt unterdessen den Ernstfall mit Küchenmessern. Bei einem Überraschungsbesuch in Bad Kernau will Martha das Terrain sondieren und findet den alten "Eheschluffen" sichtlich verjüngt vor, verschlankt und mit Kurschatten. Während Gerd sich mit Susanne vergnügt, durchforsten Klaus und Martha in Kernau Wald und Wiesen nach einem unauffälligen Plätzchen für den geplanten Gattenmord. Doch plötzlich kommt alles ganz anders.Die StiftungKatharina Bremer hat einen Tumor. Da sie über 35 und kinderlos ist, zudem nicht in einem "außerordentlich wichtigen Beruf" arbeitet, hat sie keinen Anspruch darauf, dass die Krankenkassen den Eingriff bezahlen. Als arbeitslose Verkäuferin wird ihr auch keine Bank einen Kredit bewilligen, und ohne Operation hat sie keine Chance. Da bietet ihr der behandelnde Arzt die Nummer einer Stiftung an, die "besondere Kurzarbeiten" vergibt und damit die Operation finanziert. Bei dem Auftrag der Stiftung handelt es sich um kaltblütigen Mord. Und Katharina Bremer wundert sich selbst am meisten darüber, dass sie nun mit einer 9mm Beretta in der Handtasche auf dem Weg zu einer ihr unbekannten Adresse ist. Alles ist genauestens geplant und vorbereitet, doch dann ist die ältere Dame, die Katharina aufsuchen soll, nicht allein in ihrer Wohnung.Die Katte-TragödieDie permanenten Konflikte zwischen Kronprinz Friedrich (dem späteren Friedrich dem Großen) und seinem Vater, dem König Friedrich Wilhelm l, führten 1730 zu einem Fluchtversuch des Prinzen - ein Versuch, der mit der Verhaftung des Prinzen und seiner Helfer endete. Auf Befehl des Königs wurde das auf lebenslängliche Haft lautende Urteil des Kriegsgerichts gegen den Freund und Helfer Friedrichs, gegen den Leutnant Hermann von Karte, umgewandelt in ein Todesurteil, das in Gegenwart des Kronprinzen in der Festung Küstrin vollstreckt wurde.Der AndroidIm Jahre 2268: Eine Routinemission durchs Weltall wird zum Psychokrieg unter der Besatzung, als eine mysteriöse Infektionskrankheit ausbricht. Nur der leitende Ingenieur, einziger Android an Bord, ist immun - auch gegen die sexuellen Konkurrenzen der restlichen Besatzung. Doch plötzlich zeigt er ähnliche Symptome wie die Erkrankten. Er entwickelt ein reges Interesse an Geschichte, Soziologie und Kunst - und beginnt zu dichten. Seine irrationale Neugier, gepaart mit seinen rationalen Fähigkeiten, führt zu Verunsicherung, Mobbing und schließlich zu einem Mord.Der Ball ist rundDie Welt ist zwar kein Fußball, aber ein Fußball kann die Welt in Atem halten. Vergnügliche Kostprobe aus der Welt des runden Leders, in dem das nächste Spiel immer das schwerste ist und wieder 90 Minuten dauert. Davon erzählt Ror Wolf in seinen Radio-Collagen aus O-Tönen, über Jahre hinweg gesammelt und aus unzähligen sogenannten Konferenzschaltungen montiert.Abstehende Röhren oder Wie ich einmal die Welt retteteEs gibt inzwischen immer vielfältigere Bühnen für die Literatur. Cafés und Kneipen veranstalten Autorenlesungen. Genau dort floriert in Berlin eine Literaturszene eigener Art. Hier wird Literatur als Pop inszeniert. Von in weihevoller Aura vorgetragener Dichtung unter hundert andächtig Schweigenden hält hier niemand etwas. In den Szene-Clubs in Prenzlauer Berg und Mitte treffen Slam-Poeten wie Ahne ihre Fans. Die "Schau-Lesungen" im Kaffee Burger in Mitte sind nahezu kleine Pop-Konzerte, da steht Thomas Kapielski am Diaprojektor - "Ein in der deutschen Literatur ganz fremdartig witziger Autor, der sich jeder Schubladisierung entzieht" (Rolf Michaelis in theater heute).Rip van WinkleRip van Winkle, ein angesehener niederländischer Bürger der amerikanischen Stadt New Amsterdam, schläft auf dem Felsen von Manhattan ein. Als er erwacht, sind viele Jahre vergangen. Er kehrt in seine Stadt zurück, doch niemand kennt ihn mehr. Dieses alte amerikanische Märchen lag Max Frischs sehr moderner Geschichte zugrunde: Ein Fremder ohne Ausweispapiere wird verhaftet. Alles deutet darauf hin, dass es sich um einen vor Jahren aus der Stadt verschwundenen Bildhauer handelt. Doch der Fremde weigert sich, einen Namen anzunehmen, der ihn wieder in sein altes Leben zurückführen muss. Frischs Hörspiel "Rip van Winkle" ist die dramatische Kurzform seines international erfolgreichen Romans "Stiller" (1954). Darin erscheint bereits eines seiner Zentralthemen: Der Widerstand eines einzelnen - bis zur Leugnung der Identität - gegen eine Gesellschaft, die ihre Mitglieder auf ein klar durchschaubares und verfügbares Material festlegen möchte.Der junge Oskar Werner setzte der Rolle des Fremdlings in dieser legendären "Hamburger Fassung" des Hörspiels Glanzlichter auf.Codex RegiusKopenhagen in den 50er Jahren: Die Begegnung mit seinem Professor stellt Valdemars bisher beschauliches Leben völlig auf den Kopf. Der junge Isländer war nach Dänemark gereist, um hier über die alten Pergamenthandschriften zu forschen. Dort kommt er düsteren Geheimnissen auf die Spur und macht sich zusammen mit dem Professor auf die Suche nach einer Reihe verloren gegangener Manuskripte. Ihre Jagd führt die beiden durch halb Europa und nicht selten geraten sie dabei in große Gefahr - denn für diese wertvollen Kulturschätze sind andere bereit über Leichen zu gehen...SchlafEs ist ein in Routine erstarrtes, ödes Leben, das die junge Ehefrau eines erfolgreichen Zahnarztes führt. Eines Tages wird sie von einer rätselhaften und andauernden Schlaflosigkeit heimgesucht. Dabei verspürt sie keinerlei Müdigkeit. Im Gegenteil - gänzlich unbemerkt von Ehemann und ihrem kleinen Sohn - lebt sie nachts ein zweites heimliches Leben. Sie entdeckt ihre frühere Leidenschaft für die Literatur zurück, trinkt Cognac und unternimmt einsame Autofahrten. Immer mehr gerät sie in einen beinah autistischen Zustand, in dem die Grenze zwischen Leben und Tod gefährlich verwischt scheint. Murakami demonstriert literarisch eindrucksvoll, wie ein neues, an westlichen Werten orientiertes Verlangen nach Individualität die traditionell konformistische Gesellschaft Japans in eine Identitätskrise stürzt.KlosterliebeDer erste bekannte Briefwechsel in deutscher Sprache entstand zwischen einer Nonne und einem Wanderprediger: Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen verband eine starke Zuneigung, die man - auch wenn sie "geistig" blieb - getrost als Liebe bezeichnen kann. Während die abgeschiedene Dominikanerin unter ständigen körperlichen Qualen Gottes Nähe suchte und durchlebte, genoss der Geistliche das gesellige Leben im Kreis der oberdeutschen "Gottesfreunde". Auch in der Ferne wirkte die melancholische Nonne auf den lebensfrohen Priester wie ein Magnet, der ihn immer wieder auf den rechten Weg zurückbrachte; sie wiederum hätte ohne seine lebneslange Zuneigung weder ihre Vita noch die Niedershrift ihrer "Offenbarungen" gemeistert, die anstelle ihrer (verschollenen) Briefe mit seinen erhaltenen in Hör-Dialog treten.Wir machen es morgenAnnie und Elsie sind alt. Die beiden Schwestern wollen das Leben gemeinsam beschließen. Es ist nicht das erste Mal, dass dieser Gedanke in die Tat umgesetzt werden soll. Sie haben sich an eine Organisation namens "Exit" gewandt, die ihnen ein tödliches Präparat zur Verfügung stellt und auch für ein würdevolles Begräbnis sorgt. Zuvor allerdings müssen noch die Dinge des alltäglichen Lebens besprochen und geregelt werden. Wer kümmert sich um den Hund? Was wird aus den Lebensmittelvorräten? Wahre Köstlichkeiten befinden sich darunter. Wie werden die freundlichen Nachbarn reagieren und wie der Allmächtige? Gewiss, das Alter ist schrecklich und ein Altenheim für beide eine Horrorvorstellung, aber was ist dagegen einzuwenden, wenigstens die kleinen Annehmlichkeiten in aller Bescheidenheit heute und morgen, vielleicht sogar übermorgen, noch zu genießen?