Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Der einsame BoteOslo ist ein kalter Ort. Kommissar Tommy Bergmann steht am Abgrund. Bis heute gibt es keine Spur von der 13-jährigen Amanda, die er schon seit Monaten sucht. Jetzt wurde das Mädchen für tot erklärt, der Mörder angeblich beerdigt und der Fall offiziell abgeschlossen. Gibt Bergmann seine Ermittlungen nicht auf, wird er suspendiert. Doch er kann nicht anders, er muss weitergraben in diesem hoffnungslosen Fall und wird dafür von seinen Kollegen isoliert. Als er fast aufgeben will, stößt er auf die Spuren einer Sekte. Ihr Anführer sieht sich als weiser Hirte, der das einfache Leben liebt. Er glaubt, dass ein Mörder erlöst werden kann, wenn ein junges Mädchen geopfert wird. Wie Amanda. Oder wie die Tochter von Susanne Bech, Bergmanns Kollegin.SiddharthaAls der Brahmanensohn Siddhartha erkennt, dass ihn weder die traditionellen Lehren und Riten der Brahmanen noch die bloße Willensanstrengung der Asketenschule der Samanas vom Wissen zum Erleben fürhen kann, besteht er auf seinen eigenen Weg: Er tritt ein in die Welt der Kaufleute und muss sich erst ganz in der Späre der Raffgier, des Glückspiels und des Alkohols verlieren, um schließlich beim Fährmann Vasudeva Weisheit und Frieden zu finden.Wachtmeister StuderDetektivwachtmeister Studer ist kein Indizienjäger, eher ein psychologisch vorgehender Spurensucher vom Typus des Kommissar Maigret, mit deutlicher Sympathie für die Entrechteten. Sein erster Fall führt ihn kurz nach der Weltwirtschaftskrise 1929 in ein Schweizer Dorf. Die Dorfgewaltigen und ihre Familien halten eng zusammen. In einer Baumschule werden entlassene Sträflinge beschäftigt. Als der alteingesessene Händler Witschi tot im Wald aufgefunden wird, ist für den Gemeindepräsidenten klar, wo der Schuldige zu suchen ist. Studer jedoch hegt Zweifel.Newtons BirneEigentlich sollten Professor Schnack und sein Assistent Koller die Privatbibliothek von Dr. de Jenz in seinem rumänischen Schloss nach Beständen der ehemaligen preußischen Nationalbibliothek durchforsten. Da wird plötzlich eines Nachts der Schlossherr mit zersprengtem Kopf aufgefunden, und sein Gehirn klebt an der Decke. Für die Polizei ein klarer Fall: Selbstmord. Nur Koller glaubt nicht an diese Theorie, erst recht nicht, als er de Jenz´ geheime Aufzeichnungen entdeckt. Von einem lebensgefährlichen "Zerdanken" ist da die Rede, einer bedrohlich-philosophischen Sentenz, die ganze Hirne zum Platzen bringt und erstmals von Newton entdeckt worden sein soll. Da beginnen auch Koller und sein Professor allmählich um ihre Schädeldecken zu fürchten.Liebe ist was für Idioten. Wie mich.Optimistisch gesehen ist Vikis Leben eine Vollkatastrophe. Ihre Mutter: tot. Ihr Vater: ständig besoffen. Ihr Herz: gebrochen. Da kann auch die stärkste Überlebenskämpferin mal schwach werden, ein paar Tüten zu viel rauchen und mit einem Typen im Bett landen, den sie eigentlich total bescheuert findet. Plötzlich wird aus tief empfundener Abneigung Liebe. Doch kaum traut Viki ihrem Glück, erfährt sie etwas über Jay, das ihr den Boden unter den Füßen wegzieht - und den Hörern gleichermaßen...ProbezeitKlaus-Dieter Neuhaus hat es geschafft. Er hat eine Anstellung als Server-Programmierer gefunden und soll den Online-Warenkorb seiner neuen Firma "Montara Incorporated" sanieren. Kein Problem für Neuhaus, denn schließlich ist er aus einer Fülle von Bewerbern als Bester hervorgegangen und kann sich auf seine Spezialkenntnisse in PHP, ASP, Java, SAP und Oracle voll verlassen. Am ersten Tag seiner Probezeit kommen ihm allerdings Zweifel: Man erwartet von ihm, dass er sich um die Frühstücksbrötchen der Kollegen kümmert. Auch einen Computer, sein wichtigstes Arbeitsgerät, sucht er vergebens. Neuhaus wird stutzig.Straße ins GlückDas irische Städtchen Rossmore beherbert einen Schatz: An der Quelle der "Heiligen Anna" sind angeblich schon viele Wunder geschehen. Doch nun soll eine Umgehungsstraße gebaut werden - und Wäldchen samt Quelle verschwinden! Das bringt die Gemüter in Wallung, zwei Parteien stehen sich in dem ansonsten so friedlichen Ort feindselig gegenüber...Marlovs RückkehrTotgesagte leben länger: Marlov, der ehemalige Geheimpolizist des Volkskommissariats für interne Angelegenheiten (NKWD, später KGB) hatte 1934 seine Nase zu tief in den Leningrader Kirov-Mord gesteckt. Stalin hatte mit der Suche nach den angeblichen Mördern des 1. Leningrader Parteisekretärs Kirov seine brutalen Säuberungen eingeleitet. Marlov war nach Sibiren verbannt und dort erschossen worden - so hieß es. 19 Jahre später stirbt Stalin. An einer Hirnblutung, an der Syphilis oder war er Opfer eines gemeinen Giftmordes? Beria, Stalins engster Vertrauter, will den Gerüchten ein Ende setzen und lässt Marlov nach Moskau kommen, um Stalins Tod aufzuklären. Aber geht es dabei um die historische Wahrheit oder um Insiderwissen, das Beria gegen seine Rivalen benutzen könnte? Der Kampf um Stalins Nachfolge ist bereits in vollem Gange.Die Vakuumjäger"Rezept: Man nehme ein bisschen Nichts, einen Schein, ein Vakuum. Man deklariere diese Fiktion mit einem Wert von mehreren Millionen Dollar. Man erfinde einen Jäger, ein paar Gejagte dazu. Man ziehe die Todesgrenze. Das Spiel geht darum, wer welchen Zoll an dieser Grenze bezahlt. Die drei Protagonisten, gefangen an die Fesseln obigen Rezepts, bieten alles auf, was sie an Erfahrungen, Nerven und Scharfsinn besitzen, und was kommt dabei heraus? Ein armseliger Toter, ein monomanischer Jäger, der selbst in die Falle tappt, ein Kommissar, der das Vakuum vom Anfang am liebsten wieder hergestellt sehen möchte." (Edwin Ortmann)Im Angesicht des TodesIn einem verwunschenen Schloss empfängt der Hausherr eine junge Boulevard-Journalistin. Er möchte von Ereignissen einer Tollwut-Epidemie berichten, sie interessiert seine tragische Liebesgeschichte. Ein mysteriöses Spiel beginnt...Ein Geschäft mit TräumenDas Stück ist das erste Original-Hörspiel von Ingeborg Bachmann. Sie schrieb es für den damals unter der Kontrolle der Amerikaner stehenden Radiosender "Rot Weiß Rot" Wien, wo sie als Redakteurin tätig war. "Träume kosten viel Geld, manche viel Zeit."Der Büroangestellte Laurenz, eine gründliche, penible Natur, dienstbeflissen und angepasst an die Wünsche seiner Kollegen und Vorgesetzten, gerät eines Tages nach Büroschluss in einen Laden, in dem eine seltsame Ware angeboten wird: Träume. Laurenz erlebt in den Träumen sein eigenes Dasein so, wie ein Kinogänger Filme erlebt. Erst im dritten Traum erkennt er sich wieder. Doch was er hier wagt, das verwehrt er sich im Alltagsleben: er gesteht seiner Bürokollegin Anna seine Liebe...Meine Seele war schwarz von FliegenIn der Frühe öffneten sie unseren Viehwaggon. Und wir erfuhren, dass wir in Dresden sind. Sie stellten uns auf, und drei Wachsoldaten führten uns durch die Stadt. Ich sah Häuser, wie ich sie noch nie im Leben gesehen hatte. Auf allen gab es irgendwelche Skulpturen. Ich erinnere mich, dass ich einmal ein Buch über Deutschland gelesen hatte. Darin hieß es, Deutschland sei das Land der Statuen und Skulpturen. Und tatsächlich. Nicht nur die Häuser waren voll, wohin man auch schaute, überall gab es Denkmäler. Wir gingen über endlosen Asphalt, und Deutsche jeden Alters beobachteten uns dabei - auf der Straße und aus den Fenstern der Häuser. Und sie zeigten mit Fingern auf uns. Wir waren mehr als 200. Und fast alle hielten den Kopf gesenkt. Nur ganz selten hoben wir unsere schweren Köpfe, um unseren Hass bis in die oberen Stockwerke zu schicken, aus denen uns tödliche Masken zu beobachten schienen. Sie lachten und zeigten auf den Letzten in unserer Kolonne. Er war völlig zerlumpt und konnte, weil ein Bein gebrochen war, nur mit Mühe gehen. Vasilij Baranov, der mit diesen Sätzen sein Tagebuch beginnt, wurde im September 1942 als Ostarbeiter nach Deutschland verschleppt. Der Siebzehnjährige schreibt auf Fahrpläne der deutschen Reichsbahn, die er in den Ritzen der Holzdielen versteckt. Ein knappes halbes Jahr führt Baranov, der überlebte und 1945 von den Amerikanern befreit wurde, Protokoll, bevor er aus physischer Erschöpfung und Verzweiflung verstummt. In seinen bisher unveröffentlichten Aufzeichnungen spricht der Junge, der vorher Musik studiert hatte, über seine Sehnsucht nach Russland, seinen Kampf gegen Hunger und Kälte und seine qualvollen Versuche zu überleben.