Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Schönheit, Schönheit, was einst warBis heute konnte nicht schlüssig bewiesen werden, ob der Reichstagsbrand vor 70 Jahren auf einen Einzeltäter zurückgeht. Der vom Reichsgericht in Leipzig zum Tode verurteilte und am 10. Januar 1934 hingerichtete Holländer Marinus van der Lubbe hat stets behauptet, er sei allein gewesen. Da Ronald Steckel sein Stück nach den Briefen, dem Reisetagebuch van der Lubbes und aus den stenographischen Prozess-Protokollen des Reichstagsbrandprozesses (Leipzig-Berlin 1933-34) kollagiert hat, lässt er die These von der Einzeltäterschaft gelten. Aber ihm geht es auch gar nicht um eine Einmischung in den Historikerstreit. Er will sich dem Menschen Marinus van der Lubbe nähern und verstehen lernen, warum der das Symbol des Deutschen Reiches in Flammen aufgehen ließ. So entsteht ein plastisches Bild von einem jungen Mann, der aus Gerechtigkeitsgefühl zur kommunistischen Partei stieß, bald in Konflikte sowohl mit der Polizei als auch der Partei geriet, zum Anarchisten wurde, ruhelos durch Europa wanderte und "Aus Protest!" (so heißt das ursprüngliche Bühnenstück Steckels) am 27. Februar 1933 den Reichstag anzündete.Florians ReiseVor genau zwölf Tagen und zwei Stunden ist es passiert: Da hat Tina auf dem Schulhof "Hallo Flo, wie geht´s?" zu ihm gesagt. Das kribbelte und Florian hat sich in Tina verliebt. Aber zwei Tage später folgt eine böse Überraschung: Tina zieht mit ihren Eltern von Hamburg nach Hannover um! Aber aufgeben wird er deshalb noch lange nicht, denn Hannover ist schließlich nicht weit und Tina hat bald Geburtstag. Das ist die Gelegenheit für einen Überraschungsbesuch! Heimlich muss er aber dahin, denn erlauben würden ihm seine Eltern den weiten Weg nicht. Florian bricht tatsächlich auf, allerdings hat er nur Geld für die Hinfahrt. Überhaupt läuft manches anders als erwartet, und die nächsten Tage halten ein paar böse Überraschungen bereit. Da hat es Florian gerade noch gefehlt, dass er in einen Raubüberfall hinein gerät: Im allgemeinen Durcheinander fällt ihm die Tasche mit der Beute in die Hände. Jetzt wird´s brenzlig, und den Flirt mit Tina kann Flo erstmal vergessen!Ach, Sie kennen Stanley Adler nicht?Adler ist ein Mann im besten Alter, Junggeselle, Privatdetektiv und der geborene Eigenbrödler. Anfangs will er von der "Todesliste" eines maskierten Schützen gar nichts wissen. Auch die geheimnisvolle Bluttat in Weißensee geht ihn eigentlich nichts an. Er will sich ja nur ein Bild machen von dem Fall. Wer also ist der Maskierte, der seine Kandidaten mit fremdem Akzent anspricht und dann einfach losschießt? Die Tat ergibt keinen Sinn. Ärgerlich über seinen niedrigen IQ, muss Adler feststellen, dass er sich in die falsche Theorie verrannt hat. Endlich auf richtigem Kurs, gibt ihm Todeskandidat Hans Müller, Big King im Rotlichtmilieu, einen respektablen Scheck, damit er seine Nase raushält aus der Sache. Doch Adler bewegt sich auf einer anderen Etage, als Müller denkt und wirbelt alten Staub auf.Biedermann und die Brandstifter
Herr Biedermann, ein wohlhabender Bürger, der seine Interessen kennt und darauf seine Weltsicht gründet, macht sich gemein mit Leuten, die in einem ganz anderen Milieu ihre Wurzeln haben. Mit gemischten Gefühlen, aber nicht ohne dumpfe Zustimmung erlaubt er ihnen unter seinem Dach die Vorbereitung eines ungeheuerlichen Attentats auf das Gemeinwesen, immer in der selbstbetrügerischen Hoffnung, ernst könne das alles doch nicht gemeint sein. Als die Katastrophe eintrifft - die Brandstifter haben mit seinen Streichhölzern und dem Benzin, das sie in die Biedermannsche Villa geschafft haben, die ganze Stadt in Brand gesteckt - wird seine Mittäterschaft deutlich. Eine Parabel, die erzählt, wie terroristische Akte entstehen können.
HerbstDrei Schwestern, 18, 26 und 30 Jahre alt, treffen sich nach vielen Jahren wieder in ihrem Elternhaus. Der Vater liegt im Sterben, und die Töchter ratschlagen über die Zukunft der Mutter, die nie gelernt hat, allein zu leben. Ihre eigenen Biographien zeigen, was aus dem Aufbruch der 60er Jahre zu alternativen Lebensformen inzwischen geworden ist. Eine gescheiterte Ehe, aufgegebene Sozialutopien, asiatische Lebensweisheiten und eine Hochschwangere, die verlassen wurde... Im Verlauf der konfliktreichen Gespräche finden die Geschwister aber auch zurück zu einem Gemeinsamkeitsgefühl.Grand Slam im Bridge Oder: Kein tödliches AusspielBeim großen internationalen Bridgeturnier in der kleinen Stadt treffen sie zusammen: Madame Tilla, die reiche Fabrikerbin, Virgil, ihr ergebener und erfolgreicher Geschäftsführer, Prinz, der ehemalige internationale Headhunter, extra für dieses große Turnier engagiert, und die Kriminalkommissarin, genannt die Zarin. Sie versammeln sich zum finalen Spiel, dessen Gewinn Tilla und Prinz den Gesamtsieg bringen soll. Doch stattdessen ereilt Madame Tilla der finale Herzinfarkt. Als zu viele Rückstände von Madame Tillas Herzmittel im Weinglas gefunden werden, muss die Zarin eine ganz eigene Bridgepartie spielen.Taran und das ZauberschweinEines Tages entwischt das Orakelschein Hen Wen von Caer Dallben: Taran begibt sich auf die Suche nach ihr und folgt ihr in die Wälder. Schon bald trifft er auf Fürst Gwydion und erfährt, dass noch andere, dunkle Mächte im Wald unterwegs sind. Offenbar versucht der Gehörnte König mit seiner Meute ebenfalls das Orakelschwein in seine Hände zu bekommen. Um sein Volk in Caer Dathyl zu warnen, macht sich Gwydion mit Taran auf den Weg, doch werden sie zunächst von der Zauberin Achren aufgehalten, die sie in den Kerker sperren lässt. Plötzlich steckt Taran mitten in einem Abenteuer, doch trifft er glücklicherweise Prinzessin Eilonwy, die sich bereit erklärt, ihnen zur Flucht zu verhelfen.Dr. Mabuse, Der Spieler
´Er spielt Karten, er spielt Roulette, und er spielt mit den Menschen, mit dem Leben dieser Mensche, mit dem Tod.´ (Fritz Lang) Der einzige, der in dieser Zusammenballung von Tanz, Verbrechen, Spielwut, Kokainsucht und Hypnose einen klaren Kopf behält und dem Verbrecher Mabuse auf der Spur bleibt, ist Staatsanwalt Wenk ...
Ein Wispern unter Baker Street
Ein junger Mann wird im U-Bahn-Tunnel nahe der Station Baker Street erstochen aufgefunden. Peter Grant, Constable und Zauberer in Ausbildung, wird frühmorgens an den Tatort gerufen. Der unbekannte Tote stellt sich als Sohn eines US-Senators heraus und ehe man noch "internationale Verwicklungen" sagen kann, hat Peter bereits die FBI-Agentin Kimberley Reynolds am Hals. Als wäre das nicht problematisch genug, tappt Peter auch noch in seinen Ermittlungen im Dunkeln, denn alle Spuren führen in den Untergrund Londons, der nicht so einsam ist, wie er scheint.
Der Name des Windes"Vielleicht habt ihr von mir gehört"... von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie, aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken.Das Zimmer hinter dem SpiegelIn Digne, einem verschlafenen kleinen Städtchen in der Provence, sind drei Morde geschehen. Die Bevölkerung ist heftig aufgescheucht, und es wird viel geredet. Alles deutet darauf hin, dass die Opfer mit einer Steinschleuder getötet wurden. Im Wald und an den Ufern der Bléone wurde eine merkwürdige kleine Gestalt beim Steine suchen gesichtet. - Kommissar Laviolette, dessen Fantasie vor nichts zurückschreckt, hat einen ungeheuerlichen Verdacht. Verschroben, bärbeißig, skurril, unkonventionell, mit Vorliebe für gutes Essen, bleibt er zäh an seiner Arbeit.Viktorianische AusschweifungenGeheimnisvolles PseudonymMit den "Viktorianischen Ausschweifungen" schlägt Helmut Krauss ein rätselhaftes Buch auf. Rätselhaft gleich in mehrfacher Hinsicht. Zuerst: Wer auf dem Einband nach dem Autor sucht, der muss sich mit einem Pseudonym zufrieden geben: Walter.Dass es die Verfasser erotischer Literatur von jeher vorzogen, sich hinter Pseudonymen zu verbergen, ist bekannt. Bekannt ist aber auch, dass sie sich dabei nicht besonders geschickt anstellten. In der Regel gaben sich die scheuen Herren früher oder später zu erkennen oder "sickerten als solche einfach durch". Nicht in diesem Fall. Für die "Viktorianischen Ausschweifungen", die im englischen Original "My secret Life" heißen, ist man zur Befriedigung der Neugier auf Vermutungen angewiesen. Ein gewisser Henry Spencer Ashbee könnte es gewesen sein. Indes: Beweisen lässt es sich nicht.Zahllose amouröse AbenteuerBelegt ist immerhin, dass erstmals 1890 eine Ausgabe dieser "Erinnerungen" zu erwerben war. Und wem das gelang - es erschien nur die winzige Auflage von 20 Bänden -, der stand vor einem weiteren Rätsel.Wenn Georges Simenon fast 100 Jahre später Federico Fellini erzählte, er habe in seinem Leben rund zehntausend Frauen beglückt, darf das getrost als Übertreibung betrachtet werden. Bei Walter indes blättert der Leser in einem Tagebuch, das den libidinösen Erdrutsch nicht nur behauptet, sondern auch zu verbürgen scheint.Im Verlauf mehrerer Jahrzehnte aufgezeichnet, entstand ein Konvolut, das auf 4.200 Seiten fast ausschließlich von Eroberungen berichtet. Erstaunlich ist dabei weniger die immense Zahl der amourösen Kapricen, an die man glauben mag oder nicht.Ein TabubruchSchon eher der Umfang, in dem der Autor seine Aktivitäten protokollierte - in einer Zeit, in der das Bekenntnis zum Trieb als die Vorstufe zur Apokalypse galt. Dass der Engländer Walter also wahr machte, wovon der Belgier Simenon bei seinem italienischen Film-Freund träumte, ist weniger überraschend, als auf den ersten Blick zu vermuten wäre. Die größere Überraschung besteht im Tabubruch der "Beichte", die Walter ablegt. Er genießt, aber er schweigt nicht. Stattdessen legt er an die Wurzeln der Konvention einen 4.200-seitigen Sprengsatz.