Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Dort statt hier; hier statt dortEin Hotel in einer Kleinstadt. Die Hotelangestellte Uta versieht nach einem anstrengenden Arbeitstag noch den Nachtdienst. Hier trifft sie auf den Gast Kai, der eine Übernachtungsmöglichkeit sucht, für den Uta aber kein Zimmer mehr frei hat. Nach einem Missverständnis verweist sie ihn des Hauses, lässt sich aber von Anne, ihrer kranken, ans Bett gefesselten Freundin, in einem Telefongespräch überzeugen, dass es eine nette Geste ist, den jungen Mann nicht die ganze Nacht der regnerischen Witterung auszusetzen. So bittet Uta Kai wieder in die Rezeption der kleinen Pension. Beide kommen ins Gespräch, schließlich schlägt Kai, der kaufmännischer Angestellter in einem Berliner Hotel ist, Uta vor, dass beide ihre Wohnungen und Arbeitsstellen tauschen. Gleichzeitig begeistert und verwirrt von diesem überraschenden Angebot ergreift Uta nach einiger Überzeugungsarbeit von Kai, Anne und anderen diese von ihr lange ersehnte Chance.Bashir LazharBashir Lazhar ist nach Montréal/Kanada geflohen, denn einigen Leuten in Algerien gefällt es nicht, dass er Atheist und Feminist ist. Seine Frau und die drei Kinder sollen nachkommen. In Montréal findet Bashir eine Stelle als Vertretungslehrer. Das Kollegium ist von seinem Lehrstil irritiert: Frontalunterricht, wie altmodisch. "Dynamische Projekte" sind gefragt. Doch Bashir fordert die Schüler zum Denken auf. Und als er ihre Gedanken auch noch ernst nimmt, beginnen die Probleme.FelidaeFrancis, der vierpfotige Held der Geschichte, ist neu im Straßen-Revier. Schon der Einzug in jene gespenstische Bruchbude, die sein Mensch Gustav offensichtlich in einem Anfall geistiger Umnachtung angemietet hat, hätte dem intelligenten Kater Warnung genug sein müssen. Als er dann noch bei einem seiner Erkundungsgänge auf einen grausam zugerichteten Artgenossen stößt, ist ihm schnell klar, dass die neue Umgebung nichts Gutes bedeutet. Das Revier lebt in Angst und Schrecken vor dem unheimlichen Killer, der seine Opfer auf brutalste Art erledigt. Dass es sich bei diesen um männliche Tiere handelt, die auf Liebespfaden wandeln, lässt Francis zu einer bestimmten Theorie kommen. Als jedoch eines Tages seine Traumkatze, die schöne blinde Felicitas, umgebracht wird, steht Detektiv Francis mit seinen Ermittlungen wieder am Anfang."Felidae" ist nicht nur eine Tierfabel, sondern eine Kriminalerzählung von literarischem Rang, die in einem spannenden und furiosen Finale menschlich-moralische Abgründe enthüllt.Der König von LankumEr war ein Sieger und Senkrechtstarter, ein umjubelter Held, der "King" des Dorfes: Georg Kunz, genannt "der Schorsch". 1988 kassierte er in Seoul die Goldmedaille im Diskuswerfen. Da war er Anfang 20 und auf dem Höhepunkt seines Erfolgs. Danach kam der Absturz. Ein Leben zwischen kompromisslosem Training, internationalen Wettkämpfen, Berichterstattung. Angetrieben vom unbeugsamen Willen, bis zum Äußersten zu gehen, dem Körper das Menschenmögliche abzuringen und sich aus dem kleinbürgerlichen Niemands-Dasein emporzuschwingen. Doch nichts verblasst schneller als der Ruhm. Die stolzen Recken von heute sind die Verlierer von morgen. Georgs versuchtes Comeback scheitert. Danach Stille. Die Tröstungen des Alkohols. Soziale Isolation. Der Tod kommt für alle überraschend. "Der Sport hat alles zerstört", sagen seine Freunde. Sie erzählen sein Leben in der Rückschau. Aus einzelnen Erinnerungssplittern, dem Chor der Meinungen, verdichtet sich eine Art Porträt, das Zeugnis eines Lebens am Abgrund, auf der Suche nach Glanz und Anerkennung, eines Lebens nach dem großen Sieg.Das Reich der SchattenParis 1938. Europa steuert auf den Krieg zu. Der ungarische Aristokrat Nicholas Morath, Kavallerieleutnant im Ersten Weltkrieg und jetzt Inhaber einer kleinen Werbeagentur, unternimmt im Auftrag seines Onkels, des Diplomaten Graf Polanyi, halb offizielle Dienstreisen nach Osteuropa. Es gilt, eine Allianz zwischen Ungarn und dem Großdeutschen Reich zu verhindern. Und als Hitlers Truppen in Prag einmarschieren und der Schatten des Krieges der Stadt an der Seine immer näher rückt, werden Moraths geheime Missionen immer gefährlicher, bis er schließlich gezwungen ist, sein Leben für die Zukunft eines freien Europas aufs Spiel zu setzen.Der Fall Dinah FurnerIn der Mordkommission geht ein Anruf ein, in dem Rechtsanwalt Barnett einen Toten in der Luxusvilla der steinreichen Schauspielerin Dinah Furner meldet: Die vierzehnjährige Tochter des Hauses soll den Freund der Familie erstochen haben. Bereits als die Polizisten in der Villa ankommen, beginnen die ersten Ungereimtheiten: Während Mrs. Furner (gesprochen von der jungen Inge Keller) einen Nervenzusammenbruch erlitt, scheint der unmittelbar involvierte Teenager überraschend gut mit der Situation zurechtzukommen. Außerdem gibt es da einige mysteriöse anonyme Anrufe; die Lage der Leiche, bei der es sich um einen Gangster aus besten Kreisen handelt, wurde verändert und die klemmende Wählerscheibe des Telefons soll ein wackliges Alibi bestätigten. Dass hier nicht nur die Wählerscheibe klemmt, weiß Inspektor Curtain (gesprochen vom jungen Herwart Grosse) spätestens nach der völlig widersprüchlichen Aussage der überheblichen Tochter. Aber bis es zu einem "Fall Dinah Furner" kommt, sind noch einige Recherchen nötig ...Die Tage nebenan oder: Da, wo Cäsar nicht ermordet wurdeDiese Produktion wurde mit dem Kurd-Laßwitz-Preis für das beste deutschsprachige Science-Fiction-Hörspiel des Jahres 1997 ausgezeichnet. Die Begründung der Jury: "Das Hörspiel konfrontiert den Hörer mit der ebenso bizarren wie faszinierenden Vorstellung, die Wirklichkeit könnte sich mit jeder Entscheidung in alternative Welten aufspalten und die resultierenden Varianten in multiplen Universen verwirklichen. Diese auf einer Interpretation der Quantenmechanik beruhende Hypothese benutzt der Autor freilich nicht für wissenschaftliche Spekulation, sondern für ein phantastisches Verwirrspiel um parallele Wirklichkeiten und fraktale Lebensläufe."Träume
In einem verschlossenen Güterwagen rollen Menschen erinnerungslos in den Abgrund. Eltern verkaufen ihr Kind an eine blutlüsternen asthmatischen Greis. Alpträume sind es, die in Günter Eichs berühmtestem Hörspiel die Menschen heimsuchen. Eine ´glänzende, bannenden formale Kraft´ bescheinigte ihm die Jury des Hörspielpreises der Kriegsblinden. Die Ausstrahlung der "Träume" wurde als Geburtsstunde des modernen Hörspiels gefeiert.
NovelleIn der amerikanischen Emigration las der Filmregisseur Max Ophüls Goethes Alterswerk aus dem Jahr 1826, das um die Utopie einer gewaltlosen Beherrschung des Elementaren in der Natur wie in den menschlichen Temperamenten kreist. 1953 versuchte er, seine Leseerfahrung mit den Erzählmitteln des Radios einzuholen: durch eine Art inszenierter Lektüre, die sich selbst illustriert: mit Stimmen, mit Geräuschen und mit einer melodramatisch eingesetzten Musik. Sie basiert auf Haydens Symphonie Nr. 88 und war der letzte Hörspiel-Beitrag des SWF-Hauskomponisten Karl Sczuka. Wenige Wochen vor seinem Tod kam die Produktion zur Ursendung, die zum Prototyp des epischen Hörspiels wurde.Millionär
»Ein Drittel der Menschheit ist bekloppt. Manchmal ist es auch die Hälfte, das hängt vom Wetter ab. Unsinn? Vielleicht erklärt mir dann ja mal jemand, warum fast alle Fußgänger bei den ersten Regentropfen sofort ein unfassbar blödes Gesicht machen und die Schultern hochziehen. Glauben sie im Ernst, sie würden durch eine dämliche Grimasse auch nur einen einzigen Tropfen weniger Regen abkriegen? Das ist eine rhetorische Frage mit einer sehr, sehr traurigen Antwort: Sie glauben es.« Simon nörgelt, Simon nervt - aber Simon verbessert die Welt. Glaubt er. Außerdem braucht der inzwischen arbeitslose Vollidiot mal eben 1 Million Euro, um eine nervtötende Nachbarin loszuwerden. In seiner Not entwickelt Simon eine derart abgefahrene Geschäftsidee, dass die Chancen hierfür gar nicht so schlecht stehen...
Elling schreibt
Elling ist ein skurriler Eigenbrötler voller Macken und Tricks. Nach der Entlassung aus der Psychiatrie bezieht er zusammen mit seinem ehemaligen Zimmergenossen Kjell Bjarne eine Wohnung mitten in Oslo. Hier wagen sich die beiden ungleichen Freunde erstmals hinaus ins "richtige" Leben. Der Film "Elling" nach dem Roman des Kultautors Ingvar Ambjørnsen wurde ein internationaler Erfolg und im Jahr 2002 für den Oscar als bester ausländischer Film nominiert. Auch die Hörspielbearbeitung mit Jens Wawrczeck von Ambjørnsens Roman zeichnet sich durch skurrile Dialoge über den alltäglichen Irrsinn aus.
Ich sterb vor Durst an der QuelleDas letzte Hörspiel von Hubert Fichte schildert die Begegnung zwischen zwei Dichtern in der Mitte des 15. Jahrhunderts: des »Räubers« Fançois Villon und des Herzogs Charles d´Orléans. Eine entscheidende Rolle dabei spielt die Musik von Josquin des Près, die es zur Zeit dieser Begegnung noch gar nicht hätte geben können. Doch - so Hubert Fichte in einer kurzen Vorrede: »Die Künste bewegen sich nicht synchron... Villon war Zeitgenosse von Charles d´Orléans; der eine weist in die Neuzeit, der andere zurück in den Hellenismus, ins Anakreontische. Josquin des Près komponierte zur Zeit der Lutherbibel, des Buchdrucks, der Entdeckung Amerikas - nichts aber scheint mir die letzte Klage des Mittelalters, dies ´Je meurs de soif auprès de la fontaine´ der Epoche Eduards des Zweiten, Jeanne d´Arcs, Gilles de Rais´, Thomas von Aquins so auszudrücken, wie jenes´ Mille Regretz´ des Prinzen der Musik.«