Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Der Schrei der Eule
Nach Büroschluss treibt sich der Ingenieur Robert Forester als Voyeur in idyllischen Wohngegenden herum. Besonders die hübsche Jenny hat es ihm angetan. Eines Abend entdeckt sie ihn im Gebüsch, und es entwickelt sich zwischen den beiden eine heimlich-unheimliche Liebesbeziehung. Doch Robert kann mit der realen Zuneigung eines Menschen, den er zuvor glorifiziert hat, wenig anfangen. Da verschwindet Jennys Verlobter, und die Polizei findet eine Leiche im Fluss. Ist der Voyeur auch der Mörder? In "Der Schrei der Eule" entwickelt Patricia Highsmith zwei Motive, die für ihr gesamtes Schaffen zentral sind: die Unmöglichkeit der Liebe und die Unvermeidbarkeit des Bösen.
Das Römische BadWenn Tote reden könnten, würde der Klavierdozent Jürgen Rugh von seinem Unglück erzählen, das mit dem tyrannischen Vater begann und mit dem Tod in der Sauna endete. Ein ganz besonderes Gift war da im Spiel. Aber welche Ehe ist denn nie vergiftet, welche Karriere verlangt keine Opfer, welche Eifersucht schmeckt nicht bitter wie Mord? Der Kommissar findet viele Verdächtige in dieser Familie, in der musikalische und medizinische Talente versammelt sind und mancher beim anderen alte Rechnungen zu begleichen hat. Aber die Toten nehmen ihre Geheimnisse mit ins Grab, und dort erzählt jeder eine andere Geschichte.Tal der FinsternisUrlaub auf RhodosHercule Poirot ist auf die Sonneninsel Griechenlands gekommen, um sich von den anstrengenden Verbrecherjagden zu erholen. Doch die Ruhe des Idylls trügt. Vor seinen Augen entspinnt sich eine unheilvolle Beziehung zwischen der extravaganten, männermordenden Valentine Chantry und ihrem gewalttätig wirkenden Mann und dem Ehepaar Gold, dessen männliche Hälfte sich schon am ersten Tag zu der reichen Schönheit hingezogen fühlt. Noch ist es windstill auf Rhodos, doch Hercule Poirot fühlt das heraufziehende Unwetter in den Knochen und schon bald überschatten die ersten Wolken den sonnigen Strand.Ein Brief an Hanny Porter
Hanny fliegt nach Hawaii voraus, um im Appartement das Terrain für ihren vom Hühnerfleisch-Großhandel gestressten Gatten Richard zu bereiten. Bei ihrer Ankunft erlebt sie eine böse Überraschung: die ganze Wohnung ist verunstaltet und stinkt nach Urin. Ein an Hanny gerichteter Brief von einer gewissen Ellie erklärt, sie und ihr Mann Marv hätten im Haus der Porters endlich das Paradies kennen gelernt. Und die beiden Alten denken gar nicht daran, das einmal besetzte Feld wieder zu räumen, sondern nehmen Hanny und den eintreffenden Richard kurzerhand in Geiselhaft.
Gottfried SelenlosDer unbesiegbare Bösewicht Gottfried Seelenlos lebt auf einer Burg im Reich eines unter Druck geratenen Königs. Denn der Menschenfresser droht, das ganze Land zu verwüsten, wenn er nicht ein Mädchen zum Verzehr erhält. Das Los soll entscheiden und es trifft ausgerechnet die Prinzessin. Vorsicht, Zickenalarm im Prinzessinenkochtopf! Wer sie aus der Gewalt des Bösewichts befreit, bekommt das halbe Königreich, verspricht der unglückliche König. Doch außer Georg, einem vorwitzigen Musikanten, traut sich niemand, Seelenlos herauszufordern. Während sich der Bösewicht mit der selbstbewussten Prinzessin herumplagt, hilft der Musikant drei Tieren aus der Klemme und wird dafür zum Dank in eine Fliege verwandelt. So gelangt er unbemerkt in die Menschenfresserburg. Dort denkt die Prinzessin gar nicht daran, fett zu werden und in den Kochtopf zu steigen. Stattdessen spioniert sie herum und findet heraus, dass Gottfried seine Seele an einen schwarzen Ritter verkauft hat. Die liegt nun auf dem Grund des Roten Meeres. Wird es Georg gelingen, Gottfried die Seele zurückzugeben und die Prinzessin zu heiraten?FälschungenBei einem gepflegten Essen besprechen der umtriebige Colin Jackson, der erfahrene Fälscher Bill Stoker und die Chemikerin Anne West einen Coup, den sie mit größter Sorgfalt vorbereiten. Anne muss dazu eine andere Identität annehmen; Stoker fertigt ihr einen australischen Pass. Planen die drei ein Verbrechen? Es klingt so, aber warum trinken sie dann auf die Gerechtigkeit? Irgendwie haben sie es wohl auf den zwielichtigen Geschäftsmann Dave Braddon abgesehen, denn Jackson trifft sich mit ihm in einem desolaten Abbruchviertel, um ihm etwas anzubieten: "Red Sky". Was sich dahinter verbirgt, verspricht Millionengewinne. Aber das Zeug ist brandgefährlich.Schlaflose Nacht
Mitten in der Nacht schreckt Christine auf. Sie hört Geräusche aus dem Zimmer nebenan, dem Schlafzimmer ihrer pfegebedürftigen Mutter. Nachdem sie diese wieder ins Bett gebracht hat, fndet die 56jährige den Schlaf nicht mehr, wie jede Nacht.
Rastlos springen die Erinnerungen von den glücklosen Männergeschichten zur überbehüteten Kindheit in Beauvallon. Die jahrelange unerbittliche Beanspruchung durch die Mutter machte es Christine unmöglich, ein eigenes Leben zu führen. Ihren größten Wunsch, literarisch zu schreiben, musste sie aufschieben. Nur der Tod der Mutter kann sie erlösen.Die Westschweizer Autorin Alice Rivaz beschreibt in ihrem teilweise autobiografschen Roman (franz. Original: "Jette ton pain") schnörkellos und doch voller Takt eine verhängnisvolle Hassliebe zwischen Mutter und Tochter.
Ein Zocker im FinaleValentin Altroge ist PR-Fachmann und lebt unbescholten, solide und ohne große Aufregung. Er hat nicht darum gebeten, dass Maren ihm Diamanten aus einem Raubüberfall mitbringt, die ihr durch einen merkwürdigen Zufall geradewegs zugeflogen sind. Als Maren kurz darauf verschwindet, ahnt Valentin, dass er kaum noch eine Chance hat, sich unbehelligt aus der Affäre zu ziehen. Genötigt, sich zu verstecken, versucht er zugleich, die Beute zu Geld zu machen und folgt zwischen Angst und Vernunft seiner Intuition. Er zockt in einer immer weniger einschätzbaren Situation, während das Netz seiner Verfolger sich immer dichter um ihn zusammenzieht.Der KlassenaufsatzDas Versagen der Träume vor der Wirklichkeit, die Unvermeidbarkeit von Täuschung und Enttäuschung thematisiert der Autor in seinem Hörspiel. Ein ehemaliger Schüler besucht fast dreißig Jahre nach dem Abitur zum ersten Mal seine alte Schule. Allein im leeren Klassenzimmer "seiner" Oberprima erinnert er sich an seine Mitschüler von damals und an einen Klassenaufsatz mit dem Thema "Wie ich mir mein Leben vorstelle". "Ich lese mir die Aufsätze nur durch-, hatte der Lehrer dazu gesagt. "Die Zensuren wird euch das Leben später darunter schreiben." Der Primaner von einst stellt fest, dass die Pläne und Hoffnungen der meisten seiner Mitschüler unerfüllt geblieben waren. Für "Der Klassenaufsatz" erhielt Erwin Wickert 1951 als erster den "Hörspielpreis der Kriegsblinden". Das Hörspiel ging um die Welt und wurde 1980 sogar von Radio Peking ausgestrahlt.Die wunderbare Welt des Jean-Henri FabreDer Insektenforscher Jean-Henri Fabre (1823-1915) gilt in Frankreich bis heute als berühmter Vertreter einer anschaulichen Wissenschaft. Seine Nähe zu den Menschen und sein unakademischer Stil eröffneten einem breiten Publikum die zauberhafte Welt der Insekten. In seinem Werk "Souvenirs Entomologiques" fasste der Forscher seine Lebensgeschichte zusammen, die eng mit seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen verknüpft ist. Peter Steinbach ließ sich von der Faszination anstecken. Er schrieb eine Hörspielreihe in 12 Episoden über Fabre, sein Leben und die Insekten. - Zu Beginn der Sendung eine Reportage von Beate Ziegs über die Entstehung des Hörspiels, in dem wir heute Fabres Familie kennenlernen. Wir graben uns mit seinem Schüler Jerôme unter die Erde, wo die Zikaden ihren Frühlingsaufbruch vorbereiten.Fabre besteigt mit Jerôme, Favier, einem Bergführer und seinem Esel den Mont Ventoux. Und wie immer in Frankreich, wird zuallererst für die gute Verpflegung gesorgt! Für diese Hörspielserie übernahm die Französin Marguerite Gateau die Regie. Es bleibt ihr Geheimnis, wie sie den Duft des französischen "Midi" in die Serie hineingezaubert hat. Wer entspannt hinhört, kann es riechen: Lavendel und Eseldung, karger Stein und Marais...Jean-Henri Casimir Fabre, Sohn einer Bauernfamilie aus Saint-Léons, promovierte 1855 in Naturkunde, war Vater von zehn Kindern und verfasste über 100 Bücher. Berühmt wurde sein zehnbändiges Werk "Souvenirs Entomologiques". 70-jährig widmete er sich der Lyrik und dem Zeichnen. 30 Jahre lang lebte er in seinem Haus "Le Hamas" in Sérignan unweit von Orange.Fabre war Autodidakt und fand in der Provence, den Wiesen und Wäldern Südfrankreichs das Forschungsfeld seines Lebens. Er legte großen Wert darauf, die Insekten in ihrem natürlichen Lebensumfeld zu beobachten und ihre Verhaltensweisen zu studieren. Doch in der heutigen Folge fällt es ihm schwer, sich auf die Skorpione zu konzentrieren, denn ein Name kreuzt immer wieder seine Gedanken: Marie-Joséphine, die Haushälterin. Seine Tochter Aglaé belauscht heimlich ein Gespräch zwischen den beiden.Jean-Henri Fabre wurde vor 120 Jahren geboren. Er lebte zu einer Zeit, als man die ersten Wasserstoffballons vom Erdboden abheben sah. Die zunehmende Technisierung der Arbeitswelt forderte auch erste Opfer in den Fabriken. In Fabres Garten wird heute zum ersten Mal eine Miniatur-Dampflok vorgeführt, die der Schlosser Benichou gebaut hat. Marie-Joséphine, Fabres zweite Frau, bringt den Sohn Paul zur Welt, und zwei überraschende Briefe flattern ins Haus. Der erste ist von einem gewissen Mister Darwin. Fabre denkt über Zusammenhänge nach: Essen und Moral, Kinder und Laubfrösche, Raupen und Kommunismus... Denn die summenden und am Boden krabbelnden Ureinwohner scheinen dem Menschen einiges voraus zu haben. Schon vor Jahrmillionen organisierten sich Ameisen in "sozialen" Zweckgemeinschaften.Es ist der französischen Geräuschemacherin Dominique Aubert zu verdanken, dass neben der Forscherfigur Fabre auch die kleinen und kleinsten Hauptdarsteller zu hören sind. Sie hat die Vielfüßler und Hautflügler akustisch unter die Lupe genommen und stellt uns damit ein kleines, bisher vielleicht unerhörtes Wunderwerk der Natur vor. Sie hat klanglich experimentiert und zum Beispiel herausgefunden, dass sich rohe Linsen, in einer Kaffeemühle gemahlen, am besten für die Imitation von Insektengeräuschen eignen. Fabre flüstert mittlerweile im Schlaf und beschäftigt sich mit Wespen und Spinnen, dem Kampf ums Dasein und dem nötigen Instinkt. Seine Tochter Aglaé macht sich Sorgen, denn ihr Vater neigt zunehmend zu Selbstgesprächen und neuerdings auch zu Selbstversuchen.Die Frau und der Affe
Treffsicher und prägnant entwirft Peter Høeg ein Szenario, das sofort fesselt: ein Affe auf einem Boot. London. Die waghalsige Landung im Royal English Yacht Club, die Flucht des Affen. Seine Gefangenschaft bei Adam Burden, dem Direktor des Instituts für Verhaltensforschung. Und wieder eine starke Frau: Madelene, die aus ihrer Agonie erweckt wird und sich mit dem Affen Erasmus in ein atemberaubendes Abenteuer stürzt.
Ein Krimi mit philosophischer Tiefe ist daraus geworden. Der Affe gerät in eine Welt größenwahnsinniger Zoologen, die skrupellos Leben opfern, um die eigene Karriere zu sichern. Peter Høeg wirft Fragen auf, die alle betreffen. Was darf der Mensch, was darf er sich anmaßen? Ist er denn die Krone der Schöpfung? Ist Erasmus in der Evolution nicht schon einen Schritt über den Menschen hinaus? Eine tiefgründige Geschichte, und doch rasant, spannend, voll klugem Witz und groteskem Humor ...