Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Das ewig schöne LebenHat Rita wirklich Blätter vom Grab ihres Mannes auf das Grab von Evas Mann geharkt? Sollte man die Sylvesternacht 2000 durchschlafen? Warum ist der Pfarrer ständig besoffen? Ist wirklich eine Leiche aus dem Sarg gefallen? Wozu brauchen alte Frauen eigentlich ein Mobiltelefon? Darf man hinterlassene Zierfische einfach ins Klo kippen? Worüber unterhalten sich verstorbene Ehemänner in ihren Särgen? Wie kommt es, dass die Toten wieder auf die Erde kommen, und weshalb sind die Lebenden so schnell unterm Rasen? ... Was haben uns - fragt damit auf seine unnachahmliche Weise der Hörspieldichter Karl-Heinz Bölling - die Toten unter der Erde zu sagen? Und lässt sie einfach losreden. So um den Totensonntag herum, am Jahrtausendende.Über dem Amtsrichter wölbt sich der weite blaue HimmelAnsgar May versteht die Welt nicht mehr. Der Klavierbauer und seine Frau Anne, eine Sängerin, haben die Beratungsgesellschaft "Oro" beauftragt, ihnen ihre Steuererklärung abzufassen. In der Welt des Tangos sind die beiden Deutsch-Argentinier zu Hause, aber mit bürokratischem Sinn und Unsinn tun sie sich schwer. Als ihm die "Oro" eine völlig überhöhte Rechnung präsentiert, verweigert Ansgar die Bezahlung. Der Fall kommt zur Verhandlung und zeigt auf groteske Weise, wie May an Behördengründlichkeit und unberechenbarer Gerichtsbarkeit in deutschen Landen scheitert.Die BluseSie wollte nur eine Bluse kaufen. Und sie wollte nur, dass ihr Neffe sie dabei begleitet. Die Bluse, die Tante Dorchen finden will, soll so besonders sein, dass Frau Bender in Berlin vor Neid die Platze kriegt. Dass der Kauf nicht Stunden, sondern Jahre in Anspruch nimmt und dass am Ende ein Fräulein eine Hutnadel ins linke blaue Auge gestochen bekommt, ein Elektrotechniker Glühbirnen frisst und dass mindestens zweiundzwanzig Verkäuferinnen tot am Boden liegen, gehört zu den Nebenerscheinungen eines ausführlichen Kaufhausbesuchs."Die Bluse", 1914 im "Buch der Katastrophen" posthum verlegt, könnte man als "surrealistische Anleitung zum Glücklichsein" bezeichnen.Das Geheimnis des FeuersEs riecht nach Gas, auch wenn der Klempner behauptet, es gebe keine undichte Stelle. Ellen Jones lässt ihn mindestens einmal die Woche kommen, um die Leitungen zu überprüfen, vor allem im Zimmer ihres verstorbenen Mannes Len. Da, meint sie, sei der Geruch am stärksten, und darum putzt sie dort ständig, in der Hoffnung, die Reinigungsmittel könnten den Gasgeruch vertreiben. Die Liebe zu Len war nicht sehr groß. Er war mehr mit seinem Computer verheiratet und stolz darauf, einer der ersten gewesen zu sein, die das Internet zu nutzen wussten. Jede freie Minute verbrachte er damit, der gemeinsamen Tochter die große Welt des "world wide web" zu erklären - bis Ellen eines Tages den wahren Grund für den pädagogischen Eifer ihres Mannes herausfand.Was eine junge Witwe tat, die nicht noch einmal heiraten wollte und doch nicht die Liebe entbehren mochteIn der Tradition Giovanni Boccaccios verfasste er zahlreiche Novellen, darunter auch die "Geschichte einer jungen Witwe die noch nicht einmal heiraten wollte, und doch nicht die Liebe entbehren mochte."Pointiert und mit viel Gespür für die eindringliche Schilderung verwirrter Gefühle, erzählt Bandello darin das amouröse Abenteuer einer jungen Dame, die den Beweis dafür erbringt, dass Treue nicht - wie hin und wieder behauptet - zum Erlöschen der Leidenschaft führt, sondern genau das Gegenteil bewirken kann.Die Angst, die bleibtKatrin, Isabell, Lina, Dorothee - vier Frauen im Alter von 40 bis 55 Jahren - erzählen von erlittener Gewalt in ihren Ehen. Ihre Erfahrungen sind stellvertretend für viele Frauen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten: Nach dem Verliebtsein, nach dem Ja-Wort wurden sie von Ehemännern geprügelt, geschlagen, gedemütigt - fast täglich. Anfangs glaubten sie noch an Ausrutscher. Die Schuld für die Gewalttätigkeit ihrer Männer suchten sie immer nur bei sich. Die Frauen schwiegen - jahrelang: aus erlebter Angst, aus Scham, aus Hilflosigkeit. Dann haben sie begonnen, sich zu wehren. Mittlerweile leben die Frauen von ihren Männern getrennt und sind bereit, über ihr Schicksal zu sprechen.Abenteuer Greenpease... in dem erzählt wird, wie alles angefangen hat, von einem alten Fischkutter in stürmischer See, von einer neuen Sonne tief unten in der Erde und davon, wie doch noch alles gut gegangen ist.Im Namen der MachtWashington im Zentrum der Macht: Martin Green, Referent des aufstrebenden Senators Warren Young, ist spurlos verschwunden. Der Verdacht liegt nahe, dass er ein Spion war, mit Zugang zu Geheimunterlagen von CIA und FBI. Das kann sich der Präsidentschaftsbewerber Young nicht leisten. Er lässt Philipp Barkley recherchieren, einen ehemaligen Spitzen-Juristen aus dem Justizministerium, den der Tod seiner Tochter aus der Bahn geworfen hat. Aber dessen erste Ermittlungen können den Senator nicht zufrieden stellen: Zunächst erhärtet sich der Spionage-Verdacht. Die Luft wird dünner und die Nerven liegen blank. Dann findet Barkley Spuren in eine ganz andere Richtung: Mit Hilfe der ehrgeizigen Agentin Blair Turner deckt er einen Zusammenhang mit dem Tod einer ungarischen Jüdin auf, deren Familie im Zweiten Weltkrieg auf mysteriöse Weise um ihr Vermögen betrogen worden war, bevor sie in den Tod geschickt wurde.Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos"Die sind ja immer in so einer Dämmerung, diese Landschaften, und geben mir keine Ruhe, wenn nicht ein lustiges Auge eine Freundlichkeit auf die Natur hinaufküsst."Kein gnädiges Auge küsst Hermann Wurm in seiner verzweifelten Welt. Der klumpfüßige Mann begreift sich als Kunstmaler. Seine Mutter sieht ihn als Irrtum der Evolution. Zusammengepfercht in ihren Verstelltheiten bereiten sie sich die Hölle. Der Kessel um die Verfluchten schließt sich mit dem Eingreifen der Nachbarfamilie Kovacic, deren klischierte Familienidylle klebt wie ein Fliegenfänger. Die Todesurteile spricht schließlich über alle die gebildete Professorenwitwe Grollfeuer, während sich bei ihrem Geburtstagsessen das Widerliche zur Potenz aufschwingt. Mit Orkanstärke und Berserkergewalt bannt die Sprache von Werner Schwab und lässt trotz aller Kunsthaftigkeit nie eine Chance, das Geschilderte für Utopie zu halten.Mann ohne KopfChefinspektor Chockfoster steht vor einem Mann ohne Kopf und vor Rätseln. Er hat den Eindruck, dass jemand einen Intelligenztest mit ihm veranstaltet, um herauszufinden, ob er sich noch für den Inspektorposten eignet. Der Tote wird im Büro des Stadtrates Victrolia gefunden. Doch dessen Tochter ist davon überzeugt, dass ihr Vater noch lebt. In dieser Kriminalgroteske gibt es "süße" Geheimnisse, rollende Köpfe, jede Mengen Sägen und mysteriöse rote Telefonzellen.AbbaErst wenige Jahre vor seinem eigenen Tod beginnt Dan mit Abba, mit seinem verstorbenen Vater, einen fiktiven Dialog zu führen. In Fragen und Vermutungen formuliert Dan Ängste, Zweifel und Sorgen, das Unausgesprochene, das zu Lebzeiten zwischen ihnen stand. Fragmentarisch findet das Geschehene seinen Ausdruck. 1934 wandert der Vater nach Palästina aus, um Arbeit zu finden. Die zurückgebliebene Frau stirbt unerwartet bei einer Operation. Während des Krieges kommt Dan für mehrere Jahre in ein Konzentrationslager. Er überlebt und wandert, wie sein Vater, nach Palästina aus. Da die Wohnung des Vaters zu klein ist, kommt der 17-jährige Dan in ein Kibbuz, in dem er Hebräisch lernen soll. Es folgen viele Jahre des beidseitigen Schweigens und Missverstehens. Erst die Briefe der Mutter an ihren Ehemann, die Dan 30 Jahre später findet, bezeugen die Absicht des Vaters, die beiden nachzuholen. Der Vater stirbt, bevor Dan mit ihm reden konnte. Aber selbst im Tod hat der Vater das letzte Wort.Ausweitung der KampfzoneMichael ist EDV-Fachmann und führt ein unspektakuläres Leben, das sich insbesondere durch das Fehlen von Bindungen und einer inneren Erstarrung auszeichnet. Sein Dasein findet jenseits von Glück und Unglück statt, ein Umstand, der - wie der Autor glaubt - nicht wenig mit der Sexualität unserer Tage zu tun hat.´Ausweitung der Kampfzone´ (1994) erregte ebenso wie der Nachfolge-Roman ´Elementarteilchen´ (1998) viel Aufsehen. Houellebecqs Kunst, der gesellschaftlichen Welt das Stethoskop an die Brust zu halten und ihre Krankheiten zu diagnostizieren, erinnert an Sartre und die Ekelbestände, die dieser im menschlichen Dasein ausfindig machte, an Camus und seinen ´Fremden´. Houellebecq stellt dem Existenzialismus das Motiv der Sexualität an die Seite und fällt ein vernichtendes Urteil. Die allein um ihrer selbst willen praktizierte Sexualität ist der Grund für den narzistischen Ausverkauf des Subjekts, für den gänzlichen Verlust an Liebe, aber auch für die äußerste Bindungslosigkeit und Vereinzelung.