Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features.
Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus.
Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.
Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt.
Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel
Spaß.
Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.
CentropolisCentropolis ist ein fiktives, verschärftes New York: Niemand ist hier mehr vor raubenden und plündernden Polizisten, vor blitzschnellen Autoknackern sicher. Die ständigen Straßenschlachten und Bandenkriege verhindern Post- und Mülltransporte, und was geschieht dem, der bei einem Verkehrsunfall oder auf andere Weise verletzt, aber mit brauchbaren Organen in die Klinik eingeliefert wird?Die allmächtige TV-Gesellschaft trägt dem Schauspieler Balt die Rolle des Ministerpräsidenten an. Die Zuschauer sind an den täglichen Auftritt des Politikers gewöhnt, darum werden Schauspieler und Statisten eingesetzt. Erst als Balt selbst ein Opfer der großen Manipulation wird, beginnt seine Frau Pat danach zu fragen, wem all diese Unternehmungen nützen, wer sie steuert, wer dafür bezahlt und für wen die vielen konservierten Organe bestimmt sind.Schwester, lieb Ophelia"Weh mir, wehe, dass ich sah, was ich sah..." Für die Rolle der Ophelia ist Marlene Deina inzwischen zu alt. Doch mangelt es ihr, "der Frauen elendste und ärmste", weder an Phantasie, sich einen handgreiflichen Mord vorzustellen, noch an schauspielerischem Handwerk, sich vor Rechtsanwalt Goll perfekt in Szene zu setzen. Morgens gesund aus der Nervenklinik entlassen, ist sie schon wieder am Ende. Die Frau auf dem Teppich, nass, wie Ophelia aus dem Wasser gezogen. - Plötzlich hat sie dagelegen in dem Haus vor der Stadt. Die gleichen Würgemale am Hals wie die Kollegin bei dem skandalösen Probenunfall. - Die Phantasie einer geistesgestörten Schmierenkomödiantin? Krimiautor Goll wird sie für sich zu nutzen wissen. Doch die Deina verbirgt etwas, was eigentlich ihm gehört: Im Drehbuch nach seinem Erfolgskrimi fehlt eine Seite: Seite 26.Mord auf MenorcaWo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten. Auf einer sonnigen Ferieninsel im Mittelmeer geben sich nicht nur harmlose Touristen, sondern auch ein paar dunkle Ehrenmänner ein Stelldichein. Wegen verschiedener Raubüberfälle auf englische Banken und Warenhäuser werden die Herren steckbrieflich von Scotland Yard gesucht. Da sie genügend Geldmittel besitzen, um sich bei einigen einflussreichen Leuten eine gewisse Protektion zu erkaufen, ist es für Inspektor Stephens keine ungefährliche Aufgabe, diese Herrschaften und ihre Hintermänner mit Hilfe der spanischen Polizei in ihren Schlupfwinkeln aufzustöbern und zu entlarven.Die Stadt der BlindenEine unerklärliche weiße Blindheit, die sich rasch zu einer Epidemie ausweitet, befällt die Bewohner einer namenlosen Stadt. Ein Augenarzt, der sich der Fälle annimmt, hat - noch bevor er eine Diagnose stellen kann - das eigene Sehvermögen eingebüßt. Ebenso ergeht es Patienten, die seine Praxis aufgesucht haben. Die Regierung greift zu drastischen Mitteln. Alle Erblindeten und "Infizierten" werden - bewacht von Soldaten - in einem Lager, einer ehemaligen Irrenanstalt, interniert. Terrorisiert von Hunger und Gewalt bricht unter den Lagerinsassen ein mörderischer Überlebenskampf aus, bei dem die letzten moralischen Schranken fallen. Die einzige "Sehende" in diesem Inferno ist die Frau des Augenarztes. Sie hat ihre Blindheit nur vorgetäuscht, um bei ihrem Mann bleiben zu können. Ohne sie gibt es für die Überlebenden keine Hoffnung auf Flucht. - Samaragos Roman ist eine düstere Allegorie auf den Zustand der Welt.Die Eva der ZukunftLord Ewald hat das Unglück, sich unsterblich in eine Frau zu verlieben, die ebenso schön wie geistlos und gewöhnlich ist. In dieser Lage bietet Thomas AIva Edison, der legendäre Erfinder der Glühlampe und des Phonographen, seine Dienste an. Er konstruiert einen weiblichen Automaten, eine "Androide", die alle Anforderungen des Lords in schönster Weise erfüllt. Sie ist ein durch und durch künstliches Wesen und damit menschlicher, idealer und begehrenswerter als jede natürliche Frau. Die Technik, zu der Villiers de l´Isle-Adam bis dahin eine eher spöttische Haltung eingenommen hatte, wird auf paradoxe Weise zum letzten Refugium für das "Ideal" oder die menschliche Seele inmitten einer profanen bürgerlichen Wirklichkeit.Kein Brief gestern, keiner heuteDie Fragen des Yeti oder Die LichtungHohes Gebirge, ewiger Schnee und eine Philosophenseilschaft - biwakierend, traversierend. Der Bergführer und seine Akademiker bewegen sich zielstrebend von einer Grenzsituation in ein Existenzial. Zwei Professoren sind schon abgegangen, den Haikus dichtenden Heidegger-Verehrer Suko aus Japan wird es im Schnee erwischen, nachdem Prof. Addamer das Verbindungsseil gekappt hat. Mit der einzigen Frau der Seilschaft, Dr. Grewe-Samler, sind am Ende alle verlobt, was den herzwunden Tagebuchschreiber Jannot Schmidt etwas bekümmert. Und Mr. Stryker konterkariert das substantivisch verhakte Gerede der Seinsphilosophen ganz nach der Tradition angelsächsischer Logiker. Schwer angeschlagen landet die Seilschaft schließlich in den Bambuskäfigen des Yeti, der auf Karteikarten "letzte Fragen" vorlegt.A las cinco de la tarde. Atemlose Stille."Ein akustischer, ein literarischer Stierkampf - Tauromachie als Radiophonie. Eine Collage aus Texten von A.L. Kennedy, Michel Leiris, Federico Garcia Lorca und Paul Nizon mit Stierkampf-Geräuschen aus der Arena - aufgenommen mit DAT-Waltman und Richtmikrophon.Auf dem Hintergrund der BSE- und MKS-Massentiertötungen entwirft das Hörspiel ein akustisches Ritual von Klang-Schritten, von Gedanken-Schritten auf den tierischen Tod zu, auf den Tod überhaupt. So steht im Zentrum die kultische Simulation der Todes-Erfahrung, ihre emotionale Durchdringung, die sich abzeichnet in einer Abfolge von Körper-Figuren, in einer Abfolge von Denk-Figuren. Dabei wird nicht nur die Ritualisierung des Todes erzählt, sondern auch das Zeremonial der Erotik. Eine Katharsis von Ängsten und Lüsten als verfremdeter akustischer Prozeß. Das Hörspiel lädt ein zu einem Gedanken-Spiel über ein archaisches Kräftemessen zwischen Mensch und Tier." (der Autor)Pünktchen und Anton"Streichhölzer, kaufen Sie Streichhölzer, meine Herrschaften!" ruft Pünktchen, alias Luise Pogge, wenn sie allabendlich neben einer merkwürdigen alten Frau auf der Weidendammer Brücke mitten in Berlin steht. Natürlich ohne das Wissen ihrer Eltern, Herrn und Frau Direktor Pogge, die sie ja ganz sicher in der Obhut von Fräulein Andacht glauben. Aber ist Fräulein Andacht wirklich so harmlos, wie sie tut? Als die Situation dann brenzlig wird, ist zum Glück Pünktchens Freund Anton zur Stelle, und sie selbst ist ja schließlich auch nicht auf dem Kopf gefallen!"Lebensbedingungen, die Gegensätze zwischen reich und arm, zwischen mächtig und ohnmächtig, spiegelt Kästner deutlich wider, ohne daß der kindliche Spaß an der Lektüre dabei verlorenginge, ganz im Gegenteil: Kästner ist ein Meister der Spannung. Seither ist es wohl niemandem mehr gelungen, Kindern die Gegenwart, in der sie leben, so kritisch und versöhnlich gleichermaßen vor Augen zu führen"Die BlechtrommelEin literarischer Trommelwirbel von 28 Stunden. Gelesen vom Dichter selbst, der berühmt ist für seine hervorragende Vortragskunst. Mit der »Blechtrommel« wurde Grass 1959 über Nacht berühmt. Sie ist ein lust- und kunstvoll erzähltes Stück Weltgeschichte, mit einem Helden, wie es ihn nie zuvor gab. »Ich kenne keine epische Darstellung des Hitlerregimes, die sich an Prägnanz und Triftigkeit mit der vergleichen ließe, welche Grass, gleichsam nebenbei in der Blechtrommel liefert.« (Hans Magnus Enzensberger) Aus Sicht des grotesken Außenseiters Oscar Matzerath erzählt der moderne Schelmenroman ein Stück Weltgeschichte: von Danzig zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur BRD der Adenauer Zeit; vom kaschubischen Kartoffelacker bis zur Heilanstalt in Düsseldorf.Eine Freundin zum AnbeißenAch, wären die halbvampirischen Zwillinge Daka und Silvania doch wieder in Transsilvanien. Dort konnten sie ungestört kopfüber von der Decke "abhängen", durch die Gegend fliegen und nachts in die Schule gehen! Ganz anders in der neuen Heimat Deutschland. Die Schwestern müssen hier den ganzen Tag "durchmachen", in eine normale Schule mit normalen Menschen gehen - und dazu lauern an jeder Ecke Gefahren wie Rolltreppen und Straßenbahnen. Doch mit ihrer Klassenkameradin Helene ist Rettung in Sicht und vielleicht auch die erste beste Freundin?Das David-DingDer Umstand, dass Gass der einzige Privatdetektiv in Potsdam ist, hat leider keinen positiven Einfluss auf seine Auftragslage. Die ist anhaltend mau. Bis Betty, seine ehemalige Flamme, die inzwischen einem gut gehenden Gewerbe - dem ältesten nämlich - nachgeht, seine Kanzlei aufsucht, um ihn anzuheuern. Sie bringt ein Ding aus Marmor mit. Es ist das Teil, das die Männlichkeit von Michelangelos berühmter David-Statue am eindrucksvollsten darstellt. Eine solche Kunst-Entmannung wirbelt sogar in Potsdam Staub auf - zumal Betty am nächsten Tag in ihrem Séparee ermordet wird. Nun hat Gass auf einmal eine Menge zu tun...