Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Kreise im SpiegelZagreb 1998: Im Hochsicherheitstrakt sitzt der neunjährige Marke. Er ist angeklagt, seine ganze Familie vergast zu haben. Die Gefängnispsychologin Marija versucht, sich dem Jungen zu nähern. Marko reagiert mit trotzigem Schweigen. Lange geht das so: Die Nähe suchende Frau und der abwehrende Junge. Irgendwann motiviert Marija den Neunjährigen, Bilder zu malen. Und stößt vor ins Zentrum seiner Angst. Der Angst vor den erloschenen Blicken der Eltern, vor dem Zittern der kleinen Schwester, die sich im Bunker an ihn krallt. Der Satz: "Ich wünsche mir, dass wir alle verschwinden und dass endlich alles gut wird" ist der Schlüssel zu seiner Tat und die Antwort auf einen Krieg, der äußerlich kaum Zeichen hinterlassen hat, aber in den Köpfen weitergeht. "Keine Leichen auf den Straßen. Die Leichen leben in den Häusern, essen, trinken, lachen, ficken, machen Kinder, bringen ihnen bei zu hassen, bringen ihnen bei, in ständiger Angst zu leben." Todorovics Stück erinnert auch daran, dass der Krieg auf dem Balkan noch lange nicht zu Ende ist.Joint VentureGern würden sich die kampferprobten Huren Nana und Nono zur Ruhe setzen und ihre Alterssicherung den Kindern überlassen. Nanas Tochter Angelina und Nonos Sohn Julian könnten gemeinsam ein Bordell betreiben und ihren Müttern den Lebensabend versüßen. Aber passen die Kinder überhaupt zusammen? Der erste Test verläuft negativ, ebenso der zweite, und als Julian nach der ersten intimen Begegnung mit Angelina ohne Gruß und Geste das Bett verlässt, scheint der Plan endgültig gescheitert. Die Zeiten sind herzlos, die Sitten verfallen, aber Nana und Nono geben nicht auf.Der Hund aus TerracottaNicht nur die sizilianische Mafia hält Commissario Montalbano in Atem. Auch ein - zu Leichen skelettiertes - Paar in inniger Umarmung, das von einem lebensgroßen Schäferhund aus Terracotta bewacht wird, führt den Ermittler auf die Spur eines Verbrechens, das immer größere Kreise zieht...Und dann kam PauletteFerdinand lebt allein auf seinem großen Bauernhof. Eines Tages, nach einem heftigen Gewitter, kommt er bei seiner Nachbarin Marceline vorbei und sieht, dass ihr Dach eingestürzt ist. Wie kann er der netten älteren Dame helfen? Ferdinands Enkel finden, ihr Opa müsse Marceline aufnehmen. Nach anfänglichen Bedenken unterbreitet er ihr den Vorschlag, und schon bald zihet eine neue Mitbewohnerin auf den Bauernhof. Doch dabei bleibt es nicht.Die diebische ElsterRuth Moody, die Frau eines hohen Angestellten der Stadtverwaltung, kann nicht anders, als in Warenhäusern ab und zu eine Kleinigkeit mitgehen zu lassen. Sehr zum Ärger ihres Mannes, der seinen guten Ruf gefährdet sieht, wenn seine Kollegen herausfinden, dass seine Frau eine Kleptomanin ist. Er versucht sie deshalb zu überreden, endlich einen Arzt aufzusuchen, der ihre Krankheit heilen kann. Doch stattdessen wird Ruth selbst aufgesucht. Und zwar von spitzfindigen Ganoven, die ihr anbieten, sich an einem Coup zu beteiligen. Andernfalls würden sie ihre kleine Schwäche an die Öffentlichkeit bringen, drohen sie. Ruth will nichts weniger, als ihrem Mann zu schaden. Aber auf der anderen Seite möchte sie auch keine Diebin sein, die mutwillig teuren Diamantenschmuck stiehlt.DrachengiftDie Finale Schlacht zwischen den Menschen und den Feuerbewehrten GeschöpfenSie sind die Mächte des Feuers. Sie bringen Tod und Vernichtung über die Welt. Doch Silena und ihre Gefährten schlagen zurück, um das Überleben der Menschheit zu sichern. Silenas Kampf gegen die Drachen geht weiter, allerdings tritt neben dem Officium Draconis und den freien Drachenjägern plötzlich ein neuer Mitbewerber auf den Plan: eine mysteriöse Flugstaffel, die zu einem Chemie-Unternehmen gehört und mit Sprühmitteln gegen die Drachen vorgeht. Und Grigorij benimmt sich zusehends merkwürdiger. Als sei er unter den Bann eines Drachen geraten...Requiem für einen HenkerEs hätten für Siggi Baumeister ruhige Wintertage in der Abgeschiedenheit der Eifel werden können. Der Schnee fällt, die Katze erwartet Junge, und es muss Holz für den Ofen gehackt werden. Doch dann schickt ihn ein Nachrichtenmagazin zur Recherche in das Bonner Regierungsviertel, und mit einem Mal beginnt für ihn ein Albtraum. Er stolpert in das hektische Treiben einer Mordkommission. Ein Landstreicher wurde erschlagen - eigentlich höchstens eine Zehn-Zeilen-Meldung. Doch Baumeisters journalistischer Instinkt schlägt Alarm. Der Tote - soviel steht schnell fest - war nicht der, für den man ihn hielt. Die Ungereimtheiten häufen sich, Recherchen sollen halboffiziell unterbunden werden. Baumeister merkt erst im letzten Moment, daß der Preis für sein Engagement sein eigenes Leben sein könnte. Offenbar hat er sich mit Gegnern angelegt, vor denen er sich auch in der Eifel nicht verstecken kann. Ich bin MiriamSie verdient 50 000 im Jahr mit Chance auf Verdopplung. Arbeitet 70 Stunden die Woche, meist auch noch am Wochenende. Sonntags morgen geht sie ins Fitness-Studio. Miriam ist 32, Juristin mit Prädikatsexamen. Ihr Job: Unternehmens- und Personalberatung. Sie hat eine Eigentumswohnung, sie hatte seit sieben Jahren keinen Urlaub, sie trägt nicht zuviel Schmuck, nicht zuviel Make-up. Ihre Kleidung ist hochwertig, aber dezent. Miriam nimmt ihre Arbeit auch mit in ihre Träume - bis ein nicht geahnter Alptraum Wirklichkeit wird. Sie verliert ihren Job. Taucht ein in die andere, stille Welt der vielen anderen, der Brotlosen.Hell genug - und trotzdem stockfinsterEin kleines Fernsehteam dreht in Schlierscheid, einem Ort im Hunsrück, ein Dokumentarspiel über die letzten Wochen vor Kriegsende. Im Zentrum der Geschichte steht Johannes Best, der damals, im Frühjahr 1945, als Siebzehnjähriger in der Nähe seines Heimatortes stationiert war. Aus seiner persönlichen Sicht schildert er nun seine damaligen Erlebnisse und geht auf Wunsch des Regisseurs die Schauplätze noch einmal kommentierend ab. Doch sein Erinnerungsstrom, der, angereichert durch Skizzen der Situation anderer Dorfbewohner, die allgemeine Stimmung vor Kriegsende spiegelt, wird immer wieder unterbrochen durch die "besonderen Erfordernisse" des Mediums Fernsehen. So verbirgt sich hinter der Geschichte über Bests Erlebnisse eine kritische Studie über die alltägliche Arbeit beim Fernsehen, über die emotionale Verarmung eines Teams und die Gefahr selbst für einen neugierigen Filmemacher, andere Menschen zu originellem Material zu degradieren.Die Party. Von frechen Stäbchen, koscheren Tellern und anderen Merkwürdigkeiten.Ein Haus mitten in Europa, mitten in Berlin. Es soll abgerissen werden - aber vorher findet noch eine letzte Party statt. Ein rauschendes Fest mit internationalen Gästen und Speisen - und internationalen Tellern, Flaschen und sonstigem Essgeschirr. Sie streiten und sie lieben sich, diskutieren ihre Herkunft und die unterschiedlichen Bräuche. Auch die Darsteller der russischen Wodkaflasche, des koscheren Tellers und des vietnamesischen Essstäbchens diskutieren: Gibt es an ihrer Schule eine internationale Gemeinschaft, oder lebt jede Gruppe für sich? Ist Integration möglich und wenn ja: Wer muss sich anpassen?Alles ist erleuchtetEin junger Amerikaner kommt in die Ukraine. Er heißt zufällig Jonathan Safran Foer, im Gepäck hat er das vergilbte Foto einer Frau namens Augustine. Sie soll gegen Ende des 2. Weltkrieges seinen Großvater vor den Nazis gerettet haben. Jonathan will Augustine finden und Trachimbrod, den Ort, aus dem seine Familie stammt. Sein Reiseführer ist ein alter Ukrainer mit einem klapprigen Auto, sein Dolmetscher dessen Enkel Alex, ein Großmaul und ein Genie im Verballhornen von Sprache. Die Reise führt durch eine verwüstete Gegend und in eine Zeit des Grauens. Alex berichtet von den irrsinnigen Missverständnissen während dieser Fahrt, Jonathan erzählt die phantastische Geschichte Trachimbrods, und der alte Ukrainer begegnet den Gespenstern seiner Vergangenheit."Als ich 19 war, fuhr ich für drei Tage in die Ukraine. Ich hatte ein Foto meines Großvaters mit einer Frau dabei, die laut unserer Familiengeschichte meinen Großvater vor den Nazis gerettet hat. Ich blieb drei Tage, am vierten fuhr ich nach Prag, wo ich zwei Monate lebte. Während dieses Sommers, in diesen zwei Monaten, schrieb ich die erste Fassung des Buches. Und dann verbrachte ich die nächsten zwei Jahre damit, es in eine druckfertige Fassung zu bringen" - so Jonathan Safran Foer, der es mit "Alles ist erleuchtet" schaffte, aus dieser kuriosen Expedition eine heitere Geschichte zu machen, die den Horror des Holocaust doch nie verdrängt.Der TodestriebIn Frankreich wurde für Jacques Mesrines Autobiographie ein eigenes Gesetz erlassen. Es besagt, dass niemand, der über seine Verbrechen schreibt, daraus Gewinn erzielen darf. An Verbrechen hat sein im Gefängnis verfasster, knallharter Lebensbericht einiges zu bieten: Diebstahl, Einbruch, Erpressung und schließlich kaltblütig geplanten Mord. Der Todestrieb wird zu Mesrines ständigem Begleiter. Mesrine steht zum ´Abrechnungsmord´, zum Ehrenkodex der Gangster, zu seinem verkorksten und falschen Heldenidealen verbundenen Leben. Das machte ihn faszinierend und in Frankreich und Kanada zum Staatsfeind Nummer eins.