Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features.
Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus.
Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.
Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt.
Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel
Spaß.
Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.
Robert, ich, Fastnacht und die AnderenDas Stück handelt von zwei jungen Männern und einem Mädchen: dem exmatrikulierten Studenten Robert, dem Arbeiter Harry und Sophie, der angehenden Krankenschwester. Die drei versuchen aus einem Leben auszubrechen, das ihnen unerträglich geworden ist. An der Ostsee lernen sie sich kennen, verlieben sich, lieben sich. Doch die Realität holt sie ein. Robert stirbt, als er über die Mauer fliehen will. Harry geht in seinen Betrieb zurück. Sophie nimmt im Krankenhaus ihre Arbeit auf. - Den Hintergrund bildet die Parabel von Marsyas und Apoll. Sie könnte heißen: Wer sich nicht ändert, wird geändert.Der MedicusLondon im Jahre 1021: der neunjährige Rob Jeremy Cole wird nach dem Tod seiner Eltern von einem Bader aufgenommen und lernt die Faszination der Medizin kennen: einer Wissenschaft, die sich im Europa des Mittelalters zwischen Volksbelustigung und Hexerei behaupten muss. Bald hört Rob von der hohen Kunst des persischen Arztes Abu Ali al-Husain ibn Abdullah ibn Sina, genannt Avicenna. Rob beschließt, in den Orient zu ziehen, um dort ein berühmter Medicus zu werden: Ein unglaubliches Abenteuer beginnt...Leonce und LenaEs lebte im Reich Popo einmal ein Prinz namens Leonce und im Reich Pipi eine Prinzessin namens Lena. Die sollten heiraten, um aus den Reichen Pipi und Popo eine Großmacht zu machen. Da sie sich dem Willen ihrer Väter aber nicht beugen wollten, flohen sie voreinander. Das Schicksal wollte nun, dass Italien ihre gemeinsame große Sehnsucht war, und so konnte es nicht ausbleiben, dass sie sich schließlich trafen und unsterblich ineinander verliebten. Ohne sich zu erkennen, kehrten sie schließlich in ihr Heimatland zurück, um am Hofe des Königs, als Marionetten verkleidet, ihre Hochzeit zu feiern.Die Vagina-MonologeIn Amerika ist das Stück schon lange ein Bühnenhit, auch in Deutschland ist es das Erfolgsstück auf großen und kleinen Bühnen, immer wieder gespielt, häufig in prominenter Besetzung. Aus 200 Interviews mit Frauen über ihre sexuellen Erfahrungen Mitte der 90er Jahre hat die US-Journalistin und Autorin Eve Ensler eine Monologcollage verdichtet.Sie hat mit sehr unterschiedlichen Frauen gesprochen, alten und jungen Frauen, verheirateten Frauen und Singles, Lesben, Universitätsprofessorinnen und Arbeiterinnen, Managerinnen, Schauspielerinnen, Prostituierten - Frauen unterschiedlichster Nationalität.Ihr Anliegen: das Unaussprechbare aussprechbar zu machen und die individuellen Empfindungen der Frauen zur Sprache zu bringen. Alles, was mit dem "Da unten" zu tun hat - nach wie vor umgeben "von so viel Dunkelheit und Heimlichtuerei" - ist Thema des Stückes. So vielfältig wie die unterschiedlichen Namen für "Vagina" sind die Haltungen dahinter: mal komödiantisch, mal witzig-militant, mal leidenschaftlich-erotisch, mal sachlich und distanziert.Entstanden ist ein schonungsloser Text, eine Erkundungsreise in weibliche Identität, fernab jeglichen Betroffenheitskitsches.Der SpielerEin russischer General, der Spielsucht verfallen, reist durch die Städte Westeuropas und verschuldet sich zusehends. Seine einzige Hoffnung ist eine Erbschaft, doch die todkrank geglaubte reiche Tante ist bei bester Gesundheit und verspielt ihrerseits Unsummen mit dem Hauslehrer. Dem Hauslehrer Alexei geht es nicht besser.Er liebt Pauline, die schöne Stieftochter des Generals. Doch erst als er eine Glückssträhne im Spiel hat, sieht er eine Chance, Pauline für sich zu gewinnen. Dostojewski hatte 1865 den Vorschuss seines Verlegers bereits in Wiesbaden verspielt, als er ihm dafür den Roman "Der Spieler" lieferte.Besuch in einer sterbenden StadtEindrücke in einer Stadt, Reflexionen, kurze autobiographische Splitter, Brieffragmente, Buchzitate, Erzählungspartikel. Dazu Brinkmann: "Beobachtung: Dass man aus dem Haus tritt und die Reaktion auf die in den Blick tretenden Einzelheiten ´Nein´ ist. - Wieder die alte Show Sex und Tod, in die Körper geschnitten..."Der blaue BollWährend seine Frau im Kreisstädtchen Sternberg die üblichen Besorgungen macht, begegnet Gutsbesitzer Boll zufällig der Grete, die ihrem Mann, dem Schweinehirten von Parum, weggelaufen ist. Durch diese Begegnung findet Boll eine überraschende Möglichkeit, sein für ihn quälend sinnlos gewordenes Dasein nicht durch Selbstmord zu beenden, sondern - anders als bisher - weiter zu leben. Grete dagegen wird durch diese Begegnung von ihrem Wahn geheilt, sie müsse ihre Kinder ermorden, um sie aus ihrem elenden Dasein zu "erlösen". Am Ende geht Grete wieder zu Mann und Kindern, Boll wieder zu seiner Frau. Nach außen hat sich nichts geändert, aber: Zwei Menschen sind anders geworden.Das Wüten der ganzen WeltSie ist klein und eng, die Welt vom Hoofd am Nieuwe Waterweg in Südholland. Da ist die Apotheke, dort das Haus der Klavierlehrerin, das Café De Moriaan, die Zuiderkerk. Im Sommer der hohe Himmel, Deich, Strand und Wasser, im September samtenes Sonnenlicht. Hier ist er als Sohn eines Lumpenhändlers aufgewachsen, so erinnert sich der Komponist Alexander Goudveyl mehr als dreißig Jahre später. Hier, in einer alten Lagerhalle seiner Eltern,unter Nachbarn, die ihn und seine Eltern schief ansehen, weil sie die "Zugezogenen" sind, bringt er sich selber das Klavierspielen bei. Und er entdeckt eine andere Welt als die, die ihn umgibt: die Welt der Musik von Mozart, Schubert, Beethoven, den musikalischen Kosmos der Bachschen Kantaten. Und während er im Lagerhaus Klavier spielt, geschieht an einem regnerischen Samstagnachmittag im Dezember 1958 der Mord an dem Polizisten Vroombout. Ein Mord, dessen eintiger Zeuge er ist und dessen Aufklärung für ihn zur Obsession wird.Ein perfektes LebenEigentlich hatte sich der kubanische Ermittlungsbeamte Teniente Mario Conde nach einer feucht-fröhlichen Sylvesterfeier auf ein ruhiges Wochenende zum Jahresbeginn gefreut. Stattdessen zitiert ihn sein Chef in die Polizeizentrale. Rafael Morin, ehemaliger Schulkamerad von Mario Conde und jetzt hoher Regierungsbeamter, ist spurlos verschwunden. Seine Lebensgefährtin Tamara hat eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Conde wird mit dem Fall beauftragt und entdeckt verdächtige Flecken auf der scheinbar so blütenweißen Weste. Hat der prominente Wirtschaftsfunktionär wirklich ein perfektes Leben im Sinne der Revolution geführt? Conde begibt sich auf Morins Spuren und wird gleichzeitig mit den verlorenen Träumen und Illusionen seiner eigenen Generation konfrontiert, als er in Tamara seine Jugendliebe wiedererkennt.StraßenbluesEine Straße erzählt. Gesprächsfetzen, Gedankensplitter in den Köpfen der Passanten, Zufallsbegegnungen, small-talk, das Brausen des Verkehrs, Angstvisionen, der Bettelgesang eines Stadtstreichers, Alpträume, Fluchtträume mischen sich zu einer schrillen Großstadt-Kakophonie, die sich allmählich in den Geschichten einzelner Protagonisten auflöst. Aus dem Chaos bruchstückhafter und sich überlappender Augenblicksbeobachtungen und biographischer Fetzen entsteht ein Geflecht von Erzählungen. Was all die disparaten und systematisch unvollständigen Biographien zusammenhält, ist der Grundton des ´Blues´ darin, die Mischung aus Trotz und Resignation, Lebensgier und Todessehnsucht, Fernweh und Heimweh.Radio zappenDer Radio-Zapper existierte schon lange, bevor jemand dieses Wort fürs Fernsehen erfand. Der schnelle Wechsel zwischen Radiosendern verursacht ein Geräusch, ein Rauschen, ein Knistern, beim einfachen Küchenradio ist das jedenfalls nach wie vor noch so. Vor so ein Radio setzt Armando Llamas seinen imaginären Hörer - und der zappt sich munter durch die Kanäle. Aber Llamas ist kein Naturalist, und so würde wohl das Wenigste von dem, was seinem Hörer aus dem Radio entgegenschallt, tatsächlich jemals gesendet werden, dazu sind seine Radio-Bruchstücke viel zu komisch, zu verrückt. Und viel zu entlarvend wären sie wohl auch.Achtsam morden am Rande der WeltUm der Midlife-Crisis zu entgehen, begibt sich Björn Diemel auf Anraten seines Therapeuten auf Pilgerreise. Schnell stellt sich als Erkenntnis auf dem Jakobsweg heraus, dass Björns Leben die Mitte bereits längst überschritten haben könnte: Ein unbekannter Mitpilger versucht, ihn zu töten. Während bei den scheiternden Anschlägen auf ihn ein Pilger nach dem anderen seinen Lebensweg vrlässt, versucht Björn ganz achtsam, sich seiner haut zu wehren. Seine Pilger-Fragen nach Leben, Tod und Erfüllung bekommen plötzlich eine sehr praxisnahe Relevanz.