Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features.
Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus.
Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.
Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt.
Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel
Spaß.
Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.
Die Betelnuss im Kopf"Das Gefühl, unentbehrliche und überlastete Arbeiter zu sein, haben vor allem diejenigen, die die Arbeit anderer zu überwachen und zu verwalten haben. Gehetzt von der Angst, nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Mitarbeiter könnten ihre Überflüssigkeit entdecken, stopfen sie ihre Terminkalender voll mit Arbeitsessen, Sitzungen, Konferenzen und stehlen denjenigen, die wirklich arbeiten, die Zeit. Das Krankheitsbild hat längst seine Namen: Managersyndrom, Arbeitssucht, workaholism. Da die Spitzenkektiker meist über beträchtliche Macht verfügen, wagt niemand, ihnen zu sagen, wie falsch sie alles anpacken. Fallbeschreibungen, fiktive Analysestunden, der Aufsatz eines Therapeuten, die Beschwerden eines von der Arbeitssucht befallenen Schriftstellers, die Krankheitsgeschichte einer Fernsehredakteurin: Gedankensplitter, Bewusstseinsströme, Zitate aus der Fachliteratur - aus diesem Material wird das Phantom-Bild einer neuerkannten Krankheit montiert, die im Zeitalter zunehmender Arbeitslosigkeit menschenfeindliche Züge annimmt." (Alfred Behrens)Der BergkristallDie Geschichte spielt am Heiligen Abend in den Bergen Österreichs. Die Geschwister Konrad und Sanna sind zehn und acht Jahre alt, und sie wollen den Großeltern im Nachbardorf Grüße und Geschenke zum Fest bringen. Sie machen sich alleine auf, denn die Eltern haben keine Zeit. Die Großeltern freuen sich, schicken die Kinder rechtzeitig zurück, doch auf halbem Weg fällt der Schnee plötzlich so dicht, dass die Kinder sich verirren. Bei Anbruch der Dunkelheit steht fest, sie müssen über Nacht in den Bergen ausharren. Tapfer wehren sie sich gegen die Kälte, den Schlaf und ihre Angst.Der MörderAn jedem ersten Dienstag des Monats nimmt Hans Kuperus gewöhnlich an einem Mediziner-Treffen teil. Nur zweimal weicht er davon ab. Das erste Mal überzeugt er sich davon, dass seine Frau in mit dem Anwalt Graf de Schutter betrügt, ganz genau so, wie es ihm in einem Brief ohne Absender mitgeteilt worden ist. Beim zweiten Mal erschießt er die beiden. Er wirft die Körper in einen Kanal und lässt die Beweise für das Verbrechen verschwinden. Doch anstatt Reue zu empfinden, fühlt sich der Mörder wie befreit. Er nimmt sich ein Dienstmädchen als Geliebte, er versucht, den Platz des Getöteten in der Gesellschaft einzunehmen und besucht weiterhin die regelmäßigen Treffen der Billardakademie, deren Vorsitzender der reiche und angesehene de Schutter war. Kein Verdacht scheint auf Hans Kuperus zu fallen. Doch dann laufen die Dinge aus dem Ruder. Kuperus erfährt, wer ihm den anonymen Brief geschrieben hat, der ihn damals aus seiner Normalität riss. Das Eis auf den Kanälen schmilzt und gibt die Leichen frei.Die NS-Führung im Verhör Herrschaft: Organisation der MachtWie kam es, dass die meisten Deutschen den Nationalsozialisten bis in die letzten Tage des NS-Staates so willig folgten? Die Alliierten wollten verstehen, wie der Nationalsozialismus als Herrschaftssystem funktioniert hatte. Es ging ihnen nicht nur um Gesetzesgehorsam und Folgebereitschaft, sondern um die Erklärung von Verbrechen in einem vielen bis heute nicht vorstellbaren Ausmaß. Persönliche Verantwortung für die Gewaltverbrechen wurde von den Tätern abgestritten. Sie beriefen sich auf Befehl und Gehorsam und setzten darauf, dass die Schuld des Einzelnen nicht mehr festzustellen war. Die Berufung auf bestehende Herrschaftsverhältnisse sollte ihnen Schutz gewähren. Das Führerprinzip des NSStaats half den Tätern, sich der eigenen Verantwortung zu entziehen. Die Angeklagten beharrten darauf, von den Verbrechen nicht gewusst zu haben. Die Alliierten versuchten deshalb, die Befehlsstrukturen genau zu ermitteln und zu durchschauen, wie die Macht organisiert war. Wer gab die Befehle und vor allem, wie weit gingen die Befugnisse der Funktionsträger?EmmaEs ist das Jahr 1938, bei "Breuder" im Schaufenster sitzt eine wunderschöne Puppe. Julia wünscht sich diese Puppe zu ihrem 6. Geburtstag. Es wird ihr schönstes Geburtstagsgeschenk, sie nennt sie Emma und die beiden werden gute Freunde. Mit Emma nascht Julia aus Papas Lebensmittelladen Likör und Liebesperlen, mit ihr versteckt sie sich unter der Bettdecke vor dem Krieg, und mit ihr will sie Papas Auto vor dem Kriegseinsatz retten. Emma kommt mit in den Luftschutzkeller und versteckt sich mit bei Tante Jusch auf dem Land. Im Frühjahr 1945 kriecht Julia mit ihrer Mutter auf dem Bauch aus der russischen Besatzungszone ins "Niemandsland". Sie müssen alles zurücklassen, auch Emma.Stille Nacht - Heilige NachtDer Weihnachtsabend auf einer Skihütte wird zu einer unvergesslichen »Heiligen Nacht«: Als Richard, Simone, Frank, Marianne und Joachim nach dem leckeren Festschmaus zur Bescherung übergehen wollen, bekommen sie unverhofft Besuch von drei Gangstern. Die hatten sich die Hütte als Plan B ausgesucht und bringen von ihrem missglückten Überfall auf ein Kaufhaus lediglich eine Schusswunde mit unter den Tannenbaum. Für Richard und seine Freunde bedeutet das eine weniger romantische Bescherung. Während sie den Gangstern als Geiseln dienen, zerrüttet der Kopf der Bande schamlos das nur oberflächlich harmonische Beziehungsgefüge der Weihnachtsgesellschaft.UntenDer Busfahrer Edgar Hoppe wird vor seiner Stammkneipe niedergeschossen. Da kein Raubmord vorzuliegen scheint, bleibt nur ein persönliches Motiv für die Bluttat. Rache? Eifersucht? Sozialneid? Verdächtige gibt es genug in Hoppes Umfeld. Seine Zechkumpane ebenso wie Hoppes "Braut" und deren Ex. Ein Fall, der Kommissarin Nusser und ihrem Assistenten Möller an die Nieren geht - aus unterschiedlichen Gründen. Denn während Möller in der Kneipe "recherchiert", sieht Nusser sich veranlasst, sich um die pubertierende Tochter der trauernden Witwe zu kümmern. Nur "Mutterkomplex", wie Konrad Nusser seiner Frau unterstellt? Oder weiß die kleine Tanja mehr über den Fall, der der Kommissarin langsam zu entgleiten droht?DraculaEin Vampir im kühlen, viktorianischen England! Graf Dracula zieht es von seinem Gruselschloß in den Karpaten hin zu einem Landhaus nahe London und zu zarten, britischen Hälsen - besonders zu dem einer gewissen reizenden jungen Dame. Schlimm, dass gerade deren Verlobter dem lichtscheuen Grafen den Weg bereitet - und vor Grauen darüber fast den Verstand verliert.Die Stimme des HörersIm falschen FilmJoe und Kel sind dicke Freunde. Schon als Kinder haben sie Filmszenen nachgespielt, auch den berühmten Sprung aus "Butch Cassidy and the Sundance Kid" - allerdings mit dem Unterschied, dass nur der neunjährige Joe sprang und sich den Knöchel verstauchte, während Kel oben stehen blieb und herzhaft lachte. Dennoch blieben sie Freunde und kultivierten ihre Filmleidenschaft, bis sie ganze Dialogpassagen aus den "39 Stufen", dem "Malteserfalken" oder "Chinatown" auswendig konnten.Nun ist Kel verschwunden. Er handelt mit Antiquitäten, und man vermutet, dass er sich auf einer längeren Einkaufstour in Osteuropa befinden könnte. Aber warum hört Joe dann bei einem der seltenen Anrufe seines Freundes eine bekannte Turmglocke im Hintergrund? Und was hat eine gewisse Carmen Quest mit all dem zu tun, die Joe für Kel suchen soll?Romeo und JuliaIn Verona wütet eine Fehde zwischen den Familien der Montagues und der Capulets. Das junge Liebespaar Romeo und Julia kann sich nur heimlich treffen. Durch ein tragisches Missverständnis bringen sich die beiden Liebenden um. Erst jetzt versöhnen sich die zerstrittenen Familien. In der durch ihre herausragende Besetzung legendären Hörspielproduktion Alfred Brauns spricht der 23 Jahre alte Klaus Kinski den Romeo, Traute Bendach die Julia und Hanns Lothar den Mercutio. "Dass Bruderhand sich gegen Bruderhand erhebt und unsere Stadt zerreißt", klagen die Bürger Veronas. Kurz nach der Gründung zweier deutscher Staaten inszenierte Alfred Braun Shakespeares Stück über die Liebenden zwischen den Fronten und förderte dessen tagespolitische Bedeutung zutage.Ostragon und WessimirIntendant Dr. Diekmüller will gerade ins Theater, als ein merkwürdiger Herr zu ihm ins Auto, steigt. Er hält ihm eine Pistole unter die Nase und nötigt ihn, auf einen Waldweg zu fahren. Ein Herr Ostragon aus Chemnitz. Er habe ein Stück geschrieben, doch Herr Dr. Diekmüller habe es ungelesen retourniert. Dabei ginge das Zeitdrama par excellence ungefähr so: Die Spannungen zwischen den beiden allzu rasch vereinigten Teilen Deutschlands ausnutzend, verkauft ein gewisser Herr Wessimir für zwanzig Mark pro Stück Steine - Steine für die Wiedererrichtung der Mauer. Bald hat er seine Millionen auf dem Konto, und in Berlin steht eine nagelneue Mauer von zwölf oder fünfzehn Metern Länge. Die Geprellten klagen, eine junge Frau, ganz Jeanne d´Arc, tritt mit gezogenem Revolver auf ihn zu --- Ostragon drückt Dr. Diekmüller seine eigene Pistole in die Hand, Schreckschusspistole, beruhigt er, doch als der abdrückt, sickert das Blut durch Ostragons Hemd... Kaum hat Dr. Diekmüller das Stück zur posthumen Uraufführung angenommen, erweist sich das Blut allerdings als Trick. Und Ostragon ist gar kein Autor, sondern ein Schauspieler auf der Suche nach einem Engagement. Schade... Dr. Diekmüller hatte den Kassenerfolg der Polit-Romanze schon fest eingeplant. Doch da kommt ihm noch eine andere Idee ... und die hat durchaus etwas mit dem Stück zu tun.