Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Die singende RoseDie Kunst des Erzählens hat im Orient eine jahrhundertealte Tradition, denn das Morgenland ist ein Reich voller Fantasie, Weisheit und Witz. Fünf Märchen aus Ägypten, Syrien, dem Irak und Marokko berichten von klugen Frauen, einer singenden Rose, von der Liebe und anderen Wundern. Dem Kadi bereitet die amüsante List einer schönen Frau Muskelkater. Yusuf und Nura entdecken im Wald einen silbernen Spiegel und - ihre Liebe. Und in dem Märchen "Die singende Rose" müssen zwei Königskinder mit silberem und goldenem Haar große Hindernisse überwinden, um ihre wahre Herkunft herauszufinden.Meisterhaft gesprochen von Hannelore Hoger, Henning Venske und Katharina Thalbach.Mit den musikalisch-orientalischen Impressionen von Ulrich Maske zwischen den Geschichten wird diese Produktion zu einem märchenhaften HörErlebnis.Der WinterschmiedDer Winterschmied führt die in den ersten beiden Bänden begonnene Geschichte fort, lässt sich aber wie diese auch als in sich abgeschlossener Roman lesen. Die Handlung wird in einer einzigen langen Rückblende erzählt, die im ersten Kapitel beginnt und im letzten aufgelöst wird -- ein erzählerischer Kniff, der für jede Menge Spannung sorgt. Natürlich begegnen uns auch hier wieder liebgewonnene Figuren wie Oma Wetterwachs oder Nanny Ogg. Einfühlsam beschreibt Pratchett Tiffanys Entwicklung, die sich mehr und mehr von ihrer Jugend verabschieden und der Verantwortung des Erwachsenendaseins stellen muss. Das Ganze wie immer gewürzt mit zahlreichen urkomischen Dialogen und phantasievollen Ideen -- Pratchett in Reinform!Pippi, Kalle, Michel und Co.Am 14.November wäre Astrid Lindgren 95 Jahre alt geworden. Ihre Bedeutung für die Kinder- und Jugendliteratur lässt sich gut daran ablesen, dass allein in Deutschland über 100 Schulen ihren Namen tragen. In Mikado, dem Kinderprogramm des NDR wurden Kinder aufgefordert, sich in die Haut des Meisterdetektivs Kalle Blomquist hineinzuversetzen und einen neuen verwickelten Kriminalfall zu lösen. Die besten Ideen werden in szenische Texte umgesetzt und im Rahmen einer festlichen Veranstaltung zu Ehren Astrid Lindgrens zum Besten gegeben. Dabei wirken neben schauspielernden Profis auch Kinder aus Astrid-Lindgren-Schulen in Norddeutschland mit. Die NDR-Bigband sorgt für den musikalischen Rahmen und variiert in übermütigen Arrangements bekannte Melodien zu den Stoffen Astrid Lindgrens, zum Beispiel die Pippi-Langstrumpf-Melodie und die Titelmelodie des NDR-Hörspielklassikers "Kalle Blomquist". Diese Sendung zu Ehren der am 28. Januar 2002 verstorbenen "Königin des Kinderbuchs" findet im Rahmen des Hamburger Festivals "KinderKinder" statt, in Kooperation mit "Kinder, Kinder e.V." und dem Oetinger-Verlag, in dem alle Lindgren-Bücher erschienen sind.Die Quellen des BösenUm Lodriks Tod zu rächen, greifen die Untertanen zu den Waffen. Niemand ahnt, dass der geachtete Herrscher das Opfer seiner machtbesessenen Kinder wurde. Der Größenwahn des jungen Govan scheint keine Grenzen zu kennen. Dann aber wird das Gerücht laut, Lodrik sei noch am Leben. Und auch der junge Lorin zieht aus, um gemeinsam mit seinen geheimnisvollen Verbündeten gegen die Horden des Bösen anzutreten. Doch Govan setzt alles daran, die Dunkle Zeit endgültig über Ulldart hereinbrechen zu lassen...On the tracksGroße Fragen: Hat das Leben einen Sinn und ein Ziel? Was bleibt von einem Tag? Sieben Beschatter heften sich an die Fersen von sieben willkürlich ausgewählten Menschen. Die Spielregeln: Sieben Personen (der Detektiv, der Popstar, die Hausfrau, der Verliebte, die TV-Moderatorin, der Sportler, der einsame Mann) begeben sich in sieben Städte auf die Suche nach Schönheit, nach Liebe, den Deutschen etc. - oder nach sich selbst. Jede dieser Eigenschaften finden wir in einem festgesetzten Tag verkörpert und in einem wildfremden Menschen auf der Straße. Sie folgen diesen Menschen. Die sieben Beschattungsprotokolle sind Grundlage für sieben musikalische Tracks. Die technischen Daten: niemand tanzt gern allein und doch ist jeder gern für sich. Also?ThorWenn er jemals einen Namen gehabt hatte, so hatte er ihn vergessen.Wenn er jemals Eltern gehabt hatte, so erinnerte er sich nicht an sie.Wenn er jemals geboren worden war, so wusste er nicht mehr, wann.Ein Mann ohne Namen. Ein Rudel geifernder Wölfe im peitschenden Schnee. Deer Mann weiß: Der Name des einen Wolfes ist Fenrir - sonst erinnert er sich an nichts. Ein Blitz, der die Wolken zerreißt, und ein Grollen von Donner in der Ferne. Wer ist dieser mann? Ist er, wie manche glauben, wirklich Thor, der Gott des Donners? Und ist er gekommen, die Menschheit zu retten - oder sie zu vernichten?Zwölf Jahre danachNicole Berger will nach zwölf Jahren den Tod ihres Vaters aufklären, der wahrscheinlich ermordet wurde. Aus diesem Grunde kommt sie - nachdem sie ihre Berufsausbildung beendet hat - in ihre Heimatstadt zurück. Alle Beteiligten, die sich an diesen Vorfall noch erinnern, machen ihr gegenüber sehr widersprüchliche Aussagen. Doch gerade diese sind sehr aufschlussreich für Kommissar Möller, der damals den Fall übernommen hatte. Zusammen mit Nicole versucht er erneut, die Geschehnisse aus längst vergangener Zeit zu rekonstruieren. Möller will versuchen, den Mörder zu finden, denn es ist inzwischen sicher, dass es sich damals um ein Verbrechen gehandelt hat. Nicole will nur den Namen des Täters - nicht mehr.Malen wie die Vögel singenMarc Chagall lebte 98 Jahre: ein optimistisches Leben, trotz Antisemitismus, Krieg und politischer Wirren. Als Sohn eines Witebsker Juden erlebt er die ersten Anfeindungen und Pogrome. Getrieben vom Traum, ein bedeutender Maler zu werden, beginnt er seinen künstlerischen Weg in Petersburg, zieht dann nach Paris, dem Zentrum der europäischen Bohème. Zurück in Russland, muss er seine träumerisch-bunte Malerei gegen den Vorwurf "bourgeoiser Phantasie" verteidigen. Seinem Stil immer treu bleibend, findet er Anerkennung erst im mittleren Lebensalter.Unsterblich"Ich will nicht schreiben, nicht sterben, nichts, ich lehne ab, ich lege auf, ich trinke aus, ich habe keine Mark, ich gebe nichts preis, noch nicht, später, wer hetzt mich denn. Der Tod? Sein Problem. Ich sterbe nicht, also habe ich Zeit wie Heu."Frederike Frei hat sich Umberto Ecos Gedanken zu eigen gemacht: "Das Lachen ist eine Art, die Nichtigkeit des Lebens, der Existenz kontinuierlich aufzuzeigen, es bedeutet, das Drama verlassen zu können... Es ist eine Weise, uns gegen das Wesen des Todes und des Unglücks zu schützen."In einem Zug"Da gibt es einen Mann. Der ist vierzig Jahre alt, hat zwei Kinder und ist von Beruf Bauingenieur. Er hat sich auf Brückenbau spezialisiert. Leute vom Fach sagen: Doch, der hat was auf dem Kasten. - Kurzum, er ist zufrieden. Dieser Mann bin ich, das heißt, war ich. Denn in zwei Stunden wird das mit der Zufriedenheit anders aussehen."Dieser Mann sitzt in einem Zug. Vor wenigen Tagen erhielt er einen Anruf von einer Frau, die ihn bat, ihrem Sohn eine Arbeit zu vermitteln. Um das zu tun, fährt er jetzt zu einer der Baustellen seiner Firma. Aber die Zeit fährt mit ihm, die vergangene und die, die dieser Zugfahrt und ihren unerwarteten Begegnungen folgen wird. Und der Mann beobachtet, was ihm dabei geschieht: "Das Ganze gleicht einem Theaterstück, in dem Darsteller und Zuschauer ein und dieselbe Person sind. Der Tod spielt übrigens auch mit."Die Abenteuer des Herrn Goljadkin"Der Doppelgänger", ein ganz früher Roman von Dostojewski, ist 1846 zum ersten Mal erschienen, in einer überarbeiteten Fassung 1866. Er schildert die Entstehung der Schizophrenie. Den Hintergrund des Romans bilden das neblige Petersburg und ein anonymes, von einer starken Beamtenhierarchie gelenktes Ministerium. Nach einem äußerst demütigenden Erlebnis auf einer Geburtstagsfeier begegnet der Titularrat Goljadkin zum ersten Mal seinem Doppelgänger, einer Personifikation aller Eigenschaften, die der eher schüchterne und ungeschickte Beamte sich erträumt. Es entwickelt sich ein grotesker, immer bösartigerer Kampf zwischen Herrn Goljadkin und seinem Widersacher, dem es auf undurchsichtige Weise gelingt, den wirklichen Herrn Goljadkin aus dem Amt zu drängen und schließlich seiner Existenz zu berauben: "Ich bin nicht ich, sondern jemand ganz anderer, der mir verblüffend ähnlich ist."Heinz von Cramer hat aus dem Roman einen szenischen Monolog entwickelt, in dem alle Rollen von einem einzigen Schauspieler, dem Darsteller des Herrn Goljadkin, gesprochen werden.Unter den BrückenZwei Kahnschiffer auf den Gewässern in und um Berlin verlieben sich in dasselbe Mädchen. Als das Mädchen zwischen beiden eine Entscheidung trifft, beginnt auf dem Kahn ein neues Leben zu dritt. 1944 drehte Helmut Käutner bei der UFA nach einem gemeinsam mit Walter Ulbrich verfassten Drehbuch den Film "Unter den Brücken", den er zeitlebens zurecht für seinen besten hielt. Während man allenthalben die "Volksgemeinschaft" und den fanatischen Einsatz beschwor, stellte sich Käutner in Gegensatz zu den propagierten Tugenden der Disziplin und Selbstverleugnung. Erst 1950 gelangte der Film in die deutschen Kinos. 1951 entstand in Bremen mit neuer Besetzung die Hörspielversion. Käutner übernahm darin die Rolle des Kahnschiffers Willi. Als Regisseur gelang es ihm, die Erzähltechnik des Films auf das akustische Medium zu übertragen und eine eigene Darstellungsform zwischen Realismus und Imagination zu finden.