Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Nummer 563.000, Planquadrat C 3Irgendwann in der Zukunft. Die Welt ist derartig dicht bevölkert, dass die Behörden die Lebenszeit jedes Menschen strikt reglementiert haben: ein Teil lebt an den geraden, der andere an den ungeraden Tagen. Ein Wechsel ist nicht erlaubt. Aber kein System ist so perfekt, dass es nicht die eine oder andere Lücke gäbe ... Jedenfalls lernt Bernhard eine Frau kennen, die aus der anderen Zeit kommt. Nun kommt es darauf an, sich Gelegenheit zum Schäferstündchen zu organisieren. Wie gut, dass es Edwin, den väterlichen Freund gibt. Der lebt quasi als Einsiedler in seiner Wohnung, ist verschwiegen und hat Platz. Aber er bleibt nicht uneigennützig, die fatale Nähe der Frau aus der anderen Zeit weckt längst vergessene Begierden. Die Parabel um Freundesbetrug und Selbstentlarvung, Wissen und Wahrheit beginnt.Heißes Wasser für alleEine junge Frau, so scheint es, versucht sich zu sortieren, eingefangen in ihrem Alltag, ihren Phantasmen und ihren Sehnsüchten. Immer wieder entgleitet ihr Bewusstsein in die Sprachregister von Werbung, Lebenshilfe, verzweifelter Selbstreflexion, Geschichtenerzählen und Ironie. Aber gehört diese Stimme einer Frau oder verkörpert sie nicht zugleich viele in einer einzigen Person. Ist der Versuch, eine Identität und Biographie zu konstruieren, zum Scheitern verurteilt?"´Heißes Wasser für alle´ stellt verzweifelt die Frage nach dem leichten Überleben, hier und immerhier, scheiternd vor dem Anderswo." (die Autorin)Katzen haben sieben LebenEine Szenenfolge weiblicher Machtduelle. Variationen des einen Kampfes, der mal listig und versteckt, mal offenherzig und brutal ausgetragen wird. Ein Hörspiel im Spannungsfeld von Herrschaft und Demut, Nähe und Zerstörung - und immer in der poetischen Sprache, die Jenny Erpenbeck auszeichnet. Es ist die Geschichte zweier Frauen, vieler Frauen. Ein Spiel des Seitentausches und der wechselnden Rollen: Herrin und Dienerin, Mutter und Tochter, Chefin und Angestellte, Kranke und Gesunde, Ehefrau und Geliebte. - Katzen haben sieben Leben, Frauen spielen viele Rollen.Das Lewskow-ManuscriptLevy Lautmann, der Erzähler der Geschichte, der gerade ein neues Gesicht gewonnen hat, ist Aufklärer in einer hochtechnisierten Welt. Seine Aufgabe ist es zu überprüfen, ob Manuskripte ins "Zentralarchiv der Gesellschaft" aufgenommen werden dürfen oder nicht. Als ihm das "Lewskow-Manuscript" zur Überprüfung übergeben wird, das ihm unter besonderen Umständen zugespielt wird, ist er auf eigentümliche Weise berührt. Gegen Gepflogenheiten und Gesetz nimmt er Kontakt mit der Kollegin Lisa auf, die das Script ebenfalls liest. Wie Jäger eines verlorenen Schatzes wollen beide das Geheimnis des Papiers ergründen. Lautmann gelangt dabei ans Ende seiner Welt, überwindet eine riesige Mauer und findet sich zusammen mit Lisa in einer Ruinenlandschaft. Gegen die Zurichtungen und Überreizungen einer hochtechnisierten Gesellschaft entdecken sie sich zusammen als Individuen.Mädchenzimmer mit SoldatenZweiter Weltkrieg. Die Schwestern Elfriede und Hannelore haben sich nachts im Kinderzimmer ein gruseliges Spiel ausgedacht: Sie fantasieren sich in ein Lazarett und spielen mit verstellten Stimmen sechs verletzte Soldaten. Das Zimmer verwandeln sie in einen männlichen Kosmos von Schmerz, Heimweh, Erotik, Tapferkeit und Schuld. Mit Empathie, Aberwitz und Boshaftigkeit wehren sie sich gegen die Schrecken des Krieges. Ihre Mutter glaubt, dass die Töchter schlafen, und empfängt im Wohnzimmer einen Liebhaber. Im Laufe des Spiels liefern die Schwestern ihren eigenen Vater in ihr Lazarett ein und rechnen in der Phantasie mit ihm ab - mit Hilfe von »Schwester Kunigunde«, einer Spiegelgestalt ihrer Mutter, und ihren lebendig werdenden Puppen. Eine bizarre Gratwanderung zwischen Groteske und Grauen, Komik und Anrührung.Kurze Lebensläufe der IdiotenHerr Pigozzi hat in der Zeitung von einem ostdeutschen Maschinenbauingenieur gelesen, der 1976 aus Teilen alter Autos ein kleines Motorflugzeug bastelte und damit über die Grenze nach Westdeutschland geflohen war... Da Herr Pigozzi einen alten Fiat besitzt und sich weder mit seiner Frau noch mit seiner Tochter versteht, liebäugelt er schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, eines schönen Tages davonzufliegen...So geht es zu in "Kurze Lebensläufe der Idioten", dem närrischsten und heitersten Buch des Erzählers Ermanno Cavazzoni: ein Monatskalender mit seltsamen Heiligen für jeden Werktag und einem außergewöhnlichen Selbstmord für jeden Feiertag.Otherland - Berg aus schwarzem GlasDie Helden sitzen niedergeschlagen und mutlos in den unterschiedlichsten Fallen, die die mysteriöse Gralsbruderschaft, die hemmungslos Kinder in virtuelle Fallen lockt, um die Weltherrschaft zu erlangen, ihnen gestellt hat. Der Suffkopp Long Josef Sulaweyo wird entführt. Jeremiah wartet vergeblich auf ihn, und kann selbst nicht verschwinden, denn er wacht darüber, dass Rennie und !Xabbu in ihren VR-Tanks heil bleiben. Doch die Tücken liegen im Detail. Oder um genauer zu sein: im Cyberspace. Dem Otherland. Denn hier sind die Lehrerin Rennie und ihr Student !Xabbu gemeinsam mit Martine, Florimel, T4b und Emily eingeschlossen in einer trostlosen Landschaft und finden keinen Ausweg. Damit ergeht es ihnen wie dem einstigen Soldaten Paul Jonas, der zwar den Wirren des Ersten Weltkrieges endlich entkommen ist, nun aber als Homers Odysseus einen Weg aus seiner vertrackten Lage sucht. Womit wir bei Orlando Gardiner und seinem Freund Fredericks wären, die von einer Kraft vorwärtsgetrieben werden, die wie ein Orkan so mächtig ist, dass sie ihr kaum widerstehen können... Die Geschichte entwickelt Dynamik. Je weiter sie fortschreitet, umso rasanter wird ihr Plot. Nicht nur das: Williams´ Helden beginnen zunehmend zu begreifen. Das ist erfreulich. Denn endlich lichtet sich auch für den Hörer langsam das gewaltige Otherland-Konstrukt. Die Protagonisten müssen sich ihren Aufgaben stellen, um auf diesem tapferen Wege über sich selbst hinauszuwachsen. Denn nur dann, das lehrt uns auch die moderne Fantasy, können sie ihren Gegner, den hemmungslosen Felix Jongleur, den Anführer der Gralsbruderschaft, mit seinen eigenen Waffen schlagen. "Wenn diese Wesen Maschineneffekte waren, dann war es um so wahrscheinlicher, dass es Regeln gab, Logik... Antworten", sinniert Paul Jonas über die simulierten Gegner im Otherland. "Er musste bloß herausfinden, wie sie lauten." Und tatsächlich: langsam, ganz langsam lichtet sich für die Helden das virtuelle Dickicht. Ein Silberstreif am Datenhorizont. Es offenbart sich ein "Meer des silbernen Lichts". Und das ist der Titel von Band 4. Dort werden am Ende in einem grandiosen Show-Down die einzelnen Handlungsstränge zusammengeführt und das Rätsel von Otherland gelöst - wir sind gespannt.S.M.I.L.E.Schwarz ist Storyschreiber und hat eine Geschichte im Kopf, die er noch nicht zusammenbringt. Ein Doppelgänger wird ihn nötigen, die Geschichte zu erleben, die er, der Doppelgänger, bereits erlebt hat. Auf TERRA 2 sind alle großen Städte Müll, die ´dritte Welt´ ist ein globaler Begriff, und die Biosphäre scheint ihrer schlimmsten Kinder endgültig überdrüssig. Auf Einladung des japanisch-amerikanischen Megakonzerns S.M.I.L.E. begibt sich die Wissenschaftsjournalistin J. S. Löwenstein, eine Freundin von Schwarz, nach Kalifornien, um das neueste Produkt elektronischer Hochtechnologie, die ´SSC 5´, eine Cyberspace-Anlage, zu testen. SSC 5 bietet keine programmierten Sensationen an, sondern das eigene Bewusstsein als Bündel alternativer Lebensräume. Schwarz reist ihr nach.Der Rest war SchweigenAnastasija Kamenskaja erstellt einen Bericht über ungeklärte Morde. Da bittet sie ihr Halbbruder Sascha, der als Bankier zu Geld gekommen ist, um Hilfe. Seit er sich mit seiner Geliebten Dascha bei seinen reichen Freunden zeigt, wird bei diesen eingebrochen. Er verdächtigt die Freundin, mit Kriminellen zusammenzuarbeiten. Als Kundin getarnt besucht die Kommissarin die junge Frau in der Boutique, in der sie arbeitet. Sie wirkt nicht wie eine Kriminelle, ja, gesteht ihr, dass sie sich selbst von zwielichtigen Gestalten verfolgt fühlt. Die weiteren Recherchen führen zu sich gegenseitig bekämpfenden kriminellen Fraktionen. Kamenskaja ist mehrfach gefordert: Nicht nur, dass der Fall sich immer weiter ausdehnt, sie muss auch die gefährdete Dascha schützen. Das erfordert ein Zusammenspiel mit den Gangstern.Der grüne LeguanSonderermittlerin Garcia Negro hat eine Reihe von Mordfällen aufzuklären. Sie entdeckt, dass alle Opfer Studenten waren. Um eine Massenhysterie zu vermeiden, verschweigen die Behörden, dass in Bologna ein Serienkiller umgeht. Garcia bekommt Hilfe von dem blinden Simone, der nachts den Polizeifunk und Internet-Chats belauscht. Simone hat die Stimme des "Leguans" gehört. Er wird so genannt, weil er seinen Opfern die Haut abzieht und sich selbst überstreift. Der Grund: Er will in anderen Körpern wiedergeboren werden. Garcia fühlt sich von dem stillen, zurückhaltenden Simone angezogen. Aber auch der "Leguan" ist auf ihn aufmerksam geworden...Chelsea HotelEin Filmemacher sitzt im New Yorker Chelsea Hotel in der 23. Straße und spürt dem Mythos dieser Künstlerherberge nach, zu dem Autoren wie Thomas Wolfe, Arthur Miller, Eugene O´Neill, Tennessee Williams, Allen Ginsberg oder Dylan Thomas beitrugen. Im Zimmer Nr. 422, wo Jack Kerouac seinen Kultroman "On the Road" schrieb, trägt der Filmemacher Material für ein Drehbuch zusammen. Aber als er in der Bar auf Lou stößt, verliert das eigene Projekt zunehmend an Kontur. Lou ist ein gut verdienender Spezialist in einem unangenehmen Job: Er hat eine Lizenz als "Crime Scene Cleaner", was nichts anderes bedeutet, als dass er nach Selbstmorden oder Gewaltverbrechen die Tatorte zu reinigen hat. Lou trennt die Legenden des Chelsea Hotels von den Tatsachen. Er erzählt, wie es im Zimmer Nr. 100 wirklich aussah, nachdem Nancy dem Messer von Sid Vicious (von den Sex Pistols) zum Opfer fiel und zieht den Filmemacher immer stärker in seinen Bann.DiabolusEin Geheimdienst mit nahezu unbegrenzter Macht... Ein einzigartiger Computer, der Codes in Minuten entschlüsselt... Ein Mann, der nur ein Ziel kennt: den ultimativen Code... Ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit... Ein Plan, der die Sicherheit die USA aufs Höchste gefährdet...