Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features.
Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus.
Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.
Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt.
Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel
Spaß.
Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.
Hell genug - und trotzdem stockfinsterEin kleines Fernsehteam dreht in Schlierscheid, einem Ort im Hunsrück, ein Dokumentarspiel über die letzten Wochen vor Kriegsende. Im Zentrum der Geschichte steht Johannes Best, der damals, im Frühjahr 1945, als Siebzehnjähriger in der Nähe seines Heimatortes stationiert war. Aus seiner persönlichen Sicht schildert er nun seine damaligen Erlebnisse und geht auf Wunsch des Regisseurs die Schauplätze noch einmal kommentierend ab. Doch sein Erinnerungsstrom, der, angereichert durch Skizzen der Situation anderer Dorfbewohner, die allgemeine Stimmung vor Kriegsende spiegelt, wird immer wieder unterbrochen durch die "besonderen Erfordernisse" des Mediums Fernsehen. So verbirgt sich hinter der Geschichte über Bests Erlebnisse eine kritische Studie über die alltägliche Arbeit beim Fernsehen, über die emotionale Verarmung eines Teams und die Gefahr selbst für einen neugierigen Filmemacher, andere Menschen zu originellem Material zu degradieren.Little Lady Kakerlak oder Alles geschieht zu unserem BestenHenry, ein für seine Frau und den zahlreichen Nachwuchs treusorgender Familienvater, besitzt einen unerschütterlichen Glauben an die Gerechtigkeit jener universalen Lenkung, die sein und aller Geschick bestimmt. Seine Frau Angela würde ihn dabei nach Kräften unterstützen, wenn sie nicht viel wichtigere, wenngleich profanere Probleme hätte, wie zum Beispiel die Sorge, ob die neuen Nachbarskinder der richtige Umgang für die eigenen Kinder sein können.Doch dann geht alles sehr rasch. Ohnmächtig stemmen sich Henry und Angela gegen das Unglück, das nach und nach über die ganze Familie hereinbricht. Denn Henry und Angela gehören zur Gattung der ´Blattarien´, jener geradflügeligen Insekten, die wir ´Kakerlaken´ nennen. Sie befinden sich als Versuchstiere im Laboratorium des Biologen Sir Archibald Sopwith-Plackett, der unter Mozart-Klängen und im Dienste der Wissenschaft grausame Experimente an den Ungeziefer-Kreaturen vornimmt.KupschKupsch ist ein gutgelaunter Single, ein Ästhet und Gourmet, den die Frauen lieben - alles in allem eine höchst erfreuliche Erscheinung auf Parties und Kongressen. Oder - so fragt er sich zunehmend beunruhigt- ist alles nur "Mache" und er kracht plötzlich zusammen wie ein Kartenhaus? Aber was sorgt er sich? "Nichts Besonderes festzustellen. Kupsch wie immer. Und doch etwas verändert sich... Ich meine: die Hand. Hand, du kommst mir fremd vor. Ich meine: der Brustkorb, die Oberschenkel, die Füße. Keine Wahnideen, Kupsch! Vorsicht!" Tatsächlich: seine glanzvollen Auftritte geraten mehr und mehr zu einem Desaster. Aus seinem Mund purzeln befremdliche Grobheiten hervor. Sein wohlgeformter Körper beult sich in scheußlichen Auswüchsen, die Haut platzt auf, und aus seinem Inneren quillt schließlich ein gewalttätiges, unförmiges Wesen, das das Kommando übernimmt.Mit "Kupsch" beschreibt Dorst den Prozeß einer monströsen Selbstentdeckung, die sich so gewaltsam ereignet, da sich Kupsch ihr angstvoll widersetzt.Auschwitz. StimmenAuschwitz, das ist ungekanntes menschliches Leid und ebenso ungekannte menschliche Grausamkeit. Was aber war Auschwitz genau? Was geschah in diesem Lager mit Gleisanschluss, fern im Osten? Niemand kann diese Fragen besser beantworten als diejenigen, die selbst dort waren: Häftlinge, die tagtäglich der Willkür des SS-Wachpersonals ausgeliefert waren.Im Frankfurter Auschwitz-Prozess kamen solche Erinnerungen zur Sprache. Das umfangreiche Verfahren, 1963-65 gegen 22 ehemalige SS-Angehörige und zwei Funktionshäftlinge geführt, war mehr als ein Strafprozess. Es brachte die Lebens- und Todesumstände an die Öffentlichkeit, die im Lager herrschten. - Der größte Teil der Verhandlung wurde auf Tonband aufgezeichnet. Ursprünglich eine Gedächtnisstütze für das Gericht, spiegeln diese Aufnahmen heute die alltäglichen Verbrechen ebenso wider wie die Mechanismen ihrer Verdrängung zwanzig Jahre später. Es sprechen die Beteiligten selbst, Zeugen und Angeklagte.Aus den Dokumenten entsteht eine Collage, die an ihren Rändern aufsucht, was in den Aussagen selbst ungesagt bleibt.Das Vermächtnis der MagierIn Morland herrscht Chaos. Diktator Begarell befehligt nun ein riesiges, mit gefährlichen Kräften ausgestattetes Heer von Eskatay und will endgültig die verbliebene Menschheit niederwerfen. Tess, Hakon und York, die drei magisch begabten Waisen, versuchen, ihn trotz seiner unvorstellbaren Macht zu stoppen. Doch dann stoßen sie auf Begarells verblüffendes Geheimnis. Gelingt es ihnen so noch, gegen alle Wahrscheinlichkeit, Morland und die überlebenden Menschen zu retten?Und dann kam PauletteFerdinand lebt allein auf seinem großen Bauernhof. Eines Tages, nach einem heftigen Gewitter, kommt er bei seiner Nachbarin Marceline vorbei und sieht, dass ihr Dach eingestürzt ist. Wie kann er der netten älteren Dame helfen? Ferdinands Enkel finden, ihr Opa müsse Marceline aufnehmen. Nach anfänglichen Bedenken unterbreitet er ihr den Vorschlag, und schon bald zihet eine neue Mitbewohnerin auf den Bauernhof. Doch dabei bleibt es nicht.Tupolew 134»Ich lebe nicht mehr gern so«, sagt Katja zu ihrem Kollegen Lutz, der Span um Span vom Rohling fräst, wie sie es seit Jahren tun. Als eine Delegation aus Dortmund das IFA-Automobilwerk in Ludwigsfelde besucht, lernt Katja Hans Meerkopf kennen. Und sie ergreift die Chance - kompromisslos, vor den Augen der Stasi und ihrer besten Freundin Verona, die zurückbleiben wird. Die Sache mit Meerkopf geht schief, doch dann passiert etwas anderes: »Man darf mit Menschen so nicht umgehen. Sie hören sonst auf zu lächeln«, sagt Lutz zu Katja, als er im Flugzeug aufsteht, um die Tupolew 134 mit einer Spielzeugpistole vom Kurs abzubringen. Die Geschichte basiert auf der tatsächlichen Entführung einer polnischen Passagiermaschine durch zwei DDR-Bürger am 30. August 1978.Merlin und die sieben Schritte zur WeisheitDer zweite Teil der erfolgreichen Saga um die Jugend des berühmten Zauberers Merlin: Auf Fincayra, der fantastischen Insel irgendwo zwischen den Welten, fühlt Merlin seine magischen Kräfte wachsen. Das macht ihn stolz, aber auch hochmütig - und einsam. Schließlich holt er mit Hilfe eines Zauberers seine Mutter zu sich auf die Insel. Doch kaum angekommen, wird sie von Merlins ärgstem Feind vergiftet. Um seine Mutter vor dem Tod zu bewahren, muss Merlin "die sieben Schritte zur Weisheit" ergründen. Eine weite und gefährliche Reise durch das ganze Land liegt vor ihm - und die Zeit drängt.Ausgefressen"Gestatten? Mein Name ist Ray. Seit ich denken kann, will ich Privatdetektiv werden. Im Grunde, das wird jedem einleuchten, gibt es keinen Job, für den ein Erdmännchen besser geeignet ist. Überwachen und Observieren gehören quasi zu unserer genetischen Grundausstattung. Gleiches gilt für Spuren lesen ud Herumschnüffeln. Ich bin der geborene Schnüffler. Nur dass meine Fähigkeiten hier im Zoo völlig verkannt werden. Besser gesagt: wurden. Denn heute ist Phil aufgetaucht. Und so, wie es aussieht, braucht er unsere Hilfe."DafanGegen Ende des 21. Jahrhunderts taumelt die Erde unaufhaltsam ihrer Zerstörung entgegen. Die gesamte Hoffnung der zehn Milliarden Bewohner ruht auf Raumkapseln, die je ein vorbildliches Exemplar humanoider Evolution im Kälteschlaf in die Weiten der Galaxie katapultieren, um Hilfe bei fremden Kulturen zu suchen. Der linientreue George erlangt das Bewusstsein nach 5000 Jahren auf dem gigantischen Planetoiden DAFAN wieder, einem aus kollidierten Raumschiffen zusammengeschweißten Schrotthaufen. Er beherbergt eine Ansammlung von Ausgestoßenen der seltsamsten Lebensformen. Ein Großteil der Bevölkerung aber besteht aus Menschen. Warum, fragt sich George, hat in all den Jahren keiner von ihnen Kontakt zum Heimatplaneten aufgenommen?Fisch zu viertTatort: ein märkisches Landhaus im Jahre 1838, das von drei ältlichen Schwestern bewohnt wird. Unabhängig voneinander haben Charlotte, Cäcilie und Clementine beschlossen, den Diener Rudolf zu vergiften, der einst ihr Liebhaber war und nun vorzeitig und sehr nachdrücklich die ihm versprochene Erbschaft einfordert. Habgier und List, Attentat und Gegenattentat treiben die Geschichte zu ihrem bitter-komischen Ende.Wovon wir leben und woran wir sterbenEin Mann macht zu Hause seinem Ärger Luft. Der Betrieb, für den er geschuftet hat, will ihn zum alten Eisen werfen; die Kollegen, die er einmal angelernt hat, ziehen erfolgreich an ihm vorbei. Felix Hildebrandt hat Angst um seine Zukunft. Nach Meinung seiner Frau Karin gibt es ein viel größeres Drama: In den Jahren des beruflichen Erfolgs ist die Liebe zwischen den beiden abgestorben. "Eine Studie über den Verschleiß der Seelen und den Verlust der Bindungen inmitten bundesrepublikanischer Tüchtigkeit", schrieb damals Marcel Reich-Ranicki.