Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Großer BahnhofEs war ein großer Tag für die gesamte LPG, besonders für Erwin und seine Frau Magda. Der Genossenschaftsbauer war nach Berlin geladen worden, wo er im "Palast der Republik" einen Verdienstorden bekam. Sogar das Fernsehen war da. Jetzt soll es zurück nach Leutzen gehen, wo die Helden im "Kulturhaus" erwartet werden. Aber 33 km von zu Hause wartet das Ehepaar am Bahnhof vergeblich auf den Dienstwagen der LPG. Die Heimkehr entwickelt sich zu einer kleinen Odyssee durch die Provinz der DDR. Ausgerechnet heute hat die "Stehschlucke" am Bahnhof ihren Ruhetag, und Erwins Anruf aus der "Telex"-Kabine wird zur Nervenprobe. Das Hörspiel von 1987 wirft ein selbstironisches Licht auf den organisierten Alltagsbetrieb der DDR.Der gute GrundKeine Frage: Für Versicherungsdirektor Lebignac ist sein Beruf seine Berufung. Leidenschaftlich reguliert er Schadensfälle - bloß nie zugunsten der Versicherten, diesem »einzigen Schwachpunkt im Versicherungsgeschäft«. Wäre ja noch schöner, meint der unermüdliche Direktor, wenn die mühevoll eingetriebenen Beiträge gleich wieder ausgezahlt werden müssten. Keinen Deut anders denkt sein neuer Assistent Ledoux, der sich gern einführen lässt in die Finessen von Vertragsannullierungen. Da der gelehrige Schüler ein passender Stellvertreter zu sein scheint, glaubt Lebignac, endlich einmal sorglos in den Urlaub fahren zu können. Einen Haken aber hat die Sache: Ledoux lernt seine Lektionen gründlicher, als es seinem Chef lieb sein kann.Hectors Reise oder die Suche nach dem GlückEs war einmal ein ziemlich guter Psychiater namens Hector. Er war mit sich sehr unzufrieden. Denn, obwohl er seinen Patienten mit großem Interesse zuhörte und ihnen helfen wollte, konnte er sie nicht glücklich machen. Also begibt sich Hector auf eine Weltreise, um dem Geheimnis des Glücks auf die Spur zu kommen. Und allen, denen er begegnet, stellt er dieselbe Frage: Sind sie glücklich?Tiefe WundenEin 92-jähriger Holocaust-Überlebender wird brutal ermordet. Bei der Obduktion wird eine Tätowierung entdeckt, die den Toten als SS-Mitglied entlarvt: Welches düstere Geheimnis nahm er mit in den Tod? Ein harter Fall für Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff.Die Königin der DrachenJenseits des Meeres bereitet Daenerys Targaryen, die letzte aus dem Geschlecht der Drachenkönige, den Einmarsch ihrer riesigen Streitmacht in die Sieben Königreiche vor. Die größte Gefahr droht unterdessen aus dem Norden, von wo aus die Wildlinge aufbrechen, um den gesamten zivilisierten Süden mit Krieg zu überziehen. In ihrem Gefolge drohen auch die Anderen die uralte Schutzmauer zu überwinden, grausame Wesen, deren einziges Ziel die Vernichtung aller Menschen zu sein scheint...Der OlympiafähndlerEine brisante (und wahre) Geschichte aus der Schweiz: Franz Hug, in den 30er Jahren ein internationaler Star unter den Fahnenschwingern - und auch sonst eine schillernde Figur - führte bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele von 1936 an der Spitze der eidgenössischen Delegation seine Fahnenschwünge mit dem weißen Kreuz im roten Feld vor. Nach den Feierlichkeiten, so hieß es später, habe er sich überreden lassen, auch die ´Hitlerfahne´ zu schwingen. Es gab einen gewaltigen Krach mit nachhaltigen Folgen, die der Autor genau recherchiert hat. Das Hörspiel geht von diesen Fakten aus, ist aber als Stück reine Fiktion. Es handelt von der Befindlichkeit der Schweiz an einem bestimmten historischen Punkt und bringt Fahnentreue und Verführbarkeit, heimatliche Gefühle und Weltpolitik in einen Zusammenhang von beißender Ironie.Die Suche nach den GebeinenMitten in die Siegesfeier platzt der Befehl zum Aufbruch. Wer einen Verwandten in der Widerstandsbewegung hatte, soll sich auf die Suche nach dessen sterblichen Überresten machen. Auch der 14-jährige Erzähler zieht mit einem Esel und einem Alten aus dem Dorf los. Unterwegs kommt er zum ersten Mal in eine Stadt. Autos tosen, Erinnerungen an den Krieg werden wach: wie Radio, Filme und die Schule ins Dorf kamen und einfache Bauernjungen wie sein Bruder mutige Widerstandskämpfer wurden. Der Bruder träumte von einer besseren Zukunft mit Maschinen, die von selbst pflügen. Am Ende der Reise klappern seine Knochen im Sack.Das zu Sehende, das zu HörendeAngeregt von zwei Bildern, also von rein optischen Eindrücken, entwickelt Friederike Mayröcker ein poetisch-akustisches Hörspiel, das selbst ununterbrochen Bilder erzeugt. Es reflektiert den griechischen Mythos der Echo, die von Narkissus verachtet wird, weil sie ihm nachspricht, nachläuft. Sie wird letztlich Opfer des Geschlechterkampfs.Mayröckers Text deutet auf das vielschichtige Rollen- und Beziehungsgewebe, das ein Leben prägt. "Das zu Sehende, das zu Hörende" war Hörspiel des Jahres 1997 in Österreich.Der Zuavenoberst"Ich bin Diener seit eh und jeh. Ein Kopfnicken zu meinem Assistenten, die Soße zu servieren, verleiht unserem Duo die menschliche Note. Ich kann nicht allem zuhören, ich bediene. Ich habe eine eiserne Moral, funktioniere fehlerfrei, ich lasse die Platte nicht fallen, reibungslose reine Arbeit. Alles prima. 100%iger Erfolg. Bis zu dem Moment, wo Monsieur zu der Person am Ende der Tafel sagt: Stop, he could understand". Oliver Cadiot hat mit diesem namenlosen Diener ein schillerndes Beispiel kompletter Selbstentfremdung geschaffen. Das Ziel höchster Perfektion führt zur geistigen Abdrift in komisch-absurde Welten, die unvermittelt ineinander übergehen: Unterwasser-Spionage im Schlossteich, erotische Phantasien, alptraumhafte Versagensängste, philosophische Untersuchungen über das Wesen des Dienens, und - nicht zu vergessen - das Geschwätz der Bedienten.Der Schaum der Tage"Es hat tatsächlich den Anschein, dass die Massen im Unrecht sind und die Einzelnen immer recht haben. Man muss sich hüten, daraus Verhaltensregeln abzuleiten: Sie sollten nicht der Formulierung bedürfen, um befolgt zu werden. Es gibt nur zwei Dinge: die Liebe, in allen Spielarten, mit schönen Mädchen und die Musik von New Orleans oder von Duke Ellington. Alles übrige mag verschwinden, denn alles übrige ist hässlich." Boris Vian erzählt die unbeschwerte Liebesgeschichte von Colin und Chloé.Die Sturmkönige - DschinnlandSeit über fünfzig Jahren herrschen die Schinne über die Wüste zwischen Samarkand und Bagdad. Nur todesmutige Schmuggler wie Tarik al-Jamal mit ihren fliegenden Teppichen wagen sich hinaus in die Einöde. Bis Tariks Geliebte Maryam ein Opfer der Dschinne wird. Seither besteht Feindschaft zwischen ihm und seinem Bruder junis. Erst als die geheimnisvolle Sabatea Junis dazu bringt, sie durchs Dschinnland nach Bagdad zu bringen, beschließt Tarik, die beiden zu beschützen - auch gegen Junis´ Willen. Eine mörderische Jagd durch die Wüste beginnt, mitten in den Krieg zwischen Dschinnen und Sturmkönigen.SchnappschussJanine McQuarrie wurde auf einer einsamen Landstraße vor den Augen ihrer siebenjährigen Tochter erschossen. Als Detective Inspector Hal Challis den brutalen Mord untersuchen soll, werden seine Ermittlungen durch ein Gewirr von Lügen und Heimlichkeiten behindert. Als wenig hilfreich erweist sich, dass Janines Schwiegervater der Vorgesetzte von Challis bei der Polizei ist: Superintendent McQuarrie ist ein wichtigtuerischer Bürokrat und als Golfspieler und Rotarier auf vertrautem Fuß mit der besseren Gesellschaft der Peninsula. Niemand in Waterloo lässt sich gern in die Karten blicken, denn jeder hat etwas zu verbergen und etwas zu verlieren.