Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Twig im DunkelwaldWeit, weit weg, in einer fernen Welt, ragt wie die Galionsfigur eines gewaltigen steinernen Schiffes das so genannte Klippenland ins Leere. Ein reißender Strom ergießt sich unablässig über den felsigen Überhang.Der Strom ist an dieser Stelle breit angeschwollen. Donnernd stürzt er in die wabernden Nebel des Abgrunds. Man kann ihn sich - wie alle großen, laut und wichtig daherkommenden Dinge - gar nicht anders vorstellen. Dabei könnte sein Ursprung bescheidener nicht sein.Der Klippenfluss entspringt tief im Landesinneren, hoch droben im undurchdringlichen, unheimlichen Dunkelwald. Aus einem kleinen, blubbernden Teich rinnt ein Bächlein kaum breiter als ein Stück Schnur in ein sandiges Kiesbett. Der majestätische Dunkelwald lässt das Rinnsal noch tausendmal unbedeutender wirken.Der tiefe Dunkelwald ist ein unwirtlicher, gefährlicher Ort für die, die hier zu Hause sind, und das sind viele. Waldtrolle, Schlächter, Höhlenfurien und andere merkwürdige Geschöpfe und Kreaturen, sie alle fristen in der sonnengesprenkelten und mondbeschienenen Welt unter dem hohen Blätterdach ein kärgliches Leben.Das Leben ist hart und auf Schritt und Tritt lauern Gefahren - schreckliche Ungeheuer, Fleisch fressende Bäume, kleine und große wilde Tiere, die in Horden durch den Wald streifen ... Doch hat das Leben auch seine einträglichen Seiten. Die saftigen Früchte und leichten Hölzer, die dort wachsen, genießen hohe Wertschätzung. Himmelspiraten und die Kaufleute der Liga treiben damit um die Wette Handel und tragen hoch über dem endlosen Meer grüner Wipfel ihre Rivalitäten aus.Dort, wo die Wolken am tiefsten über dem Boden hängen, liegt die so genannte Nebelkante, eine trostlose, von wirbelnden Nebeln, Geistern und Alpträumen erfüllte Ödnis. Wer sich hierher verirrt, erleidet unweigerlich eins von zwei Schicksalen: Die Glücklichen stolpern gleich über den Rand der Klippe und stürzen zu Tode, die weniger Glücklichen gelangen in den Dämmerwald.Durchtränkt von ewigem, goldenem Dämmerlicht, ist der Dämmerwald ein bezaubernder, zugleich aber auch tückischer Ort. Die Luft dort steigt einem zu Kopf. Wer sie zu lange einatmet, vergisst, warum er in den Dämmerwald gekommen ist, wie jene Ritter, ausgeschickt in längst vergessener Mission, die sich dorthin verirrt haben und am liebsten sterben würden - wenn sie nur könnten.Gelegentlich wird die lastende Stille durch heftige, von der Klippe heraufziehende Unwetter gestört. Vom Dämmerwald angezogen wie Eisenspäne von einem Magneten oder Nachtfalter von einer Flamme, wirbeln sie über den glühenden Himmel - zuweilen gleich mehrere Tage hintereinander. Manchmal sind es ganz besondere Stürme. Aus den Blitzen, die sie nach unten schleudern, entsteht Sturmphrax, ein Stoff, der so kostbar ist, dass auch er trotz der schrecklichen Gefahren des Dämmerwalds wie ein Magnet oder eine Flamme alle diejenigen anzieht, die ihn besitzen wollen.Die unteren Ausläufer des Dämmerwalds gehen in die Modersümpfe über, einen stinkenden, verseuchten Landstrich, voll gepumpt mit den Abfällen der Fabriken und Gießereien von Unterstadt. Der Müll wird hier schon so lange gelagert, dass das Land so gut wie tot ist. Trotzdem gibt es noch Leben wie überall im Klippenland, Trödler und Lumpensammler mit entzündeten Augen und einer Haut so fahl wie ihre Umgebung. Einige verdingen sich als Fremdenführer. Sie führen ihre Schützlinge durch die giftigen Dämpfe und den trügerischen Morast dieser Wüstenei, rauben sie bis auf den letzten Heller aus und überlassen sie dann ihrem Schicksal.Wer es trotzdem durch die Sümpfe schafft, gelangt in ein Labyrinth aus schmutzigen Gassen und windschiefen Hütten auf beiden Seiten des ölig schillernden Klippenflusses. Der Gerettete befindet sich in Unterstadt.Die Bevölkerung in den engen Gassen setzt sich aus den kuriosen Gestalten und Kreaturen des Klippenlandes zusammen. Unterstadt ist schmutzig, überbevölkert und eine Brutstätte der Gewalt, zugleich aber auch der Mittelpunkt des Handels und des Schwarzmarkts. Es wimmelt vor Geschäftigkeit. Jeder, der hier lebt, geht einem auf einen bestimmten Stadtteil beschränkten Gewerbe nach und ist Mitglied der entsprechenden Liga. Dies führt zu Intrigen und Verschwörungen, bitterer Rivalität und ständigen Reibereien der Stadtteile, Ligen und Händler untereinander. Die Mitglieder der Liga der freien Kaufleute hält nur eins zusammen: der gemeinsame Hass auf die gefürchteten Himmelspiraten, die mit ihren Schiffen den Himmel über dem Klippenland beherrschen und glücklose Kaufleute, die ihren Weg kreuzen, ausrauben.In der Mitte von Unterstadt ist ein großer, eiserner Ring in den Boden eingelassen. Er hält eine lange und schwere Kette, die zum Himmel aufsteigt und abwechselnd straff gespannt ist und locker durchhängt. Am Ende der Kette schwebt ein riesiger Felsen.Dieser Felsen ist wie die anderen schwebenden Felsen des Klippenlandes in den Steinernen Gärten gewachsen - er drückte von unten durch den Boden, wuchs, wurde von darunter nachwachsenden Felsen noch weiter hinausgedrückt und vergrößerte sich noch mehr. Als er so groß und leicht war, dass er vom Boden abhob, wurde er an der Kette befestigt. Auf ihm wurde eine prächtige Stadt errichtet: Sanktaphrax.Sanktaphrax mit seinen hohen, durch Stege und Brücken verbundenen Türmen ist ein Hort der Gelehrsamkeit. Dort leben Wissenschaftler und Alchemisten mit ihren Gehilfen und es gibt Bibliotheken, Laboratorien, Vortragssäle, Speisesäle und Gemeinschaftsräume. Die mysteriösen Dinge, die man dort lernt, sind ein streng gehütetes Geheimnis und Sanktaphrax ist bei aller scheinbaren Entrücktheit und Weltfremdheit ein siedender Kessel von Eifersüchteleien, Intrigen und bitterem Zank.Der Dunkelwald, die Nebelkante, der Dämmerwald, die Modersümpfe, die Steinernen Gärten, Unterstadt und Sanktaphrax, der Klippenfluss - das sind bislang nur Namen auf einer Karte.Doch zu jedem Namen gehören tausend Geschichten, auf uralten Pergamentrollen aufgezeichnet und von Generation zu Generation mündlich überliefert, Geschichten, die heute noch erzählt werden.Was hier erzählt wird, ist nur eine davon.Pas de deuxManthey und Born von der Kripo Frankfurt/Oder ermitteln im Mordfall Gabriele Thienemann. Die schöne Flötistin ist im Schlafzimmer ihres Landhauses erwürgt aufgefunden worden, offensichtlich nach einer wilden Liebesnacht. Wie passt das zu der harmonischen Ehe mit dem Cellisten Christoph Thienemann, zum Familienglück mit Töchterchen und Villa? Welche Abgründe verbergen sich hinter der Fassade? Auf dem Kaminsims steht die Spieluhr mit dem musizierenden Elfenbein-Pärchen, immer wieder dreht es sich brav im Kreise zum kleinen Menuett.Mörder ohne WaffeGlenway Cave ist wegen Mordes an seiner Frau angeklagt. Mögliches Motiv: ein Erbe von zwei Millionen Dollar. Der Privatdetektiv Lew Archer verfolgt den Fall zunächst in der Presse, bis er von Janet Kilpatrick beauftragt wird, die Unschuld Caves zu beweisen. Sie war mit Cave in der Mordnacht zusammen. Gespräche mit dem Verteidiger Harvey und mit Cave selbst bringen Archer nicht weiter. Als auch Janet umgebracht wird, stößt Archer auf eine neue Spur, die einen lang gehegten Plan offenbart.Gewehr bei FußKathrin Krämer und Michel Paquet sind Hauptkommissare in Saarlouis, der "heimlichen Hauptstadt" des Saarlandes. Schon bald folgt der nächste Einsatz des Ermittlerteams, denn in einer Laubenkolonie in Zellersweiler wird eine Leiche entdeckt... Die Laubenkolonie der stillgelegten Grube Zellersweiler soll eingeebnet werden, damit auf diesem Gelände Parkplätze für das zum Kultur- und Ausstellungszentrum umgebaute Grubengebäude entstehen können. Die Laubenpieper fühlen sich verraten: Schlimm genug, dass die Grube geschlossen wurde, aber ihre Kolonie sollte doch noch mindestens 20 Jahre Bestand haben. Da wird Norbert Gessner, ehemaliger Bergmann in Zellersweiler und passionierter Schrebergärtner, ermordet in seiner verwüsteten Laube aufgefunden.Am Vortag noch hatte Gessner den Direktor des neuen Kulturzentrums massiv unter Druck gesetzt, um die Kolonie zu retten. In der Wohnung des Toten finden Kommissarin Krämer und ihr Kollege Paquet zahlreiche Militaria aus dem Krieg von 1870/71, die in der saarländischen Grenzregion zu Lothringen heute noch zu finden sind.Offenkundig war unter Gessners Säbeln und Pistolen auch eine wertvolle Schatulle aus dem 19. Jahrhundert, ein Geschenk der lothringischen Gemeinde Jeanwiller an Napoleon III, wie die Kommissare vom rechtsextremen Franzosen Laval erfahren. Krämer und Paquet haben Laval nämlich in Gessners Wohnung beim Herumschnüffeln erwischt, sie ermitteln in Richtung Raubmord und Erpressung. Vorerst...Das Wasser in CapriEine aufgewühlte Volksmenge erinnert an ein sturmbewegtes Meer. Die Menschen sind darin wie Wassertropfen, die sich zu Wellen emporheben und wieder zurückplatschen. Dem Hörspiel, in dem es um Wasser und Hoffnungen der Menschen auf Wasser geht, liegt ein authentischer Vorfall zugrunde: In der 50er Jahren trat auf der quellen- und brunnenlosen Insel Capri ein Unternehmer auf, der allseits kundtat, er werde inseleigene Wasserressourcen erschließen. Das "Prinzip Hoffnung" schlug bei seinen Zuhörern incl. örtlicher Sponsoren alsbald in Gewissheit um: was so begehrt war, konnte einfach nicht ausbleiben. Als langwierige Bohrungen lediglich eine flache Pfütze mit bitter-salzigem Wasser emporpumpten, war der Unternehmer schon verschwunden. Im Hörspiel äußern sich keine Individuen. Alle Phasen der Erwartung, des Misstrauens und des Neides, die die kollektive Seele bewegen, drücken sich in rhythmisierten Monologen aus, die sprachlich variationsreich vorwegnehmen, worum sie kreisen: um rinnendes, tropfendes, sprudelndes, spritzendes Wasser.Der kleine Hobbit´In einer Höhle in der Erde, da lebte ein Hobbit´, so beginnt die Erzählung von Bilbo Beutlin, der unter den Bewohnern von Hobbingen sehr angesehen ist, weil er in seinem Leben noch nie etwas Unvorhergesehenes getan hat. Ausgerechnet zu ihm kommt eines Tages Gandalf der Graue, der mächtigste Magier zwischen Hobbingen und Esgaroth. Er sucht im Auftrag der Zwerge einen Meisterdieb, der den unermesslichen Schatz der Zwerge unter dem Bauch des riesigen Drachen Smaug hervorstehlen kann. Und das soll nun ausgerechnet Bilbo Beutlin sein.Professor van Dusen treibt den Teufel ausDas Abenteuer um den schwarzen Magier, der vom Teufel geholt wurde, und zwar aus einem hermetisch verschlossenen Raum im Leichenschauhaus, begann im Chambre séparée bei Delmonico in der New Yorker Fifth Avenue.Dort wartete Hutchinson Hatch auf Evelyn Latorre fast eine Stunde umsonst. Schließlich macht er sich auf den Weg zum Vaudeville- und Revuetheater Vanity Fair, in dem sie als Tänzerin auftritt.Wachtmeister Malone hat bereits am Eingang Posten bezogen. Auf der hell erleuchteten Bühne des Theaters haben sich Detective- Sergeant Caruso, Evelyn Latorre und ein Arzt versammelt. Ein Herr in Frack und schwarzer Pelerine liegt steif und totenblass auf dem Rücken. Nur ein hässlicher roter Fleck auf der blütenweißen Hemdbrust stört das schwarzweiße Stilleben. Der Zauberer Doctor Faustus ist auf offener Bühne während der Vorstellung erschossen worden, und Miss Latorre steht unter Mordverdacht.Die größere Hoffnung1948 ist der Roman "Die größere Hoffnung" erschienen, das Erstlings- und frühe Meisterwerk der Dichterin. Der Roman ist eine der zartesten und zugleich stärksten, dauerhaftesten Schöpfungen der Nachkriegsliteratur deutscher Sprache und erzählt eine Geschichte aus den Schreckensjahren des Krieges und der Herrschaft des Bösen, die Geschichte Ellens und ihrer Gespielen, einer Gruppe "rassisch" verfolgter Kinder. Die Autorin verwebt das Grauen der Wirklichkeit in Sprache und Bilder voll tiefer Symbolik und Poesie. Die größere Hoffnung, wachgehalten von Lebenstrieb und Glauben, trägt Ellen über alle Verzweiflung hinweg, bis sie auf ihrer langen Flucht vor den Häschern zugrunde geht.GoldsteinBerlin 1932: Eine Stadt voller Gewalt, ein Mafioso aus Chicago, ein bestialischer Mord 1932: Ein jüdischer Mafioso aus Chicago reist nach Berlin. Er hat deutsche Wurzeln und ist zu einer Beerdigung unterwegs. Dort erlebt er die ersten judenfeindlichen Aktionen und wird Zeuge, wie zwei SA-Männer einen Juden zwingen, den Bürgersteig zu reinigen. Er schlägt einen der Peiniger nieder und wird daraufhin verdächtigt, einen Mord an einem SA-Mann begangen zu haben. Währenddessen lernt Kommissar Rath die junge Obdachlose Alexandra kennen...Draußen im LandVox populi einer Epoche: "Man sollte die Notstandsgesetze schnellstens in Kraft setzen." - "Selbstverständlich hängen die Fahndungsfotos der gesuchten Terroristen in meinem Büro." - "Von den Schulen bis in die Redaktionen von Presse, Funk und Fernsehen ist der Humus gelegt worden für die Terrorszene." - "Der größte Fehler ist die Abschaffung der Todesstrafe.""Ich bin unheimlich erschrocken, rechtfertigen wollte ich mich und sagte, ich bin das wirklich nicht." - "Ich fühlte, da war irgendwas im Gange gegen mich." - "Ich hatte Angst vor dem Taxifahrer, vor den Leuten im Bus." -"Dann kamen Ideen, dass die alle unter einer Decke stecken, auch mein Freund, dass der beim Verfassungsschutz ist."Walter Adlers Hörspiel, nach dem Bericht eines authentischen Falls entstanden, ist die Beschreibung eines Klimas, in dem Un- und Halbwahrheiten mehr gelten als Wahrheiten. Folgen mehr als Ursachen, Mittel mehr als Zwecke, Vorurteile mehr als Erkenntnisse. Ein Klima, das von Misstrauen, Hass und Angst beherrscht wird. Draußen im Land: Das ist drinnen in uns.DictatorEinst konnte Cicero über Caesars Leben walten. Jetzt hat Caesar die Oberhand, während Ciceros Leben in Trümmern liegt. Mit Witz, Geschick und Mut schafft es der legendäre Redner jedoch, aus dem Exil nach Rom in den Senat zurückzukehren. Dort hat sich alles und nichts geändert. Politik ist eben ein Geschäft - mitunter ein blutiges.Ada und EloAda ist einundachtzig, doch sie weiß ganz genau, was sie will: dass ihre mittlerweile achtundsiebzigjährige Jugendliebe Elo endlich bei ihr einzieht. Noch einmal soll er ihr nicht entwischen, wie damals während ihrer gemeinsamen Studienzeit, als er sich in die Sommerferien verabschiedete und nie zurückkehrte. Nur schade, dass Elo sich an all das nicht zu erinnern scheint. Ada drängt und provoziert: Diesmal muss es klappen. Und um ihr Ziel zu erreichen, ist ihr beinahe jedes Mittel recht. Die Berge Sahnetorte für den Kuchenliebhaber Elo sind da bloß der Anfang ...Nissens Stück wirft einen augenzwinkernden Blick auf Einsamkeit und Zweisamkeit im Alter.