Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Ich war ein AffenkindWenn Herr Vincent die tausend roten und grünen Plastikchips auf den Boden schüttet, springt Lilly hinzu und sortiert die Chips zu gleichhohen Stapeln, nach Farbe getrennt. Ihre Bestzeit sind 48 Sekunden. Herr Vincent ist Freund und Trainer, und das Sortieren von Plastikchips ist die Tätigkeit, die Lilly am meisten liebt. Viel anderes gibt es für sie auch nicht zu tun auf jener Forschungsstation in der schwedischen Provinz. Lilly hat keine Ahnung, dass nicht nur ihre Schnelligkeit sie von anderen Kindern unterscheidet. Bis sie Herr Vincent eines Tages in die Schule bringt, um ihre Sortierfähigkeiten in fremder Umgebung zu festigen.Gangland"Get rich er die tryin". So labelt 5o Cent, der platinalbenschwere Rapper des Jahres 2003, sein Album. Früher dealte er als Gang-Anführer der New Yorker "Bloods" mit Crack, heute machen ihn seine Vita und Mordanschläge zu einer Legende des Gangsta-Rap. In der Realität des 2l. Jahrhunderts hat sich die Gang, der ewige Klassiker der Jugendkultur, radikal verwandelt. Auf den Straßen verschwinden die Banden - dafür tauchen sie in den obersten Stockwerken der Macht wieder auf. Die neuen UpperClass-Gangs kontrollieren Gebiete und beherrschen kapitales Beutemachen: New Economy, Berliner Banken Skandal, die Bush-Gang nach Michael Moore. Wer im Konkurrenzkampf des Neoliberalismus bestehen will, der braucht eine starke Gang - die Unorganisierten werden die Opfer sein. Und auf den Straßen toben stattdessen die kleinkriminell-desorganisierten Ich-AGs.Raumschiff TitanicEs entstand ein gespenstisches Tosen, als brandeten Meere an ein fernes Gestade jenseits des Horizonts alles Vorstellbaren, als sich das sagenhafte Schiff riesig und grandios aus seinem Montagedock heraus langsam in Bewegung setzte. Es beschleunigte, schaukelte ein wenig, schwankte ein wenig, geriet deutlich vom Kurs ab, und als die Menge eben ungläubig entsetzt in lautes Geschrei ausbrechen wollte, verschwand es. Einfach so. Es hatte das erlitten, was wenig später unter der Bezeichnung SMEV (Spontanes Massives Existenz-Versagen) berühmt werden sollte.Die schöne Diva von Saint-JaquesEin verfallenes Haus in Paris: hier ziehen drei junge, arbeitslose Historiker ein, Marc, Matthias und Lucien. Mathias, der Prähistoriker, wohnt im Parterre, Marc, der Mediävist, im ersten Stock und Lucien, der über den Weltkrieg forscht, im zweiten. Ergänzt wird das Trio durch Marcs Onkel, den Ex-Flic Vandoosler, der phantastisch gut kocht und das Dachgeschoss okkupiert. Der Zufall will es, dass die "drei Apostel", wie Vandoosler sie nennt, eines Tages unfreiwillig in einen Mordfall hineingezogen werden. Ihre schöne Nachbarin, die Griechin Sophia, einst eine berühmte Opernsängerin, ist spurlos verschwunden. Marc beginnt zu recherchieren. Mehr und mehr gräbt er sich in Sophias Vergangenheit vor, bis er am Ende auf einen uralten Hass stößt, der beinahe auch ihn das Leben kostet.Flushing MeadowIn "Flushing Meadow", dem großen New Yorker Stadion, versammelte sich am 28. November 1947 die UNO zur Abstimmung über einen einzigen Tagesordnungspunkt: Israel-Palästina. Es ist das erste und letzte Mal, dass die UNO sich im "Ländermachen" versucht hat. Der Ausgang ist bekannt. Dieser 28. November ist gut dokumentiert, er wurde durch den Rundfunk live in die ganze Welt übertragen. Erst beim Buchstaben "U" fiel die Entscheidung. Brecher montierte für sein Hörspiel autobiographische Berichte von beteiligten Diplomaten mit den (im UNO-Archiv als Tonbänder erhaltenen) Originalreden. Das Ergebnis: Ein spannender Krimi, der ein neues Licht auf die Entstehung Israels wirft.Die Hände des PianistenUnfall oder Mord? In der spanischen Kleinstadt Breda bekommt der gescheiterte Pianist und Tiertöter den lukrativen Auftrag, Martín Ordiales, Teilhaber einer Baufirma, zu ermorden. Minutiös bereitet der Pianist sein erstes Kapitalverbrechen vor. "Seine Hände hinterlassen kleine Leichen", sagen die Leute. Er kassiert seinen Vorschuss, im entscheidenden Moment aber versagt er. Als Ordiales dennoch von der Dachterrasse eines Neubaus stürzt und stirbt, wird dem Pianisten die Geschichte langsam unheimlich. Mit seinem Vorschuss engagiert er den Privatdetektiv Cupido. Dieser soll den wahren Mörder finden. Der Unternehmer hatte viele Feinde: die Architektin Miranda Paraíso, Tochter des Firmengründers und Teilhaberin, den farblosen Buchhalter Santiago Muriel ... Als eines Tages der gutmütige Trottel Santos, Ordiales Schützling, tot in einem Swimmingpool gefunden wird, kann Cupido dank einer am Tatort verbliebenen Hundemarke die Spur aufnehmen.Mühsames Klettern im AltersbaumDieter Kühns Dialoghörspiel konfrontiert den Hörer mit einem weit verbreiteten Problem: Beates 80-jährige Mutter, eine körperlich zwar gebrechliche, geistig aber noch rege Dame, lebt in einem Altenheim für Behinderte. Bei einem Besuch ihrer Tochter äußert sie den Wunsch, in deren Wohnung zurückzukehren. Ein Wunsch, dem sich Beate, selbst Mutter und noch berufstätig, zunächst verweigert. "Es geht darum, dass ich mein Leben, mein eigenes Leben führen möchte, endlich einmal." Der Dialog zwischen Mutter und Tochter zeichnet das Psychogramm zweier Menschen, die eine Art Hassliebe miteinander verbindet.FrauenfalleHauptkommissarin Carola Nusser hat Geburtstag - aber keinen Feierabend. Gerade als sie mit ihrem Mann Konrad anstoßen will, klingelt es an der Tür. Draußen steht die Nachbarin und bittet sie um Hilfe. Eva Wieland fühlt sich von ihrem Ehemann bedroht. Kein Fall für Nusser? Trotz Konrads massiver Bedenken, ergreift Carola Partei für die Nachbarin - und wird so in ein Beziehungsdrama verstrickt, in dem nichts so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Martin Wieland bestreitet glaubhaft, seine Frau jemals geschlagen zu haben. Zudem hat der Weinhändler eine Erklärung für Evas "Paranoia". Aber ist Eva Wieland wirklich psychisch labil, wie er behauptet, seelisch krank? Spielt sie Carola also nur etwas vor - oder haben ihre Ängste doch einen realen Hintergrund? Wem kann Nusser glauben?"Frauenfalle" wirft einen Blick hinter die Kulissen eines nach außen harmonisch erscheinenden Paares und fragt danach, inwieweit es legitim oder nötig ist, sich in die Privatsphäre fremder Leute einzumischen.Don Juan in den LüftenAm 9. November 1979 verschwindet eine tschechische Passagiermaschine auf dem Weg von Berlin nach Kuba in der Nähe des berüchtigten Bermuda-Dreiecks von den Monitoren der Flugsicherheit. An Bord eine Freundschaftsdelegation der Deutschen Demokratischen Republik, zu der neben dem Dichter und Nationalpreisträger Jean Jacques Cronegk, mehreren Mannequins und einem Musikensemble auch der längst ins Visier der Staatssicherheit geratene Konferenzdolmetscher Ole Knut Berlinguer und dessen Freundin Issy gehören. Zehn Jahre später - böse Rufe der Demonstranten dringen vom Alexanderplatz bis ins Zimmer - liefern sich Berlinguers langjähriger Freund, der Literarhistoriker Dr. Alexander Retard, und der Major der Staatssicherheit Piet Hagen ein Duell der Mutmaßungen um die Gründe und Hintergründe. War es ein Unfall, damals? Oder wurde selbiger vorgeschützt, um mit Berlinguer einen zweifelhaften Doppelagenten aus dem Verkehr zu ziehen? Oder - war der leichtlebige, anarchische Freigeist und Don Juan höchstselbst der Anstifter einer Entführung, die ihn vor dem Vaterland der Werktätigen, diversen revoltierenden Liebschaften sowie möglicherweise sich selbst in ein Paradies Utopia flüchten ließ? Dr. Retards mit Liebe und Geschick angefertigte Tonbandmitschnitte von Gesprächen, Besäufnissen, Beichten, vom akademischen Partyleben made in GDR liefern ebenso unzulängliche Anhaltspunkte für die endgültige Biografie des Freundes wie Hagens Aktenberge. Aber wenn man in der keine Löcher stopfen kann, vielleicht kann man ja in der eigenen welche schaffen: Luftlöcher, Schlupflöcher. Denn "wie real ist die Realität", das ist hier die Frage.The Retreat Diaries - Tagebuch eines Rückzugs"Das Tagebuch eines Rückzugs" ist kein chronologisches Tagebuch. Donnerstag und Freitag können hier mit Montag montiert sein, oder die Ausarbeitung eines Traums wird mit dem Traum selbst in einem Rasternetz aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft montiert: Ein Mann sieht einen Film, den der Hörer nicht direkt sehen, aber durch Worte sich erschließen kann" - schreibt Burroughs in dem Essay, das seinem Traumtagebuch aus dem Jahre 1975 vorangestellt ist. Darin weiht er uns vor allem in seinen assoziativen Schreibprozess ein: ein großer Teil der Figuren und Schausplätze seiner Romane gehen auf das Material seiner Träume zurück. Kai Grehn macht in seiner Arbeit Werkstatt und Traummaterial des Schriftstellers als eine Art Hörfilm sinnlich erfahrbar.Das rote GrasSaphir Lazuli lebt mit Folavril zusammen, der Ingenieur Wolf mit Lil. Das Gras ist rot und die Liebe kompliziert, denn immer sind störende Gäste dabei. Nur der greise Hund Senator weiß genau, was er sich wünscht: Er hätte gern ein Ouapiti. Wolf erfüllt ihm den Wunsch prompt. Seitdem ist der Senator stumm, also glücklich. Was, wenn es keine Ouapitis für alle gäbe? Wolfs einzige Hoffnung ist die Maschine, in der er alles erinnern kann, was er fühlte, und die ihm zugleich erlaubt, seine Erinnerungen loszuwerden. Leider kann er Lil nicht davon erzählen, und sie stellt fest: In Wirklichkeit sind die Männer nicht für uns geschaffen, sondern für sich selber. Und wir für nichts.Die Abenteuer und Irrfahrten des OdysseusDie Abenteuer des listigen Odysseus hat der griechische Dichter Homer vor fast 3000 Jahren zum ersten Mal erzählt. Doch keine Angst - die Heldensage ist kein bisschen verstaubt: Wie besiegt Odysseus mit Hilfe eines Holzpferdes die mächtige Stadt Troja? Wie entkommt er dem einäugigen Menschenfresser Polyphem? Wie überwindet er die Zauberin Circe? Warum besucht er die Toten in der Unterwelt? Das alles erfährt man hier und begegnet dabei auch noch sprechenden Schweinen, Seeungeheuern, singenden Sirenen und sogar echten Göttern!